Kindsein zwischen Leben und Überleben
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Kindsein zwischen Leben und Überleben

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Kindsein zwischen Leben und Überleben

About this book

"Man hat mir vieles genommen, aber mein Lachen nicht."15 wahre Geschichten erzĂ€hlen von bitterer Kindheit. Beschrieben wird, wie sich Erfahrungen von Gewalt, Missbrauch, Sucht, Krankheit, Armut, Behinderung, Verwahrlosung oder Flucht auf Kinder auswirken, ihr Leben beeinflussen und prĂ€gen. Die unterschiedlichen Lebenswege zeigen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Verarbeitung traumatischer Kindheitserlebnisse. Den Geschichten zur Seite gestellt sind Kommentare und Analysen von ExpertInnen aus dem psychosozialen Bereich und BeitrĂ€ge von Schriftstellern wie DimitrĂ© Dinev oder Arno Geiger. Diese Reflexionen beleuchten HintergrĂŒnde und zeigen ZusammenhĂ€nge auf.Der HerausgeberSOS-Kinderdorf ist ein weltweites, konfessionell und politisch unabhĂ€ngiges privates Sozialwerk fĂŒr gesellschaftlich benachteiligte Kinder, das 1949 von Hermann Gmeiner in Innsbruck gegrĂŒndet und mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfes in Imst/Tirol in die Tat umgesetzt wurde.Ziel von SOS-Kinderdorf ist es, Kindern, die ohne Eltern aufwachsen mĂŒssen, ein langfristiges neues Zuhause, die WĂ€rme und Geborgenheit einer Familie sowie eine gute Ausbildung zu geben - als Basis fĂŒr eine geglĂŒckte Kindheit und Jugend mit Perspektiven fĂŒr eine hoffnungsvolle Zukunft. Die Kinder und Jugendlichen werden bis zur SelbstĂ€ndigkeit betreut. Zahlreiche neue pĂ€dagogische-therapeutische und prĂ€ventive Programme bieten jungen Menschen und Familien in Krisen auch kurz- und mittelfristig Betreuung und Beratung an.

