Kommunikation
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Kommunikation

... und was Sie darĂŒber wissen sollten, um sich das Leben leichter zu machen

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Kommunikation

... und was Sie darĂŒber wissen sollten, um sich das Leben leichter zu machen

About this book

FĂŒr die meisten Menschen ist Kommunikation so etwas wie eine Eh-da-Kompetenz. Darum muss man sich nicht kĂŒmmern, die ist eh da! Und in den meisten Situationen stimmt das auch. Wir alle sind Kommunikationsprofis und in mindestens 99 Prozent aller Situationen ist unsere Kommunikation auch erfolgreich. Aber bei diesem letzten Prozent, da geraten wir in Konflikte, da haben wir Streit, da verlieren wir den Kunden oder GeschĂ€ftspartner. In der Fliegerei passieren bei diesem letzten einen Prozent die Katastrophen. Damit es nicht zwangslĂ€ufig dazu kommt, könnte ein kleines bisschen Training vielleicht nicht schaden.Peter Brandl hat in diesem Buch die wichtigsten Inhalte seiner Kommunikationsseminare zusammengefasst und prĂ€sentiert sie höchst unterhaltsam, mit Übungen und knackig auf den Punkt gebracht. Ob wir im Vertrieb tĂ€tig sind, beruflich verhandeln mĂŒssen oder in privaten GesprĂ€chen effektiver sein möchten: Mit diesem Buch macht es Spaß, zu rekapitulieren, wie Kommunikation funktioniert beziehungsweise was wir tun können, um das, was wir wollen, leichter zu bekommen.

