Der Bunker
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Der Bunker

Roman

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Der Bunker

Roman

About this book

"Der Bunker ist mein Lebensscharnier. Ohne ihn wäre ich nicht in die Eifel gekommen."Er galt als das bestgehütete Geheimnis der Bundesrepublik: der Bunker der Bundesregierung. Abgeschirmt von der Öffentlichkeit, tief in den Weinbergen an der Ahr, plante man den Fall "Rot". Ein neunzehn Kilometer langes Tunnelsystem war bereit, im Ernstfall den führenden Politikern des Landes Zuflucht vor dem Atomkrieg zu bieten. Von hier aus sollten zehntausend Beamte Deutschland weiterregieren. Als Reporter hat sich Michael Preute im Jahr 1983 aufgemacht, um die Geheimnisse dieses Bauwerks zu lüften. Er kam in die Eifel und ging nicht mehr von hier fort. Er wurde zu Jacques Berndorf, dem meistgelesenen deutschen Kriminalschriftsteller. Dieses Buch erzählt die faszinierende Geschichte eines Mannes auf Spurensuche. Eine, die ihn tief in die Unterwelt führte und unvorstellbar absurde Details deutscher Geschichte zutage förderte. Das Buch war im Jahr 1984 buchstäblich der Geburtshelfer für die erfolgreichste Regionalkrimireihe aller Zeiten: der Eifel-Krimis von Jacques Berndorf.

