1 GRUNDLAGEN FĂR DIE PRAXIS
Multichannel-Marketing
Homepage
Onlineshop
Onlinewerbung
E-Mail-Marketing
Social Media-Marketing
Mobile Marketing
INHALT
Multichannel-Marketing
KommunikationskanÀle geschickt kombinieren
Wann Sie eine Onlineagentur einsetzen sollten
Welche Foren sind interessant?
Homepage
Das Content-Management-System
Wie sieht eine Landing-Page aus?
Usability: Die einfache Handhabung
Blogs, RSS und Podcast
Onlineshop
Welches Shopsystem kommt in Frage?
Die juristischen FuĂangeln eines Onlineshops
Onlinewerbung
Targeted Advertising
Suchmaschinen-Marketing â Das neue Direktmarketing
SEO: Suchmaschinen-Optimierung
Mit Performance-Marketing erfolgsbasiert werben
Affiliate-Marketing ist Werbung ohne Risiko
Online-Pressearbeit bringt nachhaltigen Erfolg
Web-Analytics â Erfolgskontrolle mit Kennzahlen
E-Mail-Marketing
Wie sieht eine juristisch korrekte Einwilligung aus?
12 Wege, um mehr E-Mail-Adressen zu gewinnen
Wie wird ein professioneller Newsletter gestaltet?
Social Media-Marketing
Mit 8 Schritten ins Social Web
Social Media Monitoring
Wie funktioniert Viral Marketing?
Mobile Marketing
Was bedeutet Mobile Marketing fĂŒr den stationĂ€ren Handel?
Warum ist Augmented Reality ein wichtiges Thema
1 GRUNDLAGEN FĂR DIE PRAXIS
In diesem Teil werden die Grundlagen fĂŒr die Praxis nĂ€her erlĂ€utert, wĂ€hrend im zweiten Teil mit speziellen BeitrĂ€gen in die Tiefe gegangen wird. Hier erfahren Sie die wichtigsten praxisrelevanten Hinweise fĂŒr die Umsetzung einer einfachen Online-Marketingstrategie.
Multichannel-Marketing
Das Internet spielt heutzutage bei allen Entscheidungsprozessen eine Rolle, bei denen Informationen benötigt werden. Fast alle Internetnutzer googeln vor Kaufentscheidungen im Web nach Produktinformationen. Das bedeutet jedoch nicht zwingend, dass der gesamte weitere Prozess online erfolgt â im Gegenteil. Im Online-Marketing setzt sich zunehmend das Konzept der âCustomer Journeyâ durch. Dahinter steckt die Idee, dass es keine reinen Online- und fast keine reinen OfflinekĂ€ufer mehr gibt. Immer mehr â nicht nur junge â Menschen beziehen das Internet ganz selbstverstĂ€ndlich in Entscheidungsprozesse mit ein, die am Ende zum Kauf eines Produkts fĂŒhren. Dabei lassen sich fĂŒnf Phasen oder Stationen unterscheiden.
Konzept der âCustomer Journeyâ setzt sich durch
Abb.1: Die âCustomer Journeyâ von der BedĂŒrfnisweckung zum Kauf
Phase 1: Inspiration
In der Phase der BedĂŒrfnisweckung spielte das Internet bisher eher eine geringe Rolle. Fernsehen, Zeitschriften oder GesprĂ€che mit Bekannten sind die ĂŒblichen Ideengeber fĂŒr neue WĂŒnsche. Zunehmend ist jedoch auch der Austausch mit Freunden ĂŒber das Social Web in dieser Phase entscheidend. âDie neue Empfehlungsgesellschaftâ ist der Titel eines meiner BuchbeitrĂ€ge im Leitfaden WOM-Marketing. Die Schlussfolgerung dieses Artikels ist, dass es ĂŒber das Social Web relativ einfach ist, Empfehlungen bequem an viele Freunde gleichzeitig weiterzuleiten. Wer interessante Produkte hat, profitiert von dieser Entwicklung. Die Firma Apple macht es vor. Sobald ein neues Produkt auf den Markt kommt, diskutiert die gesamte Netzgemeinde darĂŒber.
Phase 2: Interesse
97 Prozent aller Nutzer googeln nach Produktinformationen
Sobald das Interesse geweckt ist, springt das Internet ein: 97 Prozent aller Nutzer googeln nach Produktinformationen. Wer es in dieser Phase schafft, ins Blickfeld eines Interessenten zu kommen, hat die erste HĂŒrde genommen. Ebenso wichtig sind auch Preis- oder Produktvergleichsplattformen. Diese enthalten oft weit mehr Informationen ĂŒber Produkte als die Homepages der Hersteller oder HĂ€ndler.
