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About this book

Im zweiten Teil der Tim-Simon-Reihe stellt sich Tim der Heraus­forderung, ein Unternehmen am Standort Deutschland zu erhalten. Der Betrieb steuert auf eine Katastrophe zu, aber schlechte Kennzahlen, mangelhafte Qualität und flüchtende Kunden werden weiter ignoriert. Demotivierte Mitarbeiter und Vorgesetzte, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, stellen nicht die einzige Bedrohung dar. Auch von außen drohen Gefahren für das Unternehmen. Auf den ersten Blick wird das alles andere als einfach. Doch bevor Tim endgültig verzweifelt, kehrt eine alte Freundin zurück …Wie schon im ersten Teil werden Sie in Tims Geschichte Ihre eigenen Kollegen, Vorgesetzten und Manager wiedertreffen - vielleicht sogar sich selbst. Lernen Sie gemeinsam mit Tim, wie sich für komplizierte Situationen einfache Lösungswege erfolgreich umsetzen lassen.

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Information

Publisher
ikotes e.K.
Year
2012
eBook ISBN
9783941626140
Edition
1
Subtopic
Management
IV Am Anfang anfangen
31 – Mission
Björn, Thomas, Sandra, Anni und Tim trafen sich mit fünf Betriebsräten im Konferenzzentrum des Waldhotels Rheingau. Fernab von der operativen Hektik sollte der Weg in die schwarzen Zahlen gefunden werden.
Tim eröffnete: „Als Erstes würde ich gern unsere Mission erarbeiten, also unsere Antwort auf die Frage:
Warum ist die Spefo da?“
„Wir sind für den Kunden da.“
„Nein, für die Inhaber“, kamen schnell die ersten Antworten.
„Die Spefo sichert 600 Familien Lohn und Brot“, warf ein Betriebsrat ein.
„Die Spefo ist zur Herstellung von Folien da.“
„Oder eher zur Befriedigung von Kundenwünschen.“
„Und was machen wir, wenn ein Kunde Brötchen haben will?“
„Das machen wir natürlich nicht.“
Tim fragte weiter: „Welche Kundenwünsche wollen wir bedienen und vor allem, welche wollen wir nicht bedienen?“
„Wir wollen ein international agierender Folienlieferant sein“, stellte Björn fest.
„Weltweit?“
Nach kurzer Bedenkzeit schränkte Björn die Region selbst ein. „Faktisch agieren wir nur auf dem europäischen Markt. Eine Ausweitung auf Asien oder Amerika ist mit unserer Produkt- und Preisstruktur aus heutiger Sicht undenkbar.“
„Was können wir besonders gut?“, wollte Anni wissen. Unangenehmes Schweigen breitete sich aus.
Tim wunderte sich: „Leute, wir machen 110 Millionen Euro Umsatz, so schlecht können wir nicht sein.“
„Tim, ich bin deinem Wunsch nachgekommen“, meldete sich Björn Kaiser zu Wort. „Ich habe mir unsere Top-20-Kunden herausgesucht und die Gründe, warum sie gerade bei uns kaufen. Die bittere Wahrheit ist, unsere Kunden kaufen aus Gewohnheit bei uns. Für viele ist unser Produkt als Verpackungsfolie nur Hilfsmittel, daher von geringem Interesse. Selten geht unser Produkt, wie zum Beispiel bei Bergmann, in das Produkt des Kunden ein. Im Grunde leben wir von der Trägheit unserer Kunden und den guten persönlichen Beziehungen.“
„Bestechen wir?“, fragte Anni direkt.
Björn verstand die Frage nicht als Anklage oder Kritik: „Nein, da sind wir sauber. Die üblichen Weihnachtsgeschenke oder mal ein paar Karten für Eintracht Frankfurt, aber das ist inzwischen ja mehr eine Strafe als ein Geschenk.“
„Und was ist mit Neukunden?“, fragte Koch.
„Unser Umsatz mit Neukunden der letzten fünf Jahre liegt unter sieben Prozent. Wenn ein neuer Kunde zu uns kommt, dann wie Bergmann, weil ihn ein anderer Lieferant hat sitzenlassen.“
„Das heißt aber, dass wir heute schon eine gewisse Flexibilität haben“, stellte Norbert Roth fest.
„Da muss ich Ihnen leider widersprechen“, dämpfte Kaiser die Freude des Betriebsratsvorsitzenden. „Die meisten Neukunden haben wir wieder verloren.“
Anni wollte die Idee nicht fallenlassen: „Wenn wir unsere Organisation auf solche Kunden ausrichten wollen, was müssen wir dann tun?“
„Wir müssten ein hoch flexibler Anbieter werden, der für Kunden ein konkretes Problem löst.“
Tim schrieb auf das Flipchart als ersten Entwurf für die Mission:
  • Spefo ist der hoch flexible Folienhersteller in Europa, der die Probleme seiner Kunden löst
„Das ist auch schon fast die Antwort auf die Frage:
Für welche Kundengruppe kann Spefo der beste Problemlöser sein?“
