Letzte ErzÀhlungen
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Weitere ErzÀhlungen des Autors: HaimatochareDie Marquise de la PivardiereDie IrrungenDie GeheimnisseDer ElementargeistDie RÀuberDie DoppeltgÀngerDatura fastuosa(Der schöne Stechapfel)Des Vetters EckfensterNaivetÀtDie GenesungNeueste Schicksale eines abenteuerlichen MannesMeister Johannes WachtDer Feind

Information

Year
2012
eBook ISBN
9783849616144
Subtopic
Classics
Letzte ErzÀhlungen
E. T. A. Hoffmann
Inhalt:

Ernst Theodor Amadeus (E.T.A.) Hoffmann – Biografie und Bibliografie
Haimatochare
Die Marquise de la Pivardiere
Die Irrungen
Die Geheimnisse
Der Elementargeist
Die RĂ€uber
Die DoppeltgÀnger
Datura fastuosa
Der schöne Stechapfel
Des Vetters Eckfenster
NaivetÀt
Die Genesung
Neueste Schicksale eines abenteuerlichen Mannes
Meister Johannes Wacht
Der Feind
Letzte ErzÀhlungen, E.T.A. Hoffmann
Jazzybee Verlag JĂŒrgen Beck
Loschberg 9
86450 AltenmĂŒnster
ISBN: 9783849616144
www.jazzybee-verlag.de
Frontcover: © Vladislav Gansovsky - Fotolia.com