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Information

SĂ€ule IV Verhandeln – Ausgleich oder mit dem Kopf durch die Wand?
Deckblatt4.tif
Wer nicht vorbereitet, bereitet nach
In der Fliegerei gibt es einen wunderbaren Spruch, der lautet: Je mehr du dich am Boden plagst, umso weniger musst du in der Luft schwitzen. Dieser Spruch sagt eigentlich schon alles aus und ist vor allem perfekt auf Verhandlungen ĂŒbertragbar. Ich bin immer wieder fasziniert, wenn mir Seminarteilnehmer sagen, dass sie keine Zeit hĂ€tten, ihre Verhandlungen sauber vorzubereiten. Glauben wir allen Ernstes, wir könnten diese Zeit einsparen? Wenn Sie sich nicht vorbereiten, dann bereiten Sie eben nach! Nur ist Nachbereitung meistens aufwendiger, dauert lĂ€nger und kostet deutlich mehr.
FĂŒr mich ist die Aussage, zu wenig Zeit fĂŒr eine vernĂŒnftige Vorbereitung zu haben, purer Unsinn. In Wahrheit sagt diese These nur etwas darĂŒber aus, dass der Sprecher keine vernĂŒnftigen PrioritĂ€ten setzen kann. Er kann nĂ€mlich nicht zwischen wichtig und dringend unterscheiden.
NatĂŒrlich mĂŒssen Sie nicht in epische Vorbereitungsschlachten verfallen, ĂŒber denen Sie Ihr eigentliches Ziel vergessen. Ich möchte Ihnen stattdessen ein einfaches, aber extrem effektives Werkzeug vorstellen, mit dem ich schon seit Jahren jede Verhandlung, aber auch jedes wichtige GesprĂ€ch vorbereite: das MAMA-Prinzip
Das MAMA-Prinzip der Verhandlungsvorbereitung
Maximalziel
Überlegen Sie sich zunĂ€chst Ihr Maximalziel. Das Maximalziel ist das, was Sie in der anstehenden Verhandlung idealerweise erreichen wollen. Sie brauchen beim Festlegen Ihres Maximalziels nicht in ĂŒbertriebene Bescheidenheit zu verfallen, Ihr Maximalziel kann durchaus beherzt sein. Bleiben Sie mit Ihrer Zielformulierung aber im Rahmen der RealitĂ€t. Überzogene Fantastereien helfen niemandem.
Minimalziel
Formulieren Sie nun Ihr Minimalziel. Was wollen oder mĂŒssen Sie mindestens erreichen? Oft ist es so, dass Menschen Verhandlungen mit einem Ergebnis verlassen, das schlechter ist, als die Situation sich darstellen wĂŒrde, wenn sie nicht an der Verhandlung teilgenommen hĂ€tten. Damit genau das nicht passiert, ist es von zentraler Bedeutung, dass Sie so etwas wie eine untere Auffanglinie, Ihr Minimalziel, definieren.
Maximalziel
Alternativen
Minimalziel
Ausstieg
Das klingt selbstverstĂ€ndlich. Aber unterschĂ€tzen Sie diese Punkte nicht. Die meisten Verhandler gehen, wenn ĂŒberhaupt, nur mit einem Idealziel in das GesprĂ€ch. Aber was, wenn dieses Ziel, diese Position aus irgendwelchen GrĂŒnden nicht durchsetzbar ist? Plötzlich stehen wir im luftleeren Raum und versuchen nur noch irgendwie ĂŒber die Runden zu kommen. Definieren Sie deshalb Ihre Minimalposition.
Allein diese beiden Punkte, Maximal- und Minimalziel, geben Ihnen schon so etwas wie einen Korridor. Und Sie werden ĂŒberrascht sein, dass allein diese einfache Übung schon dazu fĂŒhrt, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ergebnis innerhalb dieses Korridors erzielen werden. Im nĂ€chsten Schritt denken Sie nun ĂŒber Alternativen nach – Alternativen fĂŒr sich und fĂŒr den anderen.
Alternativen
Wie schon gesagt, bereiten sich die meisten unerfahrenen Verhandler höchstens auf ihre Position und auf ihr Idealziel vor. In diesem Schritt geht es darum, einen möglichst großen Verhandlungsspielraum und damit Verhandlungsmasse aufzubauen. Wenn Sie zum Beispiel ein GehaltsgesprĂ€ch vorbereiten – muss es dann wirklich nur um Geld gehen? Was, wenn Ihr Chef wirklich kein Budget fĂŒr Gehaltsmaßnahmen hat? Er kann Ihnen dann nicht entgegenkommen und Sie stehen auf dem Schlauch.
Was halten Sie von Alternativen wie Firmenwagen, zusĂ€tzlicher Urlaub, betriebliche Altersversorgung, eine bestimmte Weiterbildung, Homeoffice und so weiter und so weiter? Vielleicht denken Sie jetzt: Wenn er kein Geld hat, hat er dafĂŒr auch kein Geld. Woher wissen Sie das? Ich habe oft genug erlebt, dass es verschiedene Budgets gibt. Und letztendlich verbessern all diese Optionen Ihre Situation. Es fĂŒhren viele Wege nach Rom. Seien Sie kreativ und finden Sie möglichst viele Alternativen und Optionen fĂŒr sich und fĂŒr den anderen.
Ausstiegskriterien
Im letzten Schritt ĂŒberlegen Sie nun noch einmal, was Sie in der anstehenden Verhandlung mindestens erreichen mĂŒssen und was Ihre No-Gos sind. Manchmal kommt man (zumindest) in diesem GesprĂ€ch einfach nicht zusammen, ohne sich zu verbiegen oder gar zu prostituieren. Ausstiegskriterien sind deshalb Kriterien oder UmstĂ€nde, bei deren Eintreten Sie die Verhandlung schlicht und einfach verlassen, also abbrechen. Ihr GegenĂŒber muss spĂŒren, dass Sie nicht alles mit sich machen lassen, dass Sie zu klaren Konsequenzen bereit sind.
Bitte bluffen Sie aber niemals mit Ausstiegskriterien. Das Kommunizieren von klaren Kriterien hat im Regelfall eine eindrucksvolle und nachhaltige Wirkung. Haben Sie einmal mit Ihrem Ausstieg gedroht und machen dann Ihre Drohung nicht wahr, dann sind Sie dauerhaft unglaubwĂŒrdig. Ihre Drohungen, aber auch Ihre Versprechungen, haben dann kein Gewicht mehr.
Der Charme dieses MAMA-Konzepts liegt darin, dass Sie auf eine sehr einfache, strukturierte und schnelle Art und Weise einen Korridor von Optionen und Möglichkeiten fĂŒr die anstehende Verhandlung definieren können. NatĂŒrlich sollten Sie das MAMA-Konzept nicht nur fĂŒr sich selbst und Ihre Ziele anwenden. Vielmehr können Sie mithilfe dieses Konzepts auch die Strategie Ihres Verhandlungspartners analysieren beziehungsweise sich darĂŒber bewusst werden, wie viel oder wie wenig Sie eigentlich von Ihrem Verhandlungspartner wissen.
Was wissen Sie vom Partner?
Welche Ziele oder Positionen kennen Sie von Ihrem Verhandlungspartner? Sind das, was Ihnen jetzt einfĂ€llt, die ersten Forderungen, die Ihr Partner in der Verhandlung gestellt hat, so dĂŒrfte das sein Maximalziel sein. Ist Ihnen das Minimalziel Ihres Verhandlungspartners bekannt? Wissen Sie, welche weiteren Optionen oder Alternativen er hat, vielleicht sogar solche, fĂŒr die er Sie gar nicht braucht?
In den meisten FĂ€llen werden Sie ĂŒber diese Informationen zumindest am Anfang einer Verhandlung nicht verfĂŒgen. Wenn dem so ist, dann wĂ€re es eine sinnvolle Strategie, die nĂ€chsten GesprĂ€che so vorzubereiten, dass Sie die fehlenden Informationen beschaffen können. Folgende Fragen können bei der GesprĂ€chsvorbereitung helfen.
Haekchen2.tif
Checkliste: Vorbereitung kritischer GesprÀche
  • Was will ich idealerweise erreichen (Maximalziel)?
  • Was muss ich mindestens erreichen (Minimalziel)?
  • Wo kann ich meinem GesprĂ€chspartner entgegenkommen (Kompromisspotenzial)?
  • Welche Alternativen habe ich?
  • Welche Alternativen hat der andere?
  • Was wĂ€ren weitere Alternativen (unwichtig, wie wahrscheinlich diese sind)?
  • Was steht fĂŒr mich auf dem Spiel?
  • Was steht fĂŒr meinen GesprĂ€chspartner auf dem Spiel?
  • Welche unfairen GesprĂ€chstaktiken bevorzugt mein GesprĂ€chspartner?
  • Wiederholung: Was ist mein Minimalziel?
Checklisten und FormblÀtter zum MAMA-Konzept finden Sie wie immer zum Ausdrucken unter http://kommunikation.peterbrandl.co...

Table of contents

  1. Vorwort
  2. Ein paar Worte vorab 

  3. SĂ€ule I Grundlagen – verstehen und verstanden werden
  4. SĂ€ule II Beziehungen – Schmiermittel oder Bremsklotz
  5. SĂ€ule III Überzeugen – oder: WofĂŒr mache ich das eigentlich?
  6. SĂ€ule IV Verhandeln – Ausgleich oder mit dem Kopf durch die Wand?
  7. SĂ€ule V Konfliktmanagement – so kriegen Sie die Kuh vom Eis
  8. SĂ€ule VI Strategie und Taktik
  9. Literaturempfehlungen
  10. Über den Autor