Briefe 1805 - 1808
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Briefe 1805 - 1808

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Briefe 1805 - 1808

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Dieser Band enthält Goethes Briefe aus den Jahren 1805 - 1808. Goethe war ein sehr produktiver Briefeschreiber, was sich in diesem Werk ebenfalls widerspiegelt.

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Information

Year
2012
eBook ISBN
9783849616489

1808

20/5477.
An Carl Cäsar von Leonhard
Indem ich zum neuen Jahr meine Briefschulden mustere, so finde ich, daß ich vor allen Dingen Ihnen Dank zu sagen habe für die Ehre, die Sie mir erzeigen, indem Sie meinen Namen an der Spitze Ihres Taschenbuches nennen. Ich werde dagegen nicht verfehlen, das nächste Jahr, was mir etwa Bedeutendes vorkommt, mitzutheilen, und nach meiner Weise eine so gute und nützliche Anstalt zu befördern suchen.
Mit besonderer Hochachtung
Weimar, 2. Januar 1808.
Goethe.
20/5478.
An Behrendt
Wohlgeborner,
Insonders hochgeehrtester Herr,
Indem ich Ew. Wohlgebornen zu der wohlvollendeten Reise Glück wünsche, habe ich die Ehre hierbey den Auszug aus zwey Briefen unsers seligen Freundes mitzutheilen. Es sind die Stellen die sich auf seine Lebensbeschreibung beziehen. Daß ich die Briefe nicht selbst, sondern nur eine vidimirte Abschrift der Stellen quaestionis übersende, werden Ew. Wohlgebornen verzeihen: denn der erste Brief besonders ist lang und enthält mehrere strenge Urtheile über deutsche Künstler, die ich in mancher Rücksicht gern für mich allein behalten mag. Ew. Wohlgebornen werden aus dem Mitgetheilten die Intention unsers trefflichen abgeschiedenen Freundes deutlich ersehen und ich wünsche mir bald die nöthige Zeit, um die Arbeit auszuführen, die nicht gering ist, weil alles umgeschrieben werden muß, wenn der Inhalt in einer des großen Künstlers einigermaßen würdigen Form erscheinen, und den Beyfall aller Hackertischen Freunde sowohl als der Kunstfreunde überhaupt verdienen soll. Ich werde nicht ermangeln mit einem Exemplar aufzuwarten.
Der ich mich indessen Ihrem geneigten Andenken empfehle und die Ehre habe mich zu unterzeichnen
Ew. Wohlgeb.
Weimar
ergebenster Diener
den 4. Januar 1808.
J. W. v. Goethe.
20/5479.
An Christian Gottlob Voigt
L'Impresario in augustie ist eine berühmte Oper von Cimarosa; daß Kirms und ich sie so eben aufzuführen im Begriff sind sehen Ew. Excell. aus der Beylage. Helfen Sie uns über diesen Hügel weg, es geht nachher wieder eine Zeitlang von selbst.
Auch der Metzelische Brief liegt bey. Wenn man solche Saalbadereyen nicht gewohnt ist klingt so was schrecklich. Nächstens warte ich auf um die Sache durchzusprechen.
So wie für die Bronzen zu dancken und dagegen etwas Römisches anzubieten.
d. 7. Jan. 1808.
G.
20/5480.
An Christian Gottlob Voigt
Wenn Ew. Excell. nichts zu erinnern finden; so könnte man dem Bibliotheckar einen beyfälligen Befehl erteilen.
W. d. 9. Jan. 1808.
G.
20/5481.
An Bettina Brentano
Sie haben Sich, liebe Bettine, als ein wahrer kleiner Christgott erwiesen, wissend und mächtig, eines jeden Bedürfnisse kennend und ausfüllend. Ihre Schachtel kam kurz vor Tische, verdeckt trug ich sie dahin wo Sie auch einmal saßen und trank zuerst Augusten aus dem schönen Glase zu. Wie verwundert war er als ich es ihm schenkte! Darauf wurde Riemer mit Kreuz und Beutel beliehen. Niemand errieth woher. Auch zeigte ich das höchst künstliche und zierliche Besteck, da wurde die Hausfrau verdrieslich daß sie leer ausgehen sollte. Nach einer Pause um ihre Geduld zu prüfen zog ich endlich den Gewandstoff hervor, das Räthsel war aufgelöst und jedermann im Lob und Preise Bettines fröhlich.
Wenn ich also noch umwende; so habe ich immer nur Lob und Dank Da Capo vorzutragen. Das ausgesuchte zierliche der Gaben war überraschend. Kunstkenner wurden herbeygerufen die artigen Balgenden zu bewundern, genug es entstand ein Fest als wenn Sie eben selbst wieder gekommen wären.
Und nun hoffe ich bald Nachricht wie Sie die gute Mutter gefunden haben, wie Sie ihrer pflegen und was für Unterhaltungen im Gange sind. Der lieben Meline Mützchen kam früher. Ich darfs nicht laut sagen es steht aber niemand so gut als ihr. Herrn Stollens Attention auf dem blauen Papier hat Ihnen doch Freude gemacht. Adieu mein artig Kind! Schreiben Sie bald daß ich wieder was zu übersetzen habe.
W. d. 9. Jan. 1808.
G.
20/5482.
An Friedrich Heinrich Jacobi
Ich habe von dir, mein lieber Freund, diese Zeit her so mancherley Gutes erhalten, daß ich dir schon lange dafür hätte danken sollen. Seit ein paar Monaten aber ist meine Communication nach aussen ganz unterbrochen. Ich habe mich in allerley Arbeiten versenkt, viel mit gegenwärtigen Freunden und durchreisenden Fremden gelebt; besonders hat Werner, der Sohn des Thals, den du ja auch kennst, uns durch sein Wesen, so wie durch seine Werke unterhalten und aufgeregt. Es kommt mir, einem alten Heiden, ganz wunderlich vor, das Kreuz auf meinem eignen Grund und Boden aufgepflanzt zu sehen, und Christi Blut und Wunden poetisch predigen zu hören, ohne das es mir gerade zuwider ist. Wir sind dieses doch dem höheren Standpunct schuldig, auf den uns die Philosophie gehoben hat. Wir haben das Ideelle schätzen gelernt, es mag sich auch in den wunderlichsten Formen darstellen.
An Gästen hat es uns nicht gefehlt. Savigny's und zwey Brentano's waren eine Zeitlang bey uns. Ich habe mir viel von dir und deinen Umgebungen erzählen lassen. Schellings Rede hat mir viel Freude gemacht. Sie schwebt in der Region in der wir auch gern verweilen. Für alles Übrige gleichfalls den besten Dank. Laß mich von Zeit zu Zeit etwas sehen und erfahren.
In München befindet sich ein Maler, Klotz genannt, der sich mit der Farbenlehre viel Mühe gegeben hat. Schon 1797 wurde ich durch einen Aufsatz von ihm im Archiv der Zeit aufmerksam. Nun hat er 1806 eine Meld...

Table of contents

  1. 1805
  2. 1806
  3. 1807
  4. 1808

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