Konstruktion einer Stadt
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Konstruktion einer Stadt

Versuche

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Konstruktion einer Stadt

Versuche

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"Dieses Buch schrieb ich im Bauch von Berlin, als die Stadt noch ein ummauertes, gefesseltes Tier war.Wenn man die Augen schloss, konnte man sein trauriges Knurren hören. Wenn ich an meine Berliner Winter denke, umschließt mich ein körperloses Grau, in dem nichts leichter fĂ€llt als sich zu verlieren. Was ich schrieb, waren wohl Protokolle des Verlusts. Ich veröffentliche meine tastenden Protokolle vom Nichtbegreifen des Tiers der Stadt mit großer VerspĂ€tung, jetzt, wo das alte Westberlin als ChimĂ€re am Horizont verdĂ€mmert."Wolfgang Hermann legt mit Konstruktion einer Stadt Versuche vor, eine Stadt - Berlin - flanierend, beobachtend, trĂ€umend zu vermessen. Hermann ist kein einfacher Beobachtender, er ist ein mĂ€andernder Requisiteur poetischer Miniaturen, die er - selbst staunend - in den Fundus der Wahrnehmungen urbaner AlltĂ€glichkeit aufnimmt und so zu bewahren hilft.

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Information

Publisher
Limbus Verlag
Year
2015
Print ISBN
9783902534279
eBook ISBN
9783990390573
 
Dieses Buch schrieb ich im Bauch von Berlin, als die Stadt noch ein ummauertes, gefesseltes Tier war. Wenn man die Augen schloss, konnte man sein trauriges Knurren hören. Wenn ich an meine Berliner Winter denke, umschließt mich ein körperloses Grau, in dem nichts leichter fĂ€llt als sich zu verlieren. Was ich schrieb, waren wohl Protokolle des Verlusts. Ich trĂ€umte viel in dieser Stadt, TrĂ€ume vom Geborgensein wie im Bauch eines schlafenden Tiers. Es waren TrĂ€ume der Unruhe, ich trĂ€umte sie auf langen Fußwegen durch die zersplitterte Topographie einer verwundeten Stadt, von den Saumwegen entlang verrottender Bahnlinien hinaus an die Randzonen, wo die FernglĂ€ser des Wachpersonals des anderen Deutschlands warteten. Ich veröffentliche meine tastenden Protokolle vom Nichtbegreifen des Tiers der Stadt mit großer VerspĂ€tung, jetzt, wo das alte Westberlin als ChimĂ€re am Horizont verdĂ€mmert.
 