Information

Year
2016
eBook ISBN
9783706558303

Sophies stille PrÀsenz

illustration
Sophies Zimmer liegt im Erdgeschoß, direkt neben dem nachtrĂ€glich eingebauten Bad. Ihr Bett steht am Fenster. Ein luftiger Store taucht ihr Zimmer in ein warmes Hellgelb. Vor dem Zimmerfenster stehen BĂ€ume. Die GĂ€rten der anderen HĂ€user sind zu sehen. Es ist still. Nur Sophies langsamer, raschelnder Atem ist zu hören. Sophie liegt mit geschlossenen Augen reglos in ihrem Bett. GehĂŒllt in weiche Polster und eine anschmiegsame Decke. Alles in zartem Gelb. Ein Bild von ihren FreundInnen aus dem BeschĂ€ftigungsprojekt steht in einem bunten Rahmen am NachtkĂ€stchen. Ein Geschenk zu Sophies 20. Geburtstag. „Liebe Sophie, alles Gute zu Deinem Geburtstag wĂŒnschen Dir Deine Freunde aus der Lebenshilfe“, steht auf der Karte geschrieben. Unterzeichnet mit vielen wackeligen Handschriften. Bilder hĂ€ngen an der Wand und zeigen Sophie als kleines, quirliges MĂ€dchen. Von ihrem strahlenden Wesen ist nichts mehr zu spĂŒren. Sophie schlĂ€ft viel. FĂŒr Außenstehende wirkt es, als ob sie nie wirklich wach wĂ€re. Sie meinen ihr Blick bliebe nirgends haften und ihre Augen wirkten leer. Aber nicht fĂŒr mich, wir beide haben eine enge Verbindung. Wir kommunizieren ohne Worte, denn Sophie kann nicht mehr sprechen, obwohl es manchmal den Anschein hat, als bewege sie ihre Lippen.
Da sich Sophie nicht mehr ausdrĂŒcken kann, erzĂ€hle ich, ihre Kinderdorf-Mutter, ihre und unsere Geschichte: Sophie ist mit sieben Jahren ins Kinderdorf gekommen. Bis zu diesem Zeitpunkt lebte sie bei ihrer Großmutter, die ihre schwer kranken Töchter, Sophies Mutter und Tante, pflegte. Sophies Großmutter hat das MĂ€dchen sehr geliebt und sich so um sie gekĂŒmmert, wie es in ihrer Macht stand. Aber durch die intensive Pflege der beiden erwachsenen Töchter war fĂŒr ihre Enkelin kaum mehr Kraft und Zeit ĂŒbrig. Vier ihrer fĂŒnf Kinder litten an Chorea Huntington, einer tödlichen Erbkrankheit, die ihr den Mann und den Kindern den Vater nahm. Chorea Huntington wird als eine Mischung aus Multipler Sklerose, Parkinson und Alzheimer beschrieben. Die Krankheit wurde erst sehr spĂ€t in der Familie diagnostiziert. Auch Sophie zeigte AuffĂ€lligkeiten in ihren BewegungsablĂ€ufen. Damals glaubte man aber, sie ahme ihre Mutter und Tante nach. Mit der Zeit wurden ihre Bewegungen immer unkoordinierter, teilweise fiel sie ohne ersichtlichen Grund zu Boden. Die Vermutung erhĂ€rtete sich, dass auch Sophie unter dieser Krankheit litt. Die folgenden Untersuchungen bestĂ€tigten diese Annahme.
Mit dem detaillierten Wissen ĂŒber das Krankheitsbild und den tödlichen Verlauf, war es fĂŒr Sophies damalige Kinderdorfmutter auf lange Sicht nicht denkbar, sich weiterhin um die damals ZehnjĂ€hrige zu kĂŒmmern. Da zu dieser Zeit sowohl Sophies Mutter als auch Tante bereits in einem Pflegeheim waren, hĂ€tte sich Sophies Kinderdorfmutter gewĂŒnscht, dass sie wieder nach Hause zu ihrer Oma zurĂŒckkehren könne. Diese Belastung wĂ€re aber zu groß gewesen. Sophies Zustand war fĂŒr ein Pflegeheim zu gut, aber keine andere Einrichtung wĂŒrde sie mit dieser Krankheit aufnehmen. Von Ă€rztlicher Seite gab es den Rat, Sophie in ihrem gewohnten Umfeld zu belassen, da jede VerĂ€nderung Stress fĂŒr sie bedeute und VerschlechterungsschĂŒbe auslösen könne.

Chorea Huntington – Eine seltene Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen

