
- 16 pages
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eBook - ePub
About this book
Der groĂe liberale Denker John Stuart Mill zeigt in einem Leserbrief von 1850, dass die Kritik an der Sklaverei und der Kampf gegen die UnterdrĂŒckung der Schwarzen nicht als eine philanthropische GefĂŒhlsregung verkĂŒrzt oder missdeutet werden sollte. Bei der Frage nach der Sklaverei gehe es - gewissermaĂen Pars pro Toto - ums Ganze, nĂ€mlich darum, ob sich das Recht als ein universales Recht durchsetzt, nach dem Gleiches nicht ungleich behandelt werden darf.
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Information
John Stuart Mill
Die Negerfrage
Die Negerfrage
Leserbrief
Sir,1
die im vorigen Monat erschienene Ausgabe Ihrer Zeitschrift enthĂ€lt eine Rede gegen die »Rechte von Negern«, deren vorgetragene Ăberzeugungen und deren Geist nicht unwidersprochen bleiben sollten. Der Autor verkĂŒndet seine Meinungen oder besser gesagt VerfĂŒgungen unter imposanten Vorzeichen: keinen geringeren nĂ€mlich als denen der »unsterblichen Götter«. »Die Gewalten«, »die SchicksalsmĂ€chte« lassen durch ihn nicht nur verlauten, was sein wird, sondern auch, was getan werden soll; worĂŒber sie »eine Entscheidung getroffen haben, ihr ewiges Parlamentsgesetz erlassen haben«. Das bedeutet zu reden »wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat«, aber von wem hat er diese Vollmacht? Wenn wir aufgrund der Beschaffenheit der Botschaft ĂŒber die urteilen dĂŒrfen, von denen sie stammt, dann hat er sie nicht von irgendwelchen MĂ€chten, denen gerechte oder gute Menschen Gefolgschaft geloben. Dieses sogenannte »ewige Parlamentsgesetz« ist kein neues Gesetz, sondern das alte Gesetz des StĂ€rksten â ein Gesetz, gegen das die groĂen Lehrer der Menschheit zu allen Zeiten protestiert haben. Es ist das Gesetz der Gewalt und der Gerissenheit; das Gesetz, nach dem jeder, der stĂ€rker ist als ein anderer, der »geborene Herr« dieses anderen ist, wĂ€hrend der andere als sein »Diener« geboren ist, der fĂŒr ihn »zur Arbeit gezwungen« werden muss mit »wohltĂ€tiger Peitsche«, wenn »andere Methoden nicht erfolgreich sind«. Ich kann nichts Göttliches in dieser VerfĂŒgung erkennen. Wenn »die Götter« dies wollen, ist es die erste Pflicht der Menschen, solchen Göttern Widerstand zu leisten. AllmĂ€chtig sind diese »Götter« nicht, denn MĂ€chte, die menschliche Tyrannei und Ungerechtigkeit verlangen, können ihre Ziele nicht ohne die Mitwirkung von Menschen erreichen. Die Geschichte des menschlichen Fortschritts ist der Bericht von einem Kampf, in dem diesen böswilligen MĂ€chten Zoll fĂŒr Zoll Boden abgerungen und immer mehr menschliches Leben von der widerrechtlichen Herrschaft des Gesetzes der StĂ€rke befreit worden ist. Ein groĂer, ja sehr groĂer Teil dieser Arbeit bleibt noch zu tun; aber der Fortschritt, der bei ihr gemacht wurde, ist die beste und gröĂte Errungenschaft, die von der Menschheit bisher erzielt wurde, und es war in diesem Weltzeitalter kaum zu erwarten, dass uns auferlegt werden sollte, dies durch eine groĂe Reform der menschlichen Angelegenheiten rĂŒckgĂ€ngig zu machen.
Unsere Zeit leidet, wie es scheint, an einer höchst verderblichen Krankheit, die alles befĂ€llt, was in ihr geschieht, und fĂŒr die das Verhalten dieses Landes gegenĂŒber den Negern ein hervorstechendes Symptom darstellt: die Krankheit der Philanthropie. »Versunken in tiefen Schaum-Ozeanen von GĂŒte, BrĂŒderlichkeit, dem Emanzipationsprinzip, christlicher Menschenliebe und in anderem höchst liebenswert erscheinenden, aber haltlosem und letztendlich unheilvollem und völlig irrefĂŒhrendem Gerede«, hervorgebracht von »Herzen, denen jede ernsthafte FĂŒhrung fehlt und die nicht glauben, dass es jemals eine gab, christlich oder heidnisch«, ist die »menschliche Gattung« »dazu verurteilt, bloĂ noch an rosarote GefĂŒhlsduselei zu glauben«. Zu dieser angeblichen Lage der menschlichen Gattung werde ich gleich noch etwas sagen. ZunĂ€chst muss ich jedoch gegenĂŒber meinem antiphilanthropischen Gegner eine Tatsache richtigstellen. Er versteht die groĂe nationale Erhebung des Gewissens dieses La...
Table of contents
- John Stuart Mill â Die Negerfrage
- Anhang