Ernst Theodor Amadeus (E.T.A.) Hoffmann – Biografie und Bibliografie

Einer der originellsten und phantasiereichsten deutschen ErzĂ€hler, zugleich auch Musiker und Maler, geb. 24. Jan. 1776 zu Königsberg i. Pr., gest. 24. Juli 1822 in Berlin. Er studierte in seiner Vaterstadt die Rechte, arbeitete seit 1796 bei der Oberamtsregierung in Großglogau und seit 1798 bei dem Kammergericht in Berlin, wurde 1800 Assessor bei der Regierung in Posen, aber wegen einiger anzĂŒglichen Karikaturen, die er gefertigt, 1802 als Rat nach Plozk und 1803 in gleicher Eigenschaft nach Warschau versetzt, wo damals auch J. E. Hitzig und Zacharias Werner als preußische Beamte tĂ€tig waren. Der Einmarsch der Franzosen 1806 machte hier seiner amtlichen Laufbahn ein Ende. Ohne Vermögen und ohne Aussichten im Vaterland, benutzte er seine musikalischen Talente zum Broterwerb und ging 1808 auf Einladung des Grafen Julius v. Soden als Musikdirektor bei dem neuerrichteten Theater nach Bamberg. Als dieses bald nachher geschlossen wurde, geriet er in die grĂ¶ĂŸte Not. Nachdem er sich einige Zeit durch Musikunterricht und Arbeiten fĂŒr die Leipziger »Allgemeine musikalische Zeitung« die nötigsten Unterhaltsmittel erworben, erhielt er 1813 die Stellung als Musikdirektor bei der Secondaschen Schauspielergesellschaft und leitete bis 1815 das Orchester dieser abwechselnd in Dresden und in Leipzig spielenden Truppe. 1816 wurde er wieder als Rat bei dem königlichen Kammergericht in Berlin angestellt; er starb daselbst an der RĂŒckenmarksschwindsucht nach qualvollen Leiden. H. hatte sich von Jugend auf mit Vorliebe dem Studium der Musik gewidmet. In Posen brachte er das Goethesche Singspiel »Scherz, List und Rache« aufs Thea ter, in Warschau »Die lustigen Musikanten« von Brentano, dazu die Opern: »Der Kanonikus von Mailand« und »Liebe und Eifersucht«, deren Text er nach auslĂ€ndischen Mustern selbst bearbeitete. Auch setzte er die Musik zu Werners »Kreuz an der Ostsee« und komponierte fĂŒr das Berliner Theater FouquĂ©s zur Oper umgestaltete »Undine«, deren Partitur samt den prĂ€chtigen, nach Hoffmanns EntwĂŒrfen gefertigten Dekorationen bei dem Brande des Opernhauses zugrunde ging. Die Aufforderung, seine in der »Musikalischen Zeitung« zerstreuten AufsĂ€tze zu sammeln, veranlaßte ihn zur Herausgabe der »PhantasiestĂŒcke in Callots Manier« (Bamberg 1814, 4 Bde.; 4. Aufl., Leipz. 1864, 2 Bde.), die großes Aufsehen machten und ihm die unterscheidende Bezeichnung »H.-Callot« verschafften. Weiter folgten: »Vision auf dem Schlachtfeld von Dresden« (Leipz. 1814); »Elixiere des Teufels« (Berl. 1816); »NachtstĂŒcke« (das. 1817, 2 Bde.); »Seltsame Leiden eines Theaterdirektors« (das. 1818); »Die SerapionsbrĂŒder« (das. 1819–21, 4 Bde.; nebst einem Supplementband, der Hoffmanns letzte ErzĂ€hlungen enthĂ€lt, das. 1825); »Klein Zaches, genannt Zinnober« (das. 1819, 2. Aufl. 1824); »Prinzessin Brambilla, ein Capriccio nach Jakob Callot« (das. 1821); »Meister Floh, ein MĂ€rchen in sieben Abenteuern zweier Freunde« (Frankf. 1822); »Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler, in zufĂ€lligen MakulaturblĂ€ttern« (Berl. 1821–22, 2 Bde.); »Der DoppelgĂ€nger« (BrĂŒnn 1822) und einige kleinere ErzĂ€hlungen, von denen »Meister Martin und seine Gesellen«, »Das Majorat«, »Das FrĂ€ulein von ScudĂ©ry«, »Der Artushof«, »Doge und Dogaresse« etc. wahre MeisterstĂŒcke der Novellistik genannt zu werden verdienen. H. war ein durchaus origineller Mensch, mit den seltensten Talenten ausgerĂŒstet, wild, ungebunden, nĂ€chtlichem Schwelgen leidenschaftlich ergeben (wobei er in Berlin besonders an Ludwig Devrient einen geistesverwandten Genossen hatte) und doch ein trefflicher GeschĂ€ftsmann und Jurist. Voll scharfen und gesunden Menschenverstandes, der den Erscheinungen und Dingen sehr bald die schwachen und lĂ€cherlichen Seiten ablauschte, gab er sich doch allerlei phantastischen Anschauungen und abenteuerlichem DĂ€monenglauben hin. Exzentrisch in seiner Begeisterung, Epikureer pis zur Weichlichkeit und Stoiker bis zur Starrheit, Phantast bis zum fratzenhaftesten Wahnsinn und witziger Spötter bis zur phantasielosen NĂŒchternheit, vereinigte er die seltsamsten GegensĂ€tze in sich, GegensĂ€tze, in denen sich auch seine meisten Novellen bewegen. In allen seinen Dichtungen fĂ€llt der Mangel an Ruhe zuerst auf, seine Phantasie und sein Humor reißen ihn unaufhaltsam mit sich fort. Finstere Gestalten umkreisen und durchkreuzen stets die Handlung, und das WilddĂ€monische spielt selbst in die Welt der philisterhaften und modernen AlltĂ€glichkeit hinein. In der VirtuositĂ€t, gespenstiges Grauen zu erwecken, werden wenige ErzĂ€hler H. erreicht haben; es ist glaubhaft, daß er sich, wie man erzĂ€hlt, vor seinen eignen gespenstigen Gestalten gefĂŒrchtet habe. Die Sprache handhabte er mit großer Gewandtheit, wenn auch nicht ohne Manier. Als Musikkritiker hielt er zu Spontini und den Italienern gegen K. M. v. Weber und die aufblĂŒhende deutsche Oper, wirkte aber fĂŒr das VerstĂ€ndnis Mozarts und Beethovens. Eine Sammlung seiner »AusgewĂ€hlten Schriften« erschien Berlin 1827–28, 10 Bde., denen seine Witwe Micheline, geborne Rorer, 5 BĂ€nde Supplemente (Stuttg. 1839) beifĂŒgte, welche die ErzĂ€hlungen aus seinen letzten Lebensjahren und die 3. Auflage von Hitzigs Biographie (»Hoffmanns Leben und NachlaĂŸÂ«, zuerst Berl. 1823) enthalten. Eine neue Ausgabe erschien u. d. T. »Gesammelte Schriften« (Berl. 1871–73. 12 Bde.), in der Hempelschen Sammlung (das. 1879–83, 15 Tle.) und, besorgt von E. Griesebach, in M. Hesses Klassikerausgaben (»SĂ€mtliche Werke«, Leipz. 1899, 15 Bde.); eine gut kommentierte Auswahl der »Werke« bot Schweizer (das. 1896, 3 Bde.), eine andre mit Einleitung von Lautenbacher erschien im Cottaschen Verlag (Stuttg. 1894, 4 Bde.). Vgl. auch »Das Kreislerbuch, Texte, Kompositionen und Bilder.« Zusammengestellt von Hans v. MĂŒller (Leipz. 1903). H. war auch ein geschickter Karikaturenzeichner, von dem mehrere Karikaturen auf Napoleon I. herrĂŒhren. Interessante Erinnerungen an H. gab Funck (K. F. Kunz) in seiner Schrift »Aus dem Leben zweier Dichter, Ernst Theod. Wilh. H. und Fr. G. Wetzel« (Leipz. 1836). Im Ausland, besonders in Frankreich, ist H. vielfach ĂŒbersetzt und nachgeahmt worden. Vgl. Ellinger, E. T. A. Hoffmann, sein Leben und seine Werke (Hamb. 1894); O. Klinke, E. T. A. Hoffmanns Leben und Werke. Vom Standpunkte des Irrenarztes (Braunschw. 1903).

