Meteorologie: Die mit dem Regen rechnen (GEO eBook Single)
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Meteorologie: Die mit dem Regen rechnen (GEO eBook Single)

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Meteorologie: Die mit dem Regen rechnen (GEO eBook Single)

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Und jetzt: das WetterJeden Freitag wetteifern Deutschlands Meteorologen um die genaueste Vorhersage fĂŒrs Wochenende. Beim "Wetterturnier" geht es um Stolz, Supercomputer und die quĂ€lende Frage: Warum sind Vorhersagen noch immer so launisch?Die großen Themen der Zeit sind manchmal kompliziert. Aber oft genĂŒgt schon eine ausfĂŒhrliche und gut recherchierte GEO-Reportage, um sich wieder auf die Höhe der Diskussion zu bringen. FĂŒr die Reihe der GEO-eBook-Singles hat die Redaktion solche Einzeltexte als pure LesestĂŒcke ausgewĂ€hlt. Sie waren vormals Titelgeschichten oder große Reportagen in GEO.

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Information

Publisher
GEO
Year
2017
eBook ISBN
9783652007108

Und jetzt: das Wetter

Jeden Freitag wetteifern Deutschlands Meteorologen um die genaueste Vorhersage fĂŒrs Wochenende. Beim »Wetterturnier« geht es um Stolz, Supercomputer und die quĂ€lende Frage: Warum sind Vorhersagen noch immer so launisch?
Von Stefanie Kara
Man schneide die ErdatmosphĂ€re in WĂŒrfel und vertraue je einen dieser Luftquader einem zahlenkundigen Menschen an: So stellte sich der britische Meteorologe Lewis Fry Richardson die Arbeit an einer Wettervorhersage vor, im Jahr 1922. An Tischchen wĂŒrden diese fleißigen Rechner sitzen und Daten zu Temperatur, Feuchte und Druck innerhalb ihres WĂŒrfels in Formeln einsetzen und die Ergebnisse weitergeben an die fĂŒr die NachbarwĂŒrfel zustĂ€ndigen Rechner.
Etwa 64.000 dieser „Computer“ – so hießen die zahlenkundigen Kopfarbeiter im englischen Sprachraum tatsĂ€chlich – mĂŒssten ausreichen, kalkulierte Lewis Fry Richardson, um aus dem Wetter von heute das von morgen zu berechnen. DafĂŒr wĂŒrden sie ungefĂ€hr einen Tag brauchen. Die Wettervorhersage wĂ€re also gerade so schnell fertig wie das Wetter selbst.
Klar, Richardsons Idee war unpraktikabel – und zugleich absolut genial. Seit nĂ€mlich Computer Maschinen sind, wird das Wetter tatsĂ€chlich genau auf diese Weise berechnet, innerhalb von ein, zwei Stunden. Und die Vorhersagen werden immer besser: Heute kann das Wetter fĂŒr sechs Tage im Voraus so akkurat prognostiziert werden wie vor 40 Jahren fĂŒr zwei Tage.
Denn tatsĂ€chlich sind nicht nur die Computer schneller geworden, sondern auch die Formeln besser und die Daten mehr. Eine „leise Revolution“ nennt das Fachmagazin „Nature“ diesen Fortschritt in der Wettervorhersage: Er sei vergleichbar mit den fundamentalen DurchbrĂŒchen in der Physik – werde bloß nicht so lautstark gefeiert.
Sie wundern sich, warum Sie kĂŒrzlich beim Grillen dennoch wieder nichts ahnend im Regen standen? Warum die Prognose der Handy-App so oft so wenig mit dem echten Wetter zu tun hat?
TatsÀchlich erscheint uns das Wetter heute hÀufig immer noch so unberechenbar wie zu den Zeiten von Lewis Fry Richardson.
Wie kann das sein?
Wer die TĂŒcken der Vorhersage begreifen will, sollte das wöchentliche „Wetterturnier“ verfolgen. All die Schwierigkeiten, Regen, Sonne, Wind in den Griff zu bekommen, offenbaren sich wie unter einem Brennglas, wenn sich jeden Freitag Dutzende Prognosespezialisten darin messen, wer das Wochenendwetter fĂŒr fĂŒnf StĂ€dte am prĂ€zisesten vorhersagt: fĂŒr Berlin und Leipzig, fĂŒr ZĂŒrich, Innsbruck und Wien. Verstreut ĂŒber Deutschland, Österreich und die Schweiz, sitzen die Teilnehmer vor ihren Computern, werten Wetterdaten aus und feilen an ihren Prognosen. Die mĂŒssen sie auf der Website des Turniers eintragen, bis Punkt 17 Uhr.
Bei diesem Wettbewerb treffen sie alle aufeinander: die Menschen und die Maschinen, die Experten vom staatlichen Deutschen Wetterdienst und ...

Table of contents

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Inhalt
  4. Und jetzt: das Wetter
  5. Zusatzinfos
  6. Weitere eBooks von GEO

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