Namen
und sie leben in ihren Leibern wie in unbekannten HĂ€usern welk und stumm und sie haben sie in Gebrauch wie ein StĂŒck Holz wie Eisen wie Asche und sie gehen hierhin und sie gehen dorthin das Holz zu spalten das Eisen zu behauen die Asche zu streuen, so haben sie sich selbst in Arbeit, als Leib, als Kran, als Wasserschlauch, als Leibeigene. Was ĂŒber all dem geschieht – das alles hat Namen, aber keiner will von denen wissen –, wie sie sich in Gebrauch haben, wie sie Buch fĂŒhren, wie sie Ziffern zu Ziffern zĂ€hlen und andere von ihnen abziehen und nach Maßen HĂ€user errichten, in denen sie als Körper wohnen mit Augen und Ohren oder ohne Sichtbares und ohne Hörbares. Was dem an UnzĂ€hlbarem hinzukommt verkennend, so leben sie, oder aber sie zĂ€hlen es hinzu, haben eigene Namen und MĂ€nner und Frauen fĂŒr dies und jenes, aber die Namen betrĂŒgen sie nicht, die kommen wieder als schlechtes Geschick, als UnglĂŒck oder als Menschenfalle. Aber sie unterscheiden nicht zwischen Kehle und Stimme, zwischen Arm und Gewicht, und sie wissen nicht von Innen und Außen des Körpers. So leben sie, Spiegel in den Augen, und atmen Rauch und trĂ€ge Luft aus SchĂ€chten und fĂŒllen ihre MĂŒnder mit unerkennbarer Nahrung und mit Teilen aus Zungen und Gerede und Nachgeahmtem. Wie im Schlaf sprechen sie, und sie sagen es ist gut, sie sagen gut gut sprich nur sprich, und sie haben keine Augen zu sehen aber sie geben vor zu sehen und keine MĂŒnder aber sie sprechen öffnen SchĂ€chte schließen GefĂ€ĂŸe. Nach allen Seiten suchen sie die AusgĂ€nge aus diesem Leben, das nicht das ihre ist. Klopfen alle WĂ€nde ab nach der Möglichkeit der Flucht. Finden nichts als HĂ€nde, die an den WĂ€nden klopfen, ihre eigenen HĂ€nde, im Leeren. Sie haben sich in ihr Leben verrannt wie in einen dunklen Tunnel. Niemand kennt den Ausgang. Sie leben mit gestundetem Wissen, blind, taub, öffnen TĂŒren ohne Sinn. Eines Tages verharren sie, sehen sich um, sie werden nicht mehr sprechen. So denken sie und hören doch nicht auf zu sprechen, in allen Sprachen delirieren sie. Sie sagen ‚Ich wohne in Stadtstadt‘, sie sagen ‚Mir ist als ob‘, sie sagen ‚Ich bewohne ein Haus‘, sie sagen ‚Meine Frau heißt‘, sie sagen ‚Meine Frau hat einen Namen‘, und sie schweigen den Namen, schweigen ihren Körper und die Dinge, die durch ihren Körper gehen, sie schweigen ihr Leben, das ein Kreis ist, ein GefĂ€ĂŸ ohne Henkel. ‚Wenn ich das Haus verlasse, sieht die Welt aus, als hĂ€tte ich sie noch nie gesehen‘: so sprechen sie mit ihren Zungen und MĂŒndern, andere haben Ohren und nicken. Das alles geschieht vor den Augen aller.
Die Poren verstopft wagen sie sich nicht aus ihren kleinen HĂ€usern. Sterben vor Angst, das ist Gesetz. Lieber Maus sein als einmal freien Wind atmen. Und was sagen sie? Sie sagen ‚Beim Friseur fĂŒhle ich mich am wohlsten‘, sie sagen ‚Jeder seines GlĂŒckes Schmied‘ und gehen an die Arbeit, körperlos in Körpern, blutleer in der Lache ihres Blutes, Stachel im Herzen. So haben sie sich ihre Eingeweide verdorben, die Krankheit der Vergiftung ist gekommen und bei ihnen geblieben. Sie hat alles in ihnen umgekehrt, aus Rot ist Weiß geworden, aus dem Leben der HĂ€nde ist die Fallsucht entstanden, und mit dem Widerhaken des Geschlechts haben sie ihr Blut zerstört. Sie trĂ€umen von allem, was sich wiederholt, sich umkehrt, sie trĂ€umen davon, dass ein Ding mit einem andern ĂŒbereinstimmt, und schon fallen sie, haben keine Zeit nach dem Rechten zu sehen. So sind sie von Geheimnissen umgeben, ein Geheimnis ist ins andere gelegt, eine TĂŒr öffnet sich und ein neues Geheimnis entströmt, und wenn sie schlĂ€frig in der BĂ€ckerei die Form einer Frau ausmachen, so sind sie wie erweckt und die Verwandlung macht aus ihnen einen andern. Und was nachgeahmt ist in Körpern als Stempel, als Blume, als Töpferei oder Form menschlichen Abdrucks, es wĂ€chst ihnen entgegen, Wildwuchs erstaunten Wiedererkennens. Im Traum sehen sie SĂŒmpfe, Dschungel, Geflechte, Ungeheuer, sie schlagen jemanden, sie erwachen, sie fragen ‚Warum bin ich hier‘, sie verstehen nicht, aber es muss etwas mit Gott zu tun