Schalck-Golodkowski: Der Mann, der die DDR retten wollte
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Schalck-Golodkowski: Der Mann, der die DDR retten wollte

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Schalck-Golodkowski: Der Mann, der die DDR retten wollte

About this book

Alexander Schalck-Golodkowski war formal StaatssekretĂ€r und Chef des Bereichs Kommerzielle Koordinierung im Ministerium fĂŒr Außenhandel, tatsĂ€chlich war er einer der wichtigsten UnterhĂ€ndler in den deutsch-deutschen Beziehungen. 1983 besorgte er mit der Hilfe von Franz Josef Strauß Milliardenkredite fĂŒr die DDR. Viel ist ĂŒber ihn und seine Rolle geschrieben und gemutmaßt worden, und auch seine eigenen AuskĂŒnfte ließen brisante Fragen offen.Die Geschichten von und ĂŒber Schalck in diesem neuen Buch geben exklusiv Antwort.

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Information

Zeittafel

1889
Agnes Eue, die Mutter, in Hamburg geboren
1895
Peter Golodkowski, der Vater, in Gomel geboren
1919
Geburt von Bruder Slawa. Der Vater ist Leonid K., Sohn eines zaristischen Finanzbeamten, der wÀhrend der Interventionskriege als Kommandeur eines Kanonenbootes der Roten Armee kÀmpft. Trennung von Agnes und Leonid
1932
Alexander Golodkowski, Kind des staatenlosen Ehepaares Agnes und Peter G., in Berlin geboren
1936
Zur Erlangung der deutschen StaatsbĂŒrgerschaft lassen sich Agnes, Peter und Alexander Golodkowski vom kinderlosen Ehepaar Anna und Friedrich Schalck adoptieren. Seither trĂ€gt Alexander den Doppelnamen Schalck-Golodkowski
1939
Hochzeit von Bruder Slawa in Berlin. Nach Kriegsbeginn Erteilung der deutschen StaatsbĂŒrgerschaft, Musterung und Einzug zur Wehrmacht
1941
Vater Peter Schalck-Golodkowski, im Ersten Weltkrieg in der zaristischen Armee Ordonnanzoffizier im russischen Armeestab an der österreichischen Front, wird nach dem Überfall auf die Sowjetunion Leiter eine Dolmetscher-Schule der Wehrmacht in Berlin
1945
Hauptmann Peter Schalck-Golodkowski gerĂ€t in Berlin im FrĂŒhjahr in sowjetische Kriegsgefangenschaft und gilt seit Juli als verschollen
1947
Alexander Schalck-Golodkowski (»Schura«) beendet die Schule, Beginn einer BĂ€ckerlehre in Berlin, seit September Feinmechaniker-Lehre in Kreuzberg auf Vermittlung des Bruders Slawa, der seit seiner RĂŒckkehr aus britischer Kriegsgefangenschaft in den KinospezialwerkstĂ€tten Hopstock & Co. tĂ€tig ist
1948
Wegen Betriebsauflösung im Herbst Wechsel zu den Elektro-Apparate-Werken Treptow (EAW), einer sowjetischen Aktiengesellschaft (SAG), Anschluss an die Betriebssportgemeinschaft, zunÀchst als Boxer, spÀter als Ringer
1949
Agnes Schalck-Golodkowski lĂ€sst ihren Mann Peter fĂŒr tot erklĂ€ren. Es heißt, er sei standrechtlich erschossen worden
1950
Abschluss der Lehre und TĂ€tigkeit als Sachbearbeiter fĂŒr MessgerĂ€te und Relaisproduktion
1951
Eintritt in die Freie Deutsche Jugend (FDJ). Am 1. Mai erstmals als Aktivist ausgezeichnet. Im Herbst Wechsel zum VEB Rundfunk- und Fernmeldetechnik (RFT)
1952
Im FrĂŒhjahr Bewerbung beim Außenhandelsbetrieb (AHB) Deutscher Innen- und Außenhandel Elektrotechnik als Sachbearbeiter fĂŒr Werbung und Messen. Nach einem halben Jahr KadergesprĂ€ch im Ministerium fĂŒr Außen- und Innerdeutschen Handel und Beginn einer TĂ€tigkeit in der dortigen Hauptabteilung Maschinenbau
1953
Antrag auf Aufnahme in die SED an Stalins Sterbetag, Beginn der zweijÀhrigen Kandidatenzeit. SekretÀr einer FDJ-Grundorganisation mit rund 80 Mitgliedern.
Nach dem 17. Juni Eintritt in die neu gebildeten Kampfgruppen der Arbeiterklasse.
Im September Übernahme der Leitung des Bereichs Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Metallwaren in der Hauptabteilung Maschinenbau im Ministerium fĂŒr Außen- und Innerdeutschen Handel. Teilnahme an der Messe in Utrecht, erste vierwöchige Auslandsreise
1954
Im FrĂŒhjahr Teilnahme an der Messe in Paris. Ab Herbst Beginn des Studiums an der neugegrĂŒndeten Hochschule fĂŒr Außenhandel in Staaken, zuvor Abitur an der Arbeiter- und Bauern-FakultĂ€t der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin
1955
Im Dezember Trauung mit Margareta Becker, einer Schneiderin. Aufnahme in die SED als Mitglied