Chorea Huntington, auch unter dem Namen Huntington-Krankheit oder erblicher Veitstanz bekannt, ist eine vererbbare Nervenkrankheit. Es handelt sich um eine fortschreitende Erkrankung, die hĂ€ufig innerhalb von einigen Jahren zu unkontrollierten Bewegungen, Demenz und VerĂ€nderungen des Charakters fĂŒhrt. In den meisten FĂ€llen bricht Chorea Huntington zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr aus, sehr selten jedoch bei Kindern und Jugendlichen. In Österreich gibt es etwa 500 Erwachsene und Kinder, die an Chorea Huntington leiden. Derzeit ist diese Krankheit noch unheilbar und fĂŒhrt zum Tod – wobei man keine zeitlichen Prognosen stellen kann, wie schnell sie fortschreitet, denn das ist von PatientIn zu PatientIn sehr unterschiedlich und individuell.
Erstsymptome im Kindesalter können unter anderem eine zunehmende Ungeschicklichkeit in der Bewegung von Armen und Beinen, eine Steifigkeit der ExtremitĂ€ten, eine Abnahme der kognitiven Leistung, VerhaltensĂ€nderungen bzw. Verhaltensstörungen sowie epileptische AnfĂ€lle sein. Kinder mit Chorea Huntington leiden darĂŒber hinaus hĂ€ufig an EntwicklungsrĂŒckschritten, das heißt, dass bereits erlernte FĂ€higkeiten wieder verlernt werden. Dadurch kommt es hĂ€ufig zu Problemen in der Schule, da die Kinder nicht mehr wie bisher dem normalen Unterricht folgen können. Mit fortschreitender Erkrankung können daher spezielle Maßnahmen notwendig werden, um erkrankten Kindern weiterhin den Schulbesuch zu ermöglichen. Wichtig dabei ist eine multidisziplinĂ€re Betreuung der Kinder durch LehrerInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen sowie Verhaltens-, und PhysiotherapeutInnen, LogopĂ€dInnen und ErnĂ€hrungsberaterInnen.
Chorea Huntington schreitet ĂŒber mehrere Jahre fort, wobei es meist zu zunehmenden Schwierigkeiten in der Kontrolle und Koordination von Bewegungen sowie zu einer fortschreitenden Demenz kommt. Wie schnell die Krankheit beim einzelnen Kind fortschreitet, lĂ€sst sich jedoch nicht vorhersagen.
Durch die chronische Erkrankung des Kindes, sowie die Ungewissheit bezĂŒglich der Krankheitsentwicklung kann es zu einer erheblichen Belastung der Familie sowie der Betreuungspersonen kommen. Dabei können Selbsthilfegruppen fĂŒr Familien mit chronisch kranken Kindern bzw. Kindern mit neurologischen Erkrankungen den Familien wertvolle UnterstĂŒtzung bieten. Wichtig ist es auch die betroffenen Kinder selbst, sowie deren Geschwister – ans Alter angepasst – ĂŒber die Krankheit zu informieren.
Monika Scheibl, Huntington Ambulanz, Psychiatrische Klinik, LKH Graz
Eines Tages kam der Dorfleiter zu mir und fragte, ob ich mir vorstellen könne, Sophie in meine Familie aufzunehmen. Viele Fragen stellten sich mir: „Wie gehe ich, wie gehen wir als Familie mit schwerer Krankheit um? Was mute ich meinen anderen Kindern zu? Aber was könnten wir durch Sophie vielleicht auch lernen? Was passiert mit Sophie, wenn ich in Pension gehe?“ Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich dachte: so wie Sophie jetzt ist, kann ich mir gut vorstellen, dass sie Teil unserer Familie wird und alle anderen Schritte werde ich erlernen. Und um ehrlich zu sein, weiß ich bei keinem Kind, was kommt und wie sein Lebensweg verlaufen wird. Im Grunde genommen hatte ich schon bei der Frage des Dorfleiters innerlich zugestimmt.
Schwierig war fĂŒr mich die Auflage, dass ich mit niemandem außer dem Dorfleiter und der Psychologin darĂŒber reden sollte. Der Grund war, dass Sophie nicht durch GerĂŒchte erfahren sollte, dass sie in eine neue Familie kam. Auch sollte sie den wahren Grund ihres Familienwechsels nicht erfahren. Es war ein Versuch sie zu schĂŒtzen, denn die Wahrheit schien unzumutbar. Wie sollte man einem Kind sagen, dass es aufgrund der von ihr gehassten Krankheit zum zweiten Mal die Familie verlor? Ich stimmte damit kaum ĂŒberein, trug die Entscheidung aber mit. So waren mir die HĂ€nde gebunden, meine Kinder auf die Ankunft von Sophie gut vorzubereiten. Als Sophie dann kam, wurde sie mit wenig Begeisterung empfangen. Sandra und Julia, die beiden Kleinen, hatten sich jemanden gewĂŒnscht, mit dem sie „normal“ spielen konnten, und der fĂŒnfzehnjĂ€hrige Michael und die schon aus dem Haus Entwachsenen hatten Angst, dass ich mich ĂŒbernehme. FĂŒr Sophie war es unverstĂ€ndlich, dass sie nicht mehr in ihrer Familie leben konnte, sondern nun mit mir eine neue Mutter und Familie bekam. GrĂŒnde wie, die Kinder in der anderen Familie seien zu lebhaft und zu wild, waren fĂŒr Sophie nicht nachvollziehbar, denn Julia und Sandra waren auch keine „Engerl“. Ich konnte es ihr nicht erklĂ€ren, denn ich wollte nicht lĂŒgen. Es war mir aber auch nicht möglich ihr die Wahrheit zu sagen. Eine schwierige Situation. Heute wĂŒrde ich anders handeln, aber damals war es mir und auch den anderen nicht möglich – leider.