Björn fuhr fort: „Probleme kann man oft nur gemeinsam lösen. Dazu ist eine gewisse Nähe notwendig.“
„Wir brauchen also statt einer Forschung und Entwicklung, die hier vor Ort sitzt, eine Anwendungstechnik, die gemeinsam mit den Kunden Lösungen erarbeitet“, überlegte Anni.
„Das wird schwierig, wenn ich an meine Mitarbeiter in der F&E denke“, stellte Björn fest.
„Danke für deine ehrliche Einschätzung“, sagte Tim. „Wenn wir aber auf alle Sorgen und Bedenken der Spefo-Mitarbeiter Rücksicht nehmen, wird sich nichts ändern, gar nichts.“ Niemand im Raum zweifelte an Tims Worten. „Deswegen erarbeiten wir gemeinsam unsere Strategie und ordnen ab morgen unser gesamtes Handeln dieser Strategie unter. Veränderungen sind umsetzbar, wenn wir alle gleich handeln, nämlich strategiekonform. Wer nicht für die Strategie arbeitet, arbeitet letztlich gegen die Strategie.“
„Herr Simon, geht das auch etwas gemäßigter?“ Norbert Roth fürchtete um die Beachtung seiner Mitbestimmungsrechte.
„Herr Roth, jeder Mitarbeiter bekommt seine Chance. Wenn wir hier Strategien verabschieden und ein Mitarbeiter verhält sich ständig gegen diese Strategien:. Was schlagen Sie vor, was wir tun sollen?“
„Ich denke, das schauen wir uns im Einzelfall an“, schloss Roth dieses Thema auch im Sinne von Tim ab.
„Damit haben wir mehrere Eckpfeiler für unsere Mission eingeschlagen“, sagte Tim und zählte auf:
  • Wir agieren nur in Europa
  • Wir stellen Folien her
  • Wir stellen selbst her, sind kein Händler
  • Wir sind hoch flexibel
  • Wir sind Problemlöser
„Heißt das, dass wir keine Folien einkaufen und diese bei Bedarf eventuell weiterverkaufen dürfen?“, wollte Thomas Koch wissen.
„Wenn wir dem Kunden ein Problem mit einer zugekauften Folie lösen können, würden wir das auch tun“, stellte Björn Kaiser fest.
Tim nahm den Hinweis auf und formulierte um:
  • Spefo ist der hoch flexible Folienlieferant in Europa, der die Probleme seiner Kunden löst
„Gibt es weitere Änderungswünsche?“ Da kein Veto kam, nahm Tim die letzte Frage noch einmal auf:
Für welche Kundengruppe kann Spefo der beste Problemlöser sein?
„Unsere Folien können nahezu überall eingesetzt werden.“ Björn Kaiser sah keine Einschränkungen.
„Und wenn an der Pforte eine Hausfrau nach einer Rolle Frischhaltefolie fragt, bekommt sie die bei uns?“, fragte Tim.
Das Lachen der Teilnehmer war die Antwort. „Also beschränken wir uns auf Industriekunden“, definierte Björn die Kundengruppe um.
Tim schrieb die erarbeitete Mission der Spefo groß auf ein neues Flipchart:
  • Spefo ist der hoch flexible Folienlieferant, der die
    Probleme seiner europäischen Industriekunden löst
32 – Vision & Strategie
„Damit haben wir auch die Frage nach dem einzigartigen Erfolgspotenzial der Spefo beantwortet“, stellte Tim fest.
Anni ergänzte: „Und auch die Frage, wofür die Spefo da ist. Bleiben noch zwei Fragen zu klären:
Wohin will die Spefo?
Welche qualitativen und quantitativen Ziele will die Spefo erreichen?“
Tim formulierte die erste Frage um: „Was ist unsere Vision von der Spefo? Wo wollen wir in fünf Jahren sein?“
„In fünf Jahren wollen wir tausend Mitarbeiter haben“, sagte ein Betriebsrat halb ernst, halb im Spaß.
„Wollen wir das wirklich?“, wollte Tim wissen. Einige rückten bei dieser Frage unruhig auf ihren Stühlen hin und her.
„Beschäftigungssicherung wäre schön.“ Roth sagte das, was die Mehrheit dachte.
„Ist unser Ziel Beschäftigungssicherung?“
„Das ist sicherlich nicht unser einziges Ziel“, sagte Roth, darum bemüht, sie nicht aus den Augen zu verlieren.
„Ich wäre in fünf Jahren gern profitabel.“ Tim versuchte zu verdeutlichen, dass nicht die Anzahl der Mitarbeiter im Zentrum ihrer Diskussion stand.
„Damit wäre ich als Geldgeber nicht zufrieden“, erwiderte Thomas Koch. „Als Investor erwarte ich mindestens die Inflationsrate als Rendite auf mein investiertes Kapital. Sonst vernichtet die Spefo mein Geld.“
Tim nickte, ein Euro Gewinn dürfte den Investoren nicht reichen. Aber er wollte es konkreter formulieren. Also bat er die Anwesenden, ...

Table of contents

  1. I Waldkirch
  2. II Wiesbadener Sommer
  3. III Ganz unten
  4. IV Am Anfang anfangen
  5. V Nicht regeln, sondern deregulieren
  6. VI Finale