1956
RĂŒckkehr ins Ministerium nach vier Semestern Direktstudium in Staaken, Abschluss als DiplomaußenhĂ€ndler im Fernstudium. Im November Geburt des Sohnes Thomas
1957
Abteilungsleiter fĂŒr den Export von DDR-Industrieanlagen
1959
Leiter der Hauptverwaltung Schwermaschinen- und Anlagenbau im Ministerium. In der zweiten HĂ€lfte der 50er Jahre wiederholte Dienstreisen nach Ägypten, die UdSSR und andere Staaten sowohl im Westen als auch im Osten
1961
Teilnahme an den Grenzsicherungsmaßnahmen am 13. August als Stellvertretender Kommandeur einer Kampfgruppen-Hundertschaft
1962
Berufung zum hauptamtlichen 1. SekretĂ€r der SED-Kreisleitung im Ministerium fĂŒr Außenhandel, zustĂ€ndig fĂŒr rund 5.000 Parteimitglieder. Diese Funktion ĂŒbt er bis 1966 aus. Beginn der Freundschaft mit Generalmajor Hans Fruck (1911-1990), Vizechef der Hauptververwaltung AufklĂ€rung (HV A) und Stellvertretender Minister fĂŒr Staatssicherheit, sowie Heinz Volpert (1932-1986), Abteilungsleiter in der HV A, seit 1971 im Range eines Oberst und im Sekretariat des Ministers zustĂ€ndig fĂŒr den Sonderbereich Devisenbeschaffung/HĂ€ftlingsfreikauf und -austausch
1963
Teilnahme am VI. Parteitag der SED, der das Neue Ökonomische System der Planung und Leitung (NÖSPL) beschließt, das Reformkonzept fĂŒr das sowjetische Sozialismusmodell
1964
Geburt der Tochter Petra
1965
VorschlÀge zur Erwirtschaftung von Devisen durch den Einsatz von Staatsreserven an den internationalen Warenterminbörsen, erste erfolgreiche Spekulationen mit Kupfer. Beginn der sogenannten KirchengeschÀfte, um Embargobestimmungen zu unterlaufen und den Kirchen im Westen Transferleistungen an die Schwesternkirchen im Osten zu erlauben: Es werden Waren aus der BRD geliefert, die in DDR-Mark bei den DDR-Kirchen bezahlt wurden. So erfolgen auch »HÀftlingsfreikÀufe«. Die BRD zahlt die Ausbildung der Ausreisenden
1966
Leiter des am 1. April gegrĂŒndeten Bereichs Kommerzielle Koordinierung (KoKo) im Ministerium fĂŒr Außenhandel, der u. a. die ökonomische Seite der sogenannten KirchengeschĂ€fte abwickelt und Parteifirmen im Westen als Kapitalgesellschaften aufbaut, um Devisen fĂŒr die DDR zu erwirtschaften. Die Initiative zur Bildung von KoKo geht vom Ministerrat aus, das MfS steht Pate. Schalck-Golodkowski wird auf Vorschlag von Fruck und Volpert als Offizier im besonderen Einsatz (OibE) im Range eines Oberstleutnants ins MfS eingebunden, das heißt, Schalck hat fortan ein doppeltes ArbeitsverhĂ€ltnis. Am 7. Dezember Berufung zum Stellvertretenden Minister fĂŒr Außenhandel
1967
Im Mai Beginn der TĂ€tigkeit als deutsch-deutscher UnterhĂ€ndler. Die intensiven inoffiziellen GesprĂ€che mit dem Westberliner Wirtschaftssenator Dr. Karl König – von denen nur wenige auf beiden Seiten wissen und die etwa ĂŒber sechs Jahre gefĂŒhrt werden – legen mit der Formel »Politische ZugestĂ€ndnisse der DDR gegen finanzielle Leitungen der BRD« die Basis fĂŒr alle deutsch-deutschen Verhandlungen bis 1989
1969
Abschluss der Aufbauphase von KoKo, eines mit kapitalistischen Prinzipien arbeitenden Unternehmens. Die rund 3.000 Mitarbeiter erwirtschafteten von 1966 und 1989 mindestens 25 Milliarden D-Mark. Mit der Eröffnung des Hotels Neptun in WarnemĂŒnde erfolgt der Einstieg von KoKo ins internationale TourismusgeschĂ€ft.
Ehrung mit VaterlÀndischem Verdienstorden (VVO) in Gold
1970
Promotion (gemeinsam mit Heinz Volpert) an der Juristischen Hochschule in Potsdam-Eiche zum Thema »Vermeidung ökonomischer Verluste ...

Table of contents

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Titel
  4. DDR-MinisterprÀsident Schalck-Golodkowski
  5. Woher kommt dieser Doppelname?
  6. KontinuitÀt und Klassenkampf
  7. Schalcks Grenzen
  8. Schalck und Afrika
  9. Schalck-Golodkowski und das Sonderkonto 0628
  10. Der »SchĂŒrer-Bericht«
  11. Orchideen fĂŒr Raissa und einen Drops fĂŒr Schmidt
  12. »Bring den Alten auf die Beine«
  13. OibE
  14. UnterhÀndler
  15. Schalck und »die Sicherheit«
  16. Schalck und Mittag
  17. Schalck und Bölling
  18. Schalck und Strauß
  19. Schalck und SchÀuble
  20. Schalck und der BND
  21. Ruhe um Schalck
  22. Zeittafel