Psychologische Aspekte in der Begleitung von schwerkranken Kindern und deren Angehörigen

Ein zentrales psychologisches Element in der Betreuung von schwerkranken, aber auch unheilbar erkrankten Kindern, besteht in der Frage der AufklĂ€rung ĂŒber die Krankheit. Dies ist oft der heikelste Punkt fĂŒr alle Beteiligten – fĂŒr Eltern, Geschwisterkinder und Betreuer.
Alle Kinder, insbesondere aber schwerkranke Kinder, wollen in der Regel grĂ¶ĂŸtmöglichste Offenheit, selbst ĂŒber die Aspekte des Todes; Eltern wollen hingegen grĂ¶ĂŸtmöglichste Schonung des Kindes. Der daraus resultierende Konflikt besteht nicht erst beim Übergang von kurativer zu palliativer Therapie, sondern beginnt schon mit der Diagnoseeröffnung. Die Frage:
„Wie spreche ich mit einem sterbenden Kind?“ ist zu kurz gegriffen. Vielmehr muss die Frage lauten: „Wie ermögliche ich von Beginn der Behandlung an einen offenen Dialog mit dem Kind und den Angehörigen – auch ĂŒber den gefĂ€hrlichsten Aspekt der Erkrankung?“ Am Anfang ist ein Konsens aller Beteiligten wichtigstes Ziel.
Um mit dem schwerkranken Kind selbst einen offenen Dialog zu erreichen, ist das Wissen um die Entwicklungspsychologie von Sterben und Tod fĂŒr die klinische TĂ€tigkeit und die professionelle Betreuung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Ein weiterer zentraler Begriff im VerstĂ€ndnis von psychologischen VorgĂ€ngen um das schwerkranke Kind ist der der „antizipatorischen (vorgreifenden) Trauer“. Er bedeutet, dass das kommende (mögliche oder sichere) Sterben bzw. der Tod sowohl vom Patienten als auch den Angehörigen vorweggenommen wird. Bedingt durch das mögliche Sterben wird selbst bei gĂŒnstiger Prognose ein innerer Prozess der Auseinandersetzung eingeleitet, der psychologisch gesehen nicht verhindert werden kann. Der mögliche reale Tod ist das Damokles-Schwert, unter dem sowohl die Patienten als auch die Eltern leben. Aus dieser vorgreifenden Trauer resultieren in der Regel fĂŒr die begleitenden Angehörigen und Helfer leicht SchuldgefĂŒhle, da der Tod des Kindes dadurch vorweggenommen wird. Der Ă€rztlichen GesprĂ€chsfĂŒhrung kommt deshalb aus psychologischer Sicht in diesem Sinne herausragende Stellung zu, da das Ă€rztliche GesprĂ€ch die Trennung von Ă€ußerer und innerer, seelischer RealitĂ€t vornimmt. Die medizinische und psychologische AufklĂ€rung klĂ€rt Inneres und Äußeres, trennt zwischen der Welt der Phantasie und der Welt der empirisch gewonnenen Fakten. Die SchuldgefĂŒhle können dadurch in der Regel gemildert werden.
Dr. Reinhard J. Topf, klinischer Psychologe, Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Leiter der Psychosozialen Gruppe im St. Anna-Kinderspital in Wien sowie freiberuflich als Psychotherapeut und Supervisor tÀtig.
Sophie hatte ein sonniges und offenes Wesen und bekam viel Aufmerksamkeit. Sie zog Menschen durch ihre sympathische und strahlende Art in den Bann. Sandra und Julia waren eifersĂŒchtig und meinten immer wieder „warum kann sie nicht im anderen Haus bleiben, warum muss sie bei uns sein?“ Das schmerzte Sophie, denn sie wĂŒnschte sich nichts sehnlicher, als wieder in ihrer „alten“ Familie leben zu dĂŒrfen. Die MĂ€dchen waren manchmal gemein zu Sophie, was ihnen rundherum Ärger einbrachte und ihre Abwehrreaktionen noch verstĂ€rkte. Sie bekamen zu hören, dass sie Sophie verstehen und sie sich zusammenreißen sollten, denn sie seien schließlich gesund. Solchen Argumenten bin ich immer entgegengetreten, denn die beiden haben, wie alle Kinder, grundlegend ein Recht auf ein normales Leben, ohne schlechtem Gewissen gesund zu sein.
Der erste Wendepunkt in der Beziehung der MĂ€dchen zueinander war der Besuch bei Sophies Mutter im Pflegeheim. Noch heute bin ich froh, dass ich die beiden mitgenommen habe. Als Julia und Sandra Sophies Mutter regungslos im Bett liegen sahen, merkte ich, wie sie plötzlich begriffen, dass es Sophie auch einmal so ergehen wird. Sie zeigten MitgefĂŒhl fĂŒr das Schicksal von Sophie und ihrer Mutter. Sandra nahm die Hand von Sophies Mutter und legte diese in die von Sophie. Ich bin mir sicher, dass sich ab diesem Moment die Einstellung der beiden MĂ€dchen zu Sophie zu Ă€ndern begann.
Es war das erste und das letzte Mal, dass wir Sophies Mutter sahen. Einen Monat spĂ€ter starb sie. Sophie hat sich gewĂŒnscht, dass Sandra und Julia auch beim BegrĂ€bnis ihrer Mutter dabei waren – das hat die drei wieder ein StĂŒck nĂ€her zusammengebracht.
Der Alltag war nicht leicht. Ich musste vieles dazulernen. Vor allem Geduld, die ich dachte bereits zu besitzen, aber Sophie lehrte mich etwas anderes. Bei ihr dauerte alles mindestens doppelt so lang wie bei den anderen Kindern. Ich wollte Sophie selber essen lassen, was viel lÀnger dauerte, als wenn ich ihr geholfen hÀtte. Ich wollte sie sich selbst waschen lassen, sie alleine und selbststÀndig zu Ende reden lassen. Am schwersten ist mir gefallen, dass ich sie so schlecht verstehen konnte. Ihre sprachliche AusdrucksfÀhigkeit war bereits stark beeintrÀchtigt und ich musste intensiv hinhören, damit ich begriff, was sie meinte. Und Sophie erzÀhlte immer sehr genau und detailreich. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich anfangs froh war, wenn sie schlief. Die viele Arbeit rundherum war bei Weitem nicht so anstrengend wie das konzentrierte Zuhören.

Geschwisterkinder

Es gibt wohl kaum ein Ereignis, das eine Familie so hart trifft, wie die lebensbedrohliche Erkrankung eines Kindes. Auch Geschwisterkinder sind dabei essentiell betroffen. Sie erleben nicht nur den drohenden Verlust des erkrankten Kindes, eines Spielkameraden und Partners, sondern auch den Verlust ihres vertrauten Alltags und eines Teils der elterlichen VerfĂŒgbarkeit auf unbestimmte Zeit. Die Entbehrung der primĂ€ren Bezugspersonen ...

Table of contents

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Ich lebe und ich lache
  6. Felix, Marcel und Karl suchen das GlĂŒck
  7. Vanessa macht sich auf den Weg
  8. Masuds lange Reise
  9. Samantha mit den zu großen Schuhen
  10. Jaqueline wird wieder Kind
  11. Veronika kÀmpft
  12. Regina will frei sein
  13. Cordula entflieht der Gewalt
  14. Rene und seine Extravaganz
  15. Justins Sehnsucht nach NĂ€he
  16. Melanie durchbricht den Kreislauf
  17. Sebastian und der Sturz des Schmetterlings
  18. Sonja und Beate sorgen sich
  19. Sophies stille PrÀsenz
  20. Nachwort

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