Haimatochare

Vorwort
Nachfolgende Briefe, welche ĂŒber das unglĂŒckliche Schicksal zweier Naturforscher Auskunft geben, wurden mir von meinem Freunde Adalbert von Chamisso mitgeteilt, als er eben von der merkwĂŒrdigen Reise zurĂŒckgekommen, in der er den Erdball anderthalbmal umkreist hatte. Sie scheinen wohl öffentlicher Bekanntmachung wĂŒrdig. – Mit Trauer, ja mit Entsetzen gewahrt man, wie oft ein harmlos scheinendes Ereignis die engsten Bande der innigsten Freundschaft gewaltsam zu zerreißen und da verderbliches Unheil zu bereiten vermag, wo man das Beste, das Ersprießlichste zu erwarten sich berechtigt glaubte.
E. T. A. Hoffmann.
1. An Se. Exzellenz den GeneralkapitĂ€n und Gouverneur von NeusĂŒdwales
Port Jackson, den 21. Juni 18..
Ew. Exzellenz haben zu befehlen geruhet, daß mein Freund, Herr Brougthon, mit der Expedition, die nach O-Wahu ausgerĂŒstet wird, als Naturforscher mitgehe. LĂ€ngst war es mein innigster Wunsch, O-Wahu noch einmal zu besuchen, da die KĂŒrze meines letzten Aufenthalts mir nicht mehr gestattete, manche höchst merkwĂŒrdige naturhistorische Beobachtungen bis zu bestimmten Resultaten zu steigern. Doppelt lebhaft erneuert sich jetzt dieser Wunsch, da wir, ich und Herr Brougthon, durch die Wissenschaft, durch gleiches Forschen auf das engste verkettet, schon seit langer Zeit gewohnt sind, unsere Beobachtungen gemeinschaftlich anzustellen und durch augenblickliches Mitteilen derselben uns einander an die Hand zu gehen. Ew. Exzellenz bitte ich daher, es genehmigen zu wollen, daß ich meinen Freund Brougthon auf der Expedition nach O-Wahu begleite.
Mit tiefem Respekt etc. etc.
J. Menzies.
N. S. Mit den Bitten und WĂŒnschen meines Freundes Menzies vereinigen sich die meinigen, daß Ew. Exzellenz geruhen möchten, ihm zu erlauben, mit mir nach O-Wahu zu gehen. Nur mit ihm, nur wenn er mit gewohnter Liebe meine Bestrebungen teilt, vermag ich das zu leisten, was man von m...

Table of contents

  1. Ernst Theodor Amadeus (E.T.A.) Hoffmann – Biografie und Bibliografie

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