haben, dem namenlos Beispielgebenden. Und sie ĂŒbertreiben, um das Maß wiederzufinden, sie sagen ‚So groß‘, sie zeigen es und meinen die HĂ€lfte. Das Maß, fragen sie selbst, welches ist es, sie haben Halterungen, GefĂ€ĂŸe, in welche sie alles gießen, und der Stempel ist die Form. Aus solchen Berechnungen, VervielfĂ€ltigungen von Stufen und aus Gewohnheit entsteht der Mann, die Frau, und jeder wohnt in der einen oder andern HĂŒlle, sei es Mann oder Frau. Und sie ahmen HĂ€user nach, mit Tisch, Wiege und Bett, und das Fernsehen bringt ihnen abends den Bescheid. Sie sind die Zimmerleute ihres eigenen Bluts und dessen ihrer Kinder und wo ein Name genannt wird, da folgt Verstehen.
Ein Freund
Es ist Winter und die BĂ€nke in den U-Bahn-Stationen am Hauptbahnhof fĂŒllen sich. Obdachlose sitzen mit hĂ€ngenden Köpfen beisammen. Sie haben raue Stimmen und wenn sie lachen, fĂŒrchten sich die Kinder. Eine Flasche Schnaps geht von Mund zu Mund. Die Passanten halten ein paar Schritte Abstand zur Bank der Obdachlosen. Sie schauen vor sich hin.
An einer SĂ€ule beim Treppenaufgang lehnt ein Schwarzer mit roter MĂŒtze und leuchtenden Augen. Er redet mit sich selbst, zeigt mit dem Finger auf sich, schlĂ€gt sich selbst auf die Wange. Seine Augen blitzen. Die Passanten schauen an ihm vorbei.
Die meisten starren vor sich hin. Sie wirken erschöpft. Es ist Wochenanfang und die Arbeit steht den Menschen ins Gesicht geschrieben. Am Wochenende haben sie andere Augen. Sie sind nicht unbedingt glĂŒcklicher. Aber sie haben mehr Raum.
Auf den Straßen um den Hauptbahnhof herrscht großes GedrĂ€nge. Die Intervalle der Ampeln sind fĂŒr die FußgĂ€nger so kurz, dass sie einander anrempeln. Man hört kurze, zischende FlĂŒche. Ein eiskalter, rauer Wind weht den ganzen Tag um die glatten, unverbunden stehenden HochhĂ€user des Bahnhofsviertels. Alles ist abweisend und kalt und es gibt keinen Mantel, der gegen die KĂ€lte schĂŒtzt. Das Schwerste ist, in dieser großen Unruhe einen einzigen Gedanken zu verfolgen. Die Gesichter der VorĂŒbergehenden sind ganz eingenommen von der Rauheit und Hektik dieser Zone, Blitze anstelle von Blicken, Gemurmel, Wortfetzen. Es ist unmöglich, mit den Gedanken bei einer Sache zu bleiben, und so ist es am besten, man fĂ€ngt erst gar nicht damit an.
Man schiebt einander in das Pressezentrum und in die Kioske, wo man dann nicht mehr weiß, was man kaufen wollte. Die VerkĂ€ufer dort sind unfreundlich und murren, wenn man einen Augenblick zögert. Manchmal Ă€ffen sie einen sogar nach. So ist es mir heute Morgen ergangen, als ich nicht sofort den Namen der Zeitung wusste, die ich lese.
*
Auf den kahlen Ästen der Pappeln vor meinem Fenster hocken regungslos KrĂ€hen. Von Zeit zu Zeit putzen sie ihre Federn, geben ihren metallischen Schrei von sich. Die Pappeln wiegen sich leicht im Wind.
Die KrÀhen, wie sie regungslos dahocken im Winterwind, mit ihrem ins Gefieder wie in einen Pelzmantel gesunkenen Kopf, haben etwas von der stoischen Ruhe von sibirischen Tartaren. Zumindest stelle ich mir die Tartaren so vor.
*
Wenn ich die Wohnung verlasse, stecke ich ein Taschentuch in meine Manteltasche. Die Menschen, die nach Arbeitsschluss aus den U-Bahn-SchĂ€chten strömen, haben erschöpfte Gesichter. Ihre Augen sind matt. Immer weht ein Wind in diesen SchĂ€chten. Man ist versucht, seine Ohren mit den HandflĂ€chen zu schĂŒtzen.
Wenn der Bahnsteig ĂŒberfĂŒllt ist, stehe ich am liebsten an der Kante und sehe den kreuz und quer zwischen den Schienen rennenden MĂ€usen zu. Es hat Tage gegeben, da wĂ€re ich gerne eine von diesen MĂ€usen gewesen.
Seit Monaten wird es nicht mehr hell in der Stadt. Meine Fenster liegen in der vierten Etage. Sie gehen auf einen Kindergarten hinaus. Im Winter sind dort die Fensterscheiben mit Weihnachtssternen und ChristbÀumen beklebt. Man sieht die Kinder aufgeregt hin- und herhuschen.
*
Ich bin vor Kurzem siebenundzwanzig geworden. Ich lebe noch nicht lange in der Stadt, ein Jahr, zwei Jahre vielleicht, nicht lĂ€nger. Und doch erinnere ich mich kaum noch, wie es war, bevor ich hier lebte. Die allgegenwĂ€rtige Dunkelheit dieser Stadt schließt einen von allem Übrigen ab. Lichter von Wagen, Autobussen, graue Gesichter, die aufblitzen, verschwinden. Man ist in diese Augenblicke geschlossen wie in einen KĂ€fig, sie wechseln stĂ€ndig und bleiben doch dieselben.