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Der dritte Bunker

6. Dezember 1983

Sich erneut in den Dunstkreis eines Bunkers oder der Idee eines Bunkers zu begeben, war ganz einfach. Peter hatte angerufen und gesagt, dass er mit vielen Buchhändlern überall in der Bundesrepublik gesprochen habe. »Die Leute warten auf überzeugende Sachen. Sie warten halt mal wieder auf so einen richtigen Knüller. So etwas fehlt. Und der Bunker der Bundesregierung ist sicherlich ein sehr gutes Thema.«
»Das ist aber verflucht schwer, derartige Erwartungen zu erfüllen. Gute Texte sind selten.«
»Versuch es und gehe an den Bunker ran.«
Ich fuhr um drei Uhr nachmittags in München los, das Wetter war grau, mit gelegentlichem Regen, Bayern 3 versprach Schnee in den Regen. Der EG-Gipfel in Athen tagte, der Sprecher sagte, dass man wenig Hoffnung habe, Europa dort zu retten. Europa werde Weihnachten pleite sein.
Ich erinnerte mich, dass der STERN vor vielen Jahren einmal etwas über diesen Regierungsbunker geschrieben hatte. Der SPIEGEL hatte ihn mehrfach erwähnt. Ich würde mir diese Unterlagen besorgen müssen. Dann gab es noch eine Notiz aus einer Nachrichtensendung des ersten oder zweiten Kanals. Sie hatten von oben gefilmt – einige Bundestagsabgeordnete beim Betreten des Bunkers aufgenommen. Die genaue Nachrichtenlage, die mit diesem Filmchen zusammenhing, fiel mir nicht ein. Aber wenn sie aus so kompliziertem, weil nichtssagendem Winkel gefilmt hatten, dann musste irgendetwas an diesem Bunker höchst geheim sein. Wahrscheinlich war es seine bloße Existenz. Das würde passen zu dem, was man hierzulande als »Staatsgeheimnis« waltet.
Ich hatte über die Bunker der amerikanischen Regierung gelesen. Da blieb kaum etwas offen, vielleicht noch die Frage, ob der US-Präsident auf einem Pferd in den Bunker reiten kann.
Ich dachte an Bunker in Israel, irgendwo sonst im Nahen Osten, in Vietnam. Sie alle wirkten sehr bedrohlich auf mich, weil sie die Realität des Lebens außerhalb nicht anzuerkennen brauchen – nach dem Gemüt ihrer Erbauer wohl auch nicht anerkennen sollen.
Was wollen die Regierenden in Bonn mit einem Bunker? Sind sie so arrogant anzunehmen, dass die Existenz eines Bunkers irgendetwas an der Weiterexistenz dieses Landes oder dieser Welt ändern kann? Ich musste versuchen, objektiv an diesen Bunker heranzugehen, Tatsachen zu sammeln und zu entscheiden, wenn es Tatsachen gab. Ich wusste: Ich hatte gewisse Einsichten in das Wesen von Bunkern und sollte nicht versuchen, objektiv zu sein – nur ehrlich.
In Höhe Günzburg war plötzlich Schnee im Regen und sehr bald kamen mir auf den Gegenfahrbahnen die ersten Streufahrzeuge entgegen. Ich war dankbar, dass die Fahrt durch Schneeglätte oder Glatteis möglicherweise langwierig werden könnte. Langsamkeit war etwas, was mir bei einem Regierungsbunker von Vorteil sein konnte. Die Landschaft war weiß, der Schnee blieb zunächst liegen. Dann war die Fahrbahn glatt und ich bremste herunter auf eine vertretbare Geschwindigkeit. Bei Merklingen/Münsingen kam Nebel hoch. Ich kroch und pfiff den Basin-Street-Blues und fragte mich, wen die Regierung nach erfolgreichem Überleben denn regieren wolle.
Es war ein sehr plastisches Bild: der außerordentlich stattliche Bundeskanzler Kohl lässt sich von einem Bundeswehrsoldaten eine Panzertür beiseiteschieben, blinzelt in die Atomnacht, hebt an zu sprechen, spricht: »Die Würde des deutschen Volkes ist in jedem Fall gewahrt geblieben …« Will weitersprechen, stutzt und sagt dann erstaunt in bleiche Gesichter hinter sich: »Ei, da ist ja niemand …«
Punkt 16.38 Uhr fuhr ich, gewarnt von einem freundlichen Rundfunkmenschen, in einen Stau vor Stuttgart. Der Mann, der rechts neben mir anhielt, zog die Achseln sehr hoch und blinzelte mich lächelnd an. Deutsche in Dosen.
Der Rundfunk meldete an erster Position, dass der Athener Gipfel geplatzt sei, dass unser Bundeskanzler aber die Hoffnung nicht aufgegeben habe.
21 Uhr war ich in Bad Breisig. Zu diesem Ort habe ich eine Beziehung. Mein Großvater, der Josef Preute, starb da, nachdem er seine letzten Lebensjahre vornehmlich lachend beim Weintrinken mit den katholischen Pfarrern aus der Umgebung verbracht hatte. Jetzt lebt mein Vater dort. Ich mag sie beide sehr. Von hier aus zu Peter in die Eifel war es nicht weit, von hier aus war es auch nicht weit an die Ahr, wo sich dieser gottverdammte Regierungsbunker befindet, der eine Klammer in meinem Bauch war, obwohl ich noch nicht das Geringste über ihn wusste. Aber natürlich war ich voreingenommen.