Phase 3: Wunsch
Wer falsche Erwartungen weckt, erntet negative Kommentare
Sobald der Wunsch nach einem konkreten Produkt besteht, ist die Homepage des Unternehmens meist die erste Anlaufstelle und sollte daher die beste Informationsquelle sein. Unternehmen kann man nur raten, sĂ€mtliche verfĂŒgbaren Informationen ĂŒber ein Produkt auf die Homepage zu stellen. Dazu gehören vergröĂerungsfĂ€hige 360-Grad-Fotos, Videos, Testberichte und positive wie kritische Kommentare. LĂŒgen haben kurze Beine. Wer falsche Erwartungen weckt, erntet nur noch mehr negative Kommentare.
Phase 4: AnstoĂ
Hier sitzt im Moment das gröĂte Problem: Ein Interessent war eine halbe Stunde lang auf der Homepage und hat sich informiert. Das Interesse ist zwar da, aber man möchte noch einmal eine Nacht darĂŒber schlafen. Hier verlieren Unternehmen den Kontakt und sehen viele Kunden nicht wieder. Dabei gibt es mit Retargeting und Behavioural E-Mail durchaus Möglichkeiten, diesen Interessenten auch am nĂ€chsten Tag einen sanften AnstoĂ zu geben. Die Konversionsraten solcher MaĂnahmen sind enorm und fĂŒhren in einem Viertel der FĂ€lle zu einem Kauf, der ansonsten nicht oder woanders stattgefunden hĂ€tte.
Phase 5: Kauf
Multichannel-KĂ€ufer sind die interessantesten
Gekauft wird nur in wenigen FÀllen sofort nach Phase 1 oder 2. Und es wird noch komplizierter: Der Kauf findet in vielen FÀllen gar nicht online, sondern in einer Filiale statt. Beides, der zeitliche wie auch der rÀumliche Versatz stellen Unternehmen vor unlösbare Probleme, den Einfluss der OnlineaktivitÀten am Kauf nachzuweisen. Untersuchungen belegen jedoch ganz klar, dass Multichannel-KÀufer die interessantesten sind. Sie kaufen deutlich hÀufiger als Menschen, denen ein Unternehmen nicht in allen Phasen der Customer Journey mit Angeboten zur Seite steht.
Multichannel: KommunikationskanÀle geschickt kombinieren
Multichannel oder Crossmedia bezeichnet die Tatsache, dass eine Werbekampagne ĂŒber verschiedene Medien kommuniziert wird. Die Medien werden dabei so aufeinander abgestimmt eingesetzt, dass die Leitidee der Kampagne in jedem Medium wiedererkennbar ist. Durch den Einsatz verschiedener KommunikationskanĂ€le lĂ€sst sich mit gleichem Budget eine höhere Werbewirkung erreichen.
Internet als RĂŒckkanal nutzen
Heute gibt es fast keine Werbekampagne mehr, bei der nicht auch das Internet eine Rolle spielt. Nicht zuletzt bewirkt fast jede Kampagne auch Anfragen bei Suchmaschinen. Wenn also die entsprechenden Stichworte nicht als Textanzeigen gebucht sind, verpufft ein Teil der Kampagne wirkungslos. Oft wird das Internet auch als RĂŒckkanal eingesetzt, ĂŒber den man sich registrieren oder sonst irgendwie beteiligen kann. In Zukunft werden mobile EndgerĂ€te diese Rolle ĂŒbernehmen.
Im Direktmarketing wird heute meist der Versand von Mailings und Katalogen durch E-Mail-Marketing unterstĂŒtzt. Newsletter ergĂ€nzen die klassische Printkommunikation. Immer mehr stationĂ€re HĂ€ndler bieten auch eine Bestellmöglichkeit an und VersandhĂ€ndler experimentieren mit stationĂ€ren Filialen. Eine besondere Rolle wird die Kombination von Social Web mit Lokalisierungsdiensten wie Foursqare, Skype oder Facebook Places bieten. StationĂ€re HĂ€ndler profitieren hier von der zunehmenden Verbreitung von Smartphones. Digitale Gutscheine werden auch immer wichtiger fĂŒr die Neukundengewinnung.
Dialog mit dem Interessenten findet online statt
Bei immer mehr Kampagnen ĂŒbernimmt Online-Marketing eine tragende Rolle. Klassische Werbung wird eingesetzt, um Reichweite und Aufmerksamkeit zu erzielen. Der Dialog mit dem Interessenten findet jedoch online statt. Diese Einbeziehung des Verbrauchers in einen echten Dialog mit der Marke oder dem Produkt ist eine der groĂen Herausforderungen an Online-Marketer. Viele Dialoge finden heute in den Communities des Social Web statt. Oft sind die Unternehmen daran gar nicht mehr beteiligt. Social Media Monitoring gehört zu den neuen tĂ€glichen Pflichten der Serviceabteilungen.
Crossmedia bedeutet auch, dass Kampagnenmaterial medienĂŒbergreifend zur VerfĂŒgung gestellt wird. Einheitliche Logos und Zeichen, Schrifttypen, Farben und Formen sind klar definiert und bequem abrufbar. Je offener Unternehmen Material bereitstellen, desto mehr werden nicht nur HĂ€ndler sondern auch Verbraucher selbst dieses Material nutzen und weiterverbreiten. Auch gut gemachte Werbefilme spielen hier eine Rolle.
Wann Sie eine Onlineagentur einsetzen sollten
Vieles im Online-Marketing kann man selbst machen. Es gibt Homepage-BaukÀsten, Bannertauschprogramme und massenhaft kostenlose Software. Sie sollten trotzdem besser eine Agentur einschalten. Der Grund: Im Internet ist das Wissen von letztem Jahr heute schon lange wieder veraltet. Die Erfahrungen eines darauf spezialisierten Dienstleisters sind angesichts der schnellen Entwicklung Gold wert. Das Problem: Wenn Sie alles selbst machen, sind Ihnen Ihre Mitbewerber immer eine NasenlÀnge voraus. Eine gute Webagentur macht den ganzen Tag nichts anderes, als sich mit Web-Applikationen zu beschÀftigen. Sie dagegen machen das nebenher.
In der Vergangenheit gab es leider einige klassische Werbeagenturen, die etwas HTML gelernt haben und dann ihren Kunden schlecht gemachte Homepages fĂŒr teures Geld verkauft haben. Wer heute noch mit solch einer Agentur zusammenarbeitet, muss fĂŒr jede kleine TextĂ€nderung gleich einen Auftrag schreiben und eine Rechnung begleichen. Dabei geht es viel einfacher: So kann Ihnen eine Agentur Templates fĂŒr ein Content-Management-System auf Typo3-Basis fĂŒr Ihre Homepage einrichten. Da gibt es keine laufenden Kosten und Sie können alle Texte selbst schreiben, indem Sie sich einfach einloggen und ohne HTML-Kenntnis drauf los schreiben. So stimmt zumindest die Grafik, auch wenn die Texte nicht perfekt sind. Aber vielleicht kennen Sie ja einen guten Texter â der muss aber nicht unbedingt aus der Agentur sein, dessen Kernkompetenz die Typo3-Programmierung ist.
Jetzt sollte Ihre Seite auch noch gefunden werden. Ein bisschen Suchmaschinen-Optimierung können dabei alle. Wenn Sie aber knallhart Produkte online verkaufen wollen, brauchen Sie mehr. Eine darauf spezialisierte Performance-Marketing-Agentur kann zielgerichtet Lead-Generierung betreiben und weiĂ, wann SEO und wann SEM besser sind. AuĂerdem erhalten Sie Tipps, ob nicht auch noch Affiliate-Marketing Sinn macht. Vielleicht kommt bei der von Ihnen anvisierten Zielgruppe auch eine Standalone-Mail an angemietete Adressen in Frage. FĂŒr solche Fragen brauchen Sie Spezialisten, denn Ihre Designagentur ist damit hoffnungslos ĂŒberfordert. Selbst eine durchschnittliche Onlineagentur kann da schnell viel Geld verbrennen und erzĂ€hlt Ihnen hinterher, warum das alles gar nicht gut gehen konnte.
Gute Suchmaschinen-Agenturen sind derzeit mehr als ausgelastet. Wenn eine solche Agentur es also nötig hat, Kaltaquise zu betreiben, sollten Sie stutzig werden. Der Bundesverband BVDW hat eine Reihe von QualitĂ€tskriterien aufgestellt. Die beim Verband zertifizierten Agenturen erfĂŒllen diese Kriterien. Und Sie können sicher sein, dass Ihre Seiten nicht irgendwann aus dem Google-Index verschwinden, weil Ihre Agentur unseriös gearbeitet hat.
Newsletterversand ĂŒber zertifizierte Server
Auch beim Thema E-Mail im Online-Marketing gibt es ganz spezielle Erfahrungen. Sowohl zur Versandtechnik wie auch zu Adressgenerierung und Gestaltung von Newsletter und E-Mailing. Nutzen Sie Expertenwissen. Ăblicherweise wird der Versand eines Newsletters sowieso von darauf spezialisierten Technik-Dienstleistern, den E-Mail-Marketing-Service-Providern, durchgefĂŒhrt. Sie sollten auch darauf achten, dass der Versand nur von zertifizierten Servern aus lĂ€uft. Hier finden Sie eine Liste von solchen Servern: http://www.certified-senders.eu/csa_html/de/273.htm.
Zusammenfassend sollten Sie fĂŒr folgende Bereiche zu Spezialagenturen gehen:
âą Grafisches Design der Homepage: Designagentur oder auch Onlineagentur.
âą Usability-Konzept der Homepage: Onlinea...