Letzte Nacht wurde ich von einem Winseln geweckt. Ich ging ans Fenster und sah einen alten Hund bei der Pappel vor meinem Fenster. Er schlotterte, winselte immer leiser, rollte sich schließlich zu einem BĂŒndel zusammen. Jemand muss den Hund ausgesetzt haben. Oder man hat ihn verloren und der Hund war zu alt um zurĂŒckzufinden. Er wĂŒrde erfrieren, wenn man ihn nicht fĂ€nde.
Als ich am Morgen aus dem Fenster sah, war der Hund verschwunden.
Mittags sitze ich bei elektrischem Licht an meinem kleinen Tisch. Manchmal denke ich, ich bin auf eine Forschungsstation im Hohen Norden verbannt. Man muss einen Grund haben, hier zu leben. Ist es anderswo besser? Ich habe vergessen, wie es anderswo ist.
Seit ich morgens nicht mehr zur Arbeit gehe, bin ich oft ratlos, wie ich meinen Tag verbringen soll. Ich nehme die U-Bahn, fahre irgendwohin. Ich nehme mir vor, am Stadtrand zu wandern. Aber die grauen Gesichter der U-Bahn, die hĂ€ngenden MĂŒnder, die glĂ€sernen Blicke erschöpfen mich und der Mut verlĂ€sst mich. Ich steige frĂŒher aus, gehe auf einer zugigen Straße, im Fluss der brausenden Wagen.
Man kann nirgends stehen bleiben, in kein Schaufenster schauen, der Wind schneidet ins Gesicht, die Ohren schmerzen. Ich gehe in ein CafĂ©, wĂ€rme meine HĂ€nde, meine Beine auf. An den Tischen sitzen alte Frauen, sie haben ihre HĂŒte auf, zwei und zwei je Tisch, manche sind allein, schauen verloren aus dem Fenster. Es ist ein CafĂ© wie am Ende der Zeit, nur trĂ€umende Frauen, sie reden von ihren verstorbenen MĂ€nnern, von ihren Enkeln, die weit weg sind. Ich verbrĂŒhe mir die Zunge an meinem Tee, ich trinke zu hastig. Der Schmerz ist gut, er erinnert mich daran, dass ich lebe. Es ist leicht, darauf zu vergessen.
*
Ich kenne jemanden, den ich besuchen könnte. Er malt Bilder, den ganzen Tag, in einer kleinen Wohnung in einem Viertel, in dem es fast nur Fabriken gibt. Der Mann, der Bilder malt, ist ein guter Mensch. Er ist Italiener, lebt seit mehr als zwanzig Jahren in der Stadt. In all der Zeit hat er seinen italienischen Akzent nicht verloren.
Er ist als Fabriksarbeiter gekommen, hat in der großen Fabrik am Stadtrand gearbeitet. Er ist fĂŒnfzig Jahre alt, er ist klein und an seiner Bescheidenheit merkt man, dass er sich selbst nicht glauben kann, dass er nicht mehr in die Fabrik muss. Seit fĂŒnf Jahren malt er, Tag fĂŒr Tag. Als jemand ein großes Bild von ihm gekauft hat, hat er in der Fabrik gekĂŒndigt. Morgens wacht er auf und macht sich fertig fĂŒr die Fabrik. Aber er muss nicht mehr in die Fabrik, er kann es kaum glauben. Er erinnert sich an jeden Handgriff am Fließband, seine HĂ€nde erinnern sich, sein RĂŒcken, seine Augen erinnern sich, er wird die stumpfen eintönigen Bewegungen niemals los. Er ist glĂŒcklich, jeden Tag, er lebt von der Freude, nicht mehr in die Fabrik zu mĂŒssen, den ganzen Tag vor der Leinwand verbringen zu dĂŒrfen. Er hat ein schönes LĂ€cheln, es kommt von innen, still und bescheiden.
Er hat mir seine Bilder gezeigt. Er malt historische Landschaften, Landschaften aus einem Traum, mit Figuren, die sich in ihnen verlieren. Er sitzt viele Monate an einem Bild, malt Grashalm fĂŒr Grashalm, eine Szene aus dem Mittelalter Italiens, gesehen von einem modern gekleideten Paar irgendwo versteckt am Bildrand. Er spricht einfach und klar ĂŒber seine Arbeit, und dann lĂ€chelt er. Meist sind es Auftragswerke fĂŒr einen italienischen Sammler, auch Familienbilder, Mann und Frau mit Kindern, wie vor Erfindung der Fotografie. Mir wird warm, wenn ich an den Maler denke. Ich weiß, dass mein Besuch ihn von der Arbeit abhalten wĂŒrde. Er wĂŒrde mich mit einem LĂ€cheln empfangen, und aus Bescheidenheit wĂŒrde ...

Table of contents

  1. Titel
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9
  11. 10
  12. 11
  13. 12
  14. 13
  15. Autor
  16. Impressum

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