Ich hatte ein Zimmer in einem Hotel bestellt. Das Hotel wirkte so tot wie eine Ruine. Auf dem Parkplatz stand kein Auto, die Schwingtür war zu, in den Fenstern kein Licht. Ich schellte und die alte Dame öffnete mir mit verkniffenem Mund. »Nichts los«, sagte sie, »absolut nichts los vor Weihnachten. Das ist jedes Jahr so, und jedes Jahr hoffe ich, dass es nicht so sein wird. Wo kommen Sie her? Honolulu?«
»Nein, aus München.«
»Das ist dasselbe«, sagte sie missmutig. »Hier, nehmen Sie Ihren Schlüssel, der Hausschlüssel hängt dran. Wie geht es dem Vater?«
»Gut, soweit ich weiß.«
»Ja, ja, wir alten Leute. Aber Ihr Vater kriegt wenigstens noch Besuch.« Dann sauste sie davon, möglicherweise spielte sie Bridge mit irgendwem, und wahrscheinlich verlor sie seit Stunden, weil sie einen schlechten Partner hatte. Ich mag Bridge nicht.
Es war niemand im Hotel, ich war der einzige Gast. Ich schleppte die Koffer und die Schreibmaschine hinein und richtete das Zimmer her. Das ist wichtig für mich, eine Übung, die ich seit vielen Jahren mache. Ich richte jedes Hotelzimmer für mich ein. Ich verrücke die Möbel, stecke den Akku für mein kleines Batterie-Diktiergerät in eine Steckdose, ich stelle die Schreibmaschine auf den Tisch, ich nehme 100-Watt-Birnen aus meinem Reisezubehör und schraube sie in die Fassungen, um dadurch den Spartrieb des Hoteliers zu unterlaufen. Ich lege einen Stoß weißen Papiers neben die Maschine, als wolle ich augenblicklich loslegen. Das Zimmer muss etwas von mir haben.
Ich duschte und zog mich um. In diesem Hotel wollte ich nichts essen und fuhr zu Peter in den alten Eifel-Bauernhof. Es ist ein düsteres Gebäude in einer schmalen Straße, ein hohes lichtgrünes Tor am Eingang wirkt unfreundlich. Da war plötzlich die Assoziation Bunker.
Ich lernte Peters Frau kennen, die Gudrun. Sie sollte Mitte Januar ihr Kind kriegen. Ich wusste nichts von ihr, ich hatte sie nie gesehen. Nur einmal hatte er gesagt: »Eine starke Frau.« Sie war sehr hübsch und wirkte mütterlich mit ihrem dicken Bauch. »Hallo«, sagte sie.
»Irgendetwas Neues vom Bunker?«, fragte er.
»Ich weiß nichts. Ich will mich auch vorher nicht großartig informieren. Wir werden alles herausfinden, wenn es irgendetwas gibt.«
»Wir dachten, du packst deine Sachen aus und schläfst hier. Du kannst oben in meinem Arbeitszimmer schlafen und schreiben.«
»Das ist nicht so gut«, sagte ich. »Ich habe ein Zimmer in einem Hotel in Bad Breisig. Zuweilen will ich nachts nachdenken und schreiben. Und beides macht Lärm.«
»Ja, das kann ich verstehen«, sagte Gudrun.
Sie machte mir etwas zu essen und ich rief zu Hause an, um zu sagen, ich sei gut angekommen. Später gab es Kaffee und wir sprachen über den Bunker, von dem wir noch nichts wussten.
»Wie willst du vorgehen?«, fragte Peter.
»Das ist ziemlich einfach. Ich fahre hin und sehe mir an, was davon zu sehen ist.«
»Gleich kommt mein Partner, der Georgie«, sagte Peter. »Können wir mit, oder stört dich das?«
»Es stört mich nicht im geringsten. Du solltest wissen, woran du bist. Es ist auch dein Buch.«
»Ich habe mir den STERN geben lassen. Hier ist die Sache über den Bunker. Viel steht wahrhaftig nicht drin. Es sieht aber so aus, als habe der Autor viel mehr gewusst, als er geschrieben hat.«
»Das sind mir Autoren«, sagte ich. »Ich werde es lesen, wenn ich im Bett liege.« Später kam Georgie, ein junger Mann, der einen sehr aufmerksamen Eindruck machte. »Wir sind schon im vorigen Jahr um den Bunker gegangen, der macht sich sehr geheimnisvoll.«
Wir plauderten harmlos dahin, bis ich um zwei Uhr in der Nacht zurückfuhr nach Bad Breisig. Bevor ich schlafen ging, zog ich die Badehose an und schwamm im Untergeschoss ein paar Runden. Ich las die Bunkergeschichte im STERN nicht mehr. Wenn irgendetwas von Bedeutung dringestanden hätte, wäre ich von Peter informiert worden.
In dieser Nacht konnte ich schlafen, wenngleich ich einer alten Gewohnheit folgend um sieben Uhr aufwachte. Ich sagte am Telefon, ich hätte einen Mordshunger auf ein Frühstück mit allem Drum und Dran. Dann rief ich meinen Vater an und sagte, dass ich im Lande sei, und ich sagte ihm auch, weshalb. Er schwieg lange und meinte: »Das kann eine gefährliche Geschichte werden, pass bloß auf dich auf. Aber es wird wahrscheinlich auch eine gute Geschichte.«
Die Frau, die er nach dem Tod meiner Mutter geheiratet hatte, die Elisabeth heißt, die eine Malerin ist, die zu wenig malt, die ich meine Freundin nenne, sagte besorgt: »Und was mache ich, wenn sie dich einsperren?«
»Dann schickst du mir das Essen in den Knast.«
»Ja, wenn man das darf, dann tue ich das.« Sie lachte und war erheitert.
Sie ist eine großartige Frau, die sich abends die Nachrichten im Programm der ARD wohl nur ansieht, um auf die Regierung schimpfen zu können.

7. Dezember 1983

Es war feucht, aber es regnete nicht. Der Himmel war verhangen. Die Eifel wirkte karg und trostlos auf der Fahrt zu Peter. Irgendwo in der Ferne war Schnee zu sehen.
Wir nahmen Peters Wagen und fuhren auf die Autobahn Koblenz-Köln. Ich nahm das kleine Diktiergerät und sagte beiläufig die Namen der jeweiligen Abfahrten auf das Band, an denen wir vorbeizogen. An der Abfahrt Bad-Neuenahr/Altenahr fuhr er vorbei. »Wir haben uns gedacht, dass es besser ist, wenn du dir mal ein Autobahnstück ansiehst, auf dem angeblich Düsenflugzeuge landen können. Angeblich soll dieses Autobahnstück in direktem Zusammenhang mit dem Bunker stehen. Der liegt jetzt links von uns. Ungefähr sieben bis acht Kilometer entfernt.«
»Ich habe mich gefragt, warum der Bunker der Bundesregierung rund 20 Kilometer von Bonn entfernt liegt. Ist eigentlich bekannt, in welcher Zeit die Leute aus Bonn den Bunker erreichen können?«
»Ja«, sagte Georg. »Die Angaben sind nicht sehr genau, aber ungefähr wissen wir Bescheid. Zuerst hat man davon gesprochen, dass die Bonner vielleicht dreißig Minuten Zeit haben, den Bunker zu erreichen. Dann, bei der Planung zur Aufstellung der Pershing II und Cruise Missile sind in den Zeitungen Angaben von acht Minuten, sieben Minuten, zehn Minuten, fünfzehn Minuten gemacht worden. Das ist die Zeit, die die Regierenden haben, um im Bunker zu verschwinden. Wir sind auf die Idee gekommen, dass irgendetwas an unserem Bunkerbild nicht stimmen kann. Denn in dieser Zeit können die das nicht schaffen. Selbst für die, die in Bonn sind, wird das schwer. Da braucht man schon einen Hubschrauber, der die Strecke in ein paar Minuten macht. Wir denken, dass irgendetwas an diesen Überlegungen falsch ist.«
»Was ist denn falsch?«
Georg sagte: »Falsch ist die Überlegung, dass die Bonner Notregierung und alle Minister sich in Bonn in einen Hubschrauber setzen müssen, um in Sekunden den Bunker zu erreichen. Die Realität wird nicht so furchtbar schnell sein. Wir haben den Fehler gemacht, den Bunker ohne die Politiker zu sehen. Die Politiker werden Tage vor der Katastrophe wissen, dass die Lage brenzlig oder gar aussichtslos ist. Und sie werden also Zeit genug haben, in den Bunker zu gehen. Selbst wenn die Bevölkerung keine Ahnung haben sollte – die Politiker werden es wissen. Denn die Leute aus Washington werden den Leuten aus Bonn sagen: Nun passt mal auf! Verschwindet jetzt in eurem Bunker, die Lage wird ernst! Es wird wahrscheinlich eben nicht so ablaufen, dass die Amerikaner oder die Russen ohne vorheriges Politgeplänkel einfach auf den Auslöser drücken. Diesen einfachen Fehler haben wir gemacht.«
»Aber wir haben auch bedacht, was los ist, wenn die Amerikaner oder die Russen ohne Vorwarnung auf den Knopf drücken. Das kann man nicht ausschließen. Also für den Normalfall gilt zunächst, dass die Leute an der Ahr wahrscheinlich die ersten Bürger der Bundesrepublik sein werden, die genau wissen können, wann der Ernstfall eintritt. Wenn nämlich ohne Ankündigung eines Manövers oder NATO-Manövers die Bundesminister und die Abgeordneten kommen, um sich aus Hubschraubern und Autos in den Bunker zu ergießen – das ist der Ernstfall! Wenn der Bundesgrenzschutz und die Bundeswehr zu Hunderten in den Keller rasen, wenn die Bundesstraße an der Ahr gesperrt wird, wenn alles dicht gemacht wird, dann ist ebenfalls Ernstfall. Aber dann wird der Kleine Mann an der Ahr keinen Minister, keinen Bundeskanzler und keinen Abgeordneten sehen. Die können in den Bunker kommen, ohne gesehen zu werden.«
»Daran dachte ich. Es gibt also eine Verbindung von Bonn in den Bunker?«
»Es muss etwas geben«, sagte Peter. »Erstens ist das sehr logisch, und außerdem haben die Bonner ja wohl beim Bunkerbau erstklassige Planer gehabt. Der Bunker ist vollkommen sinnlos, wenn man ihn nicht direkt von Bonn aus erreichen kann, indem man im Bundeskanzleramt oder im Verteidigungsministerium einfach in den Keller geht. Was weiß ich – vielleicht in zwanzig oder dreißig oder vierzig Metern Tiefe einfach einen Stollen erreicht, sich in irgendetwas setzt, meinetwegen in einen Elektrokarren und dann mit Schwung ab in die Kasematten …«
»Ich finde das pervers«, sagte Georg. »Ich finde das einfach zum Kotzen.«
»Sie wollen überleben«, sagte ich. »Ist das mit der Stollen-Verbindung von Bonn in den Bunker nur eine Überlegung oder gibt es da wirkliche Hinweise?«
»Da gibt es wirkliche Hinweise«, sagte...

Table of contents

  1. Cover
  2. Über den Autor
  3. Titel
  4. Impressum
  5. Inhalt
  6. Der erste Bunker
  7. Die zweiten Bunker
  8. Der dritte Bunker
  9. Nachlese
  10. Ein Informant