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About this book
Arduino ist ein Mikrocontroller-System, das aus einem Mikrocontroller der Firma Atmel und einer Open-Source-Entwicklungsumgebung, die auf einem vereinfachten C-Dialekt basiert, besteht. Der Mikrocontroller wird ĂŒber den PC programmiert und kann eigenstĂ€ndig oder in Verbindung mit dem PC agieren. Es können fĂŒr die Interaktion zwischen Mensch und Mikrocontroller diverse Sensoren angeschlossen werden, die unsere Umwelt erfassen und die Daten an den Mikrocontroller weitergeben. Der Mikrocontroller verarbeitet mit seinem Programm die Daten, und es können Ausgaben getĂ€tigt oder z. B. Aktuatoren gesteuert werden. Der KreativitĂ€t des Entwicklers sind dabei keine Grenzen gesetzt.
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Information
1Â Â Mikrocontroller-Grundlagen
Bevor wir uns nĂ€her mit Arduino beschĂ€ftigen, ist es wichtig, einen allgemeinen Ăberblick ĂŒber die Mikrocontroller zu gewinnen. Mikrocontroller werden vor allem im Bereich der Automatisierungs-, der Mess-, Steuer- und Regeltechnik eingesetzt. Der Vorteil eines Mikrocontroller-Systems ist, auf kleinstem Raum energie- und kosteneffizient physikalische GröĂen zu messen und zu interpretieren, um darauf aufbauend Entscheidungen zu treffen und Aktionen durchzufĂŒhren.

Bild 1.1  Beispiel einer Ein- und Ausgabeverarbeitung anhand eines GewÀchshauses
Das Spektrum möglicher Anwendungen von Mikrocontrollern reicht vom privaten (z. B. der Steuerung eines GewĂ€chshauses oder der Hausbelichtung) bis zum industriellen Bereich, wo komplette Anlagen mit Mikrocontroller-Systemen gesteuert, gewartet und betrieben werden können. Das obige Bild zeigt eine typische Datenverarbeitung zur Steuerung einer BewĂ€sserungsanlage eines GewĂ€chshauses. Der Controller nimmt dabei ĂŒber Sensoren die Messwerte der Umgebungstemperatur und Bodenfeuchte auