Die junge Stimme Griechenlands!Sie ist es! Die junge Stimme Griechenlands, die nach der Finanzkrise die tragische Realität in Wörter fast und daraus Klagen in Gedichtform transformiert. Gedichte für die Halb-Verdiener, für die Halb-Arbeitslosen, für die Halb-Patrioten, für die Halb-Künstler, für die Halb-Wertschätzer, für die Halb-Vergessenen. Gedichte vor allem für die Frauen – die halbverstanden werden, halbe Gleichstellung aufweisen, halbe Rechte besitzen. Gedichte für die Eine, die Voll-Dichterin, die zwischen Familie, Job und Gesellschaft existiert, doch durch die Gegenwart reduziert wird, zu einer halben Frau. Diese Gedichte als Geschenk für Sie, weil jene die Seele widerspiegeln."Elsa Korneti kommt als ›Enkelin‹ und ›Erbin‹ von Seferis (Aufbruch in die Moderne) und Elytis (Wiederstand)." Niki Eideneier

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European PoetryIndex
LiteratureElsa Korneti
Eine halbe Frau?
Gedichte hinter dem Fragezeichen
Aus dem Griechischen
von Niki Eideneier

VOR FÜHRUNG
von Elsa Korneti
Alles begann mit einem Kaktus, einer Qualle und einem Aal. Ich empfand das Bewusstsein der Welt als einen Kaktus, der sich in meinem Kopf eingekeilt hat. Die Frage stellte sich, ob der Mensch das Bewusstsein ist oder das Bewusstsein der Mensch. Ist etwa das Bewusstsein, welches als eine phosphoreszierende Qualle im tiefsten Inneren des Menschen wohnt, oder wohnt der Mensch im tiefen Inneren der phosphoreszierenden Qualle? Von diesen Fragen her schlich eine poetische Schrift heraus, so wie ein Aal heraus schleicht.
Es entstand eine Dichtung, die sich nicht damit begnügte, das Absurde des Lebens zu beschreiben, das Absurde der Existenz, der Natur, der Kunst, der Technologie; sie wollte dagegen den Blick fixieren auf alles und gegen alles, immer natürlich durch den Filter der poetischen Fantasie.
»Ohne Fantasie können wir nicht denken«, sagte seinerzeit Aristoteles. Alles begann mit einem Kaktus, einer Qualle und einem Aal. Ich empfand das Bewusstsein der Welt als einen Kaktus, der sich in meinem Kopf eingekeilt hat. Die Frage stellte sich, ob der Mensch das Bewusstsein ist oder das Bewusstsein der Mensch. Ist etwa das Bewusstsein, welches als eine phosphoreszierende Qualle im tiefsten Inneren des Menschen wohnt, oder wohnt der Mensch im tiefen Inneren der phosphoreszierenden Qualle? Von diesen Fragen her schlich eine poetische Schrift heraus, so wie ein Aal heraus schleicht. Es entstand eine Dichtung, die sich nicht damit begnügte, das Absurde des Lebens zu beschreiben, das Absurde der Existenz, der Natur, der Kunst, der Technologie; sie wollte dagegen den Blick fixieren auf alles und gegen alles, immer natürlich durch den Filter der poetischen Fantasie. »Ohne Fantasie können wir nicht denken«, sagte seinerzeit Aristoteles. Als Schriftstellerin versuche ich einzig und allein, mein eigenes Gesicht zu entdecken und zu erobern; dieses Gesicht, das mit dem ihm eigenen Blick die Ereignisse festzuhalten versucht, damit es dann alles umkehren und umkrempeln kann, zum eigenen Vergnügen. Denn was ist sonst die Literatur und vor allem die Dichtung, als ein Spiel mit den Worten – das schönste Vergnügen, das ich je empfunden habe. Ein Vergnügen, das sich vergnügt in der Gewissheit, dass das Leben »lebendig« ist und klug und träge und schön und hässlich und (ab)normal und schlau und (un)sinnig und zerstreut und technokratisch und selbstgefällig und betrügerisch und gespenstisch und mörderisch.
Das Leben ist eine Niederlage aller philosophischen Thesen, welche das Ziel haben, das Leben zu erklären. Denn das Leben wird immer im Vormarsch sein, im Vormarsch gegenüber den Ereignissen, der Theorie und der Praxis, gegenüber allen Erklärungen und Sophistereien. Das Leben täuscht alle mit List und Tücke, denn das Leben ist eben dieser schlaue Aal, der sich ständig windet und entwischt und sich im Vormarsch befindet – wobei die We...
Table of contents
- Eine halbe Frau?
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