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Personalentwicklung als Schulleitungsaufgabe
About this book
Knapp, übersichtlich und äußerst praxisorientiert widmen sich Bianca Ender und Anton Strittmatter der Frage, wie Personalentwicklung im Schulbereich vorangetrieben werden kann, welche Probleme sich stellen, und wie SchulleiterInnen ein professonelles Konzept der Personalentwicklung erarbeiten können.Der schmale, hervorragend strukturierte Band enthält keine Allheilmittel und Rezepte, aber eine Fülle von Anregungen und nützlichen Konzepten: Handlungsanleitungen, Praxisbeispiele und -instrumente sowie Vorschläge zur Problemlösung, die sich bereits in der Umsetzung bewährt haben.SchulleiterInnen, die sich mit Personalentwicklung an ihrer Schule auseinandersetzen wollen, erhalten so Unterstützung bei ihrer neuen Aufgabe und Hilfe in kritischen Situationen.Aus dem Inhalt: Sich ein Konzept der Personalentwicklung erarbeitenBegleitung in biografisch kritischen PhasenPersonalportfolio planenIndividuelle Weiterbildung stimulieren und zum gemeinsamen Thema machenStandort- und Perspektivengespräche führenKonstruktive Konfliktlösegespräche führenHilfreich Feedback geben
Frequently asked questions
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Information
1. Bedürfnisse und Ziele
1.1 Grundfunktionen der Personalentwicklung
• Antworten auf Bedürfnisse des Personals (z.B. Entwicklungs-/ Lern-/Unterstützungsbedürfnisse der LehrerInnen) • Bedarf aus der Schulentwicklung (z.B. Umschulungsbedarf, Besetzung neuer Funktionen) | ![]() | eher zukunftsorientiert |
• Sicherstellung von Mindestqualitäten (Garantiefunktion der Führung gegenüber Klientel, Trägerschaft) • Leistungen bei Interventionen aus dem System (z.B. Mediation bei SchülerInnen-Eltern-LehrerInnen-Konflikten) | ![]() | eher gegenwarts- bzw. vergangenheitsorientiert |
1.2 Wachsender Unterstützungsbedarf
1.3 Im Kern: Eine Frage des Menschenbildes
Theorie X | Theorie Y |
Der Mensch hat eine angeborene Abscheu vor der Arbeit und versucht, sie so weit wie möglich zu vermeiden. Deshalb müssen die meisten Menschen kontrolliert, geführt und mit Strafandrohung gezwungen werden, einen produktiven Beitrag zur Erreichung der Organisationsziele zu leisten. Der Mensch möchte gerne geführt werden, er möchte Verantwortung vermeiden, hat wenig Ehrgeiz und wünscht vor allem Sicherheit. | Der Mensch hat keine angeborene Abneigung gegen Arbeit, im Gegenteil, Arbeit kann eine wichtige Quelle der Zufriedenheit sein. Wenn der Mensch sich mit den Zielen der Organisation identifiziert, sind externe Kontrollen unnötig; er wird Selbstkontrolle und eigene Initiative entwickeln. Die wichtigsten Arbeitsanreize sind die Befriedigung von Ich-Bedürfnissen und das Streben nach Selbstverwirklichung. Der Mensch sucht bei entsprechender Anleitung eigene Verantwortung. Einfallsreichtum und Kreativität sind weitverbreitete Eigenschaften in der arbeitenden Bevölkerung; sie werden jedoch in industriellen Organisationen kaum aktiviert. |
Haltung X | Haltung Y |
1. Am Beispiel der Mitarbeiterbeurteilung | |
Nur die Schulleitung als informierte Fachinstanz und Autorität bietet Gewähr, a) dass den blinden Flecken der Selbstevaluation der LehrerInnen ein Korrektiv gegenübergestellt ist, b) dass Beurteilung kontinuierlich auch wirklich stattfindet (Gefahr der Erlahmung der Selbstevaluation) und c) das „Personal Controlling“ in der Öffentlichkeit Vertrauen findet. Die Schulleitung nutzt dabei alle Informationsquellen, macht Unterrichtsbesuche und fordert dazu auf, Befunde aus der Selbstevaluation ins Beurteilungsgespräch einzubringen. | Lehrerinnen und Lehrer können und wollen eine anspruchsvolle Selbstevaluation durchführen. Die Schulleitung hat unterstützende Funktionen: a) Die Schulleitung setzt sich kontinuierlich dafür ein, dass die Bereitschaft zur Selbstevaluation der Lehrpersonen und zur Beachtung der Verfahrensstandards wachsen kann. b) Das Schulleitungsfeedback ist in der Selbstevaluation Teil des 360°-Feedbacks der LehrerInnen. Es beschränkt sich aber auf schulleitungsspezifische Aspekte (Mitwirkung an Gemeinschaftsaufgaben, Mitleiten, Verhalten in Konferenzen etc.) und ist auf Gegenseitigkeit angelegt. c) Die Schulleitung ist i.d.R. erste Interventionsinstanz bei Beschwerden/Krisen und agiert dabei zunächst vermittelnd. Es wird davon ausgegangen, dass eine hierarchische Mitarbeiterbeurteilung mit redlicher Selbstevaluation schlecht vereinbar ist: • Sie würde Energie von der Selbstevaluation abziehen (weil diese „letztlich mehr zählt“). • Sie müsste zum „Mogeln“ zur Beschönigung und Mängelvertuschung verleiten und so die für Selbstevaluation nötige Redlichkeitshaltung korrumpieren. • Sie könnte fachlich nicht mehr, häufig eher weniger bieten als das 180°-Feedback. • Die Schulleitung würde überdies in ihrer Beratungs-/Coachingrolle noch mehr kompromittiert, als sie durch ihre Linienfunktion ohnehin schon ist. |
Haltung X | Haltung Y |
2. Am Beispiel externe Inspektion versus Selbstevaluation | |
Die Evaluation der Gesamtqualität von Schulen oder ausgewählter Teilaspekte ist dann valider und vertrauenswürdiger, wenn die Selbstevaluation der Schulen periodisch durch eine angeordnete Fremdevaluation (Inspektorat bzw. Fachstelle für Evaluati... | |
Table of contents
- Cover
- Titel
- Impressum
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1. Bedürfnisse und Ziele
- 2. Sieben Handlungsfelder der Personalentwicklung
- 3. Sich ein Konzept der Personalentwicklung erarbeiten
- 4. Exkurs: Weiterbildung im Kollegium zum Thema machen und ein Blick über die Grenzen
- 5. Gesprächsführung in der Personalarbeit
- 6. Gesprächsformen
- 7. Feedbackregeln
- 8. Anmerkungen
- 9. Literatur
- 10. Zu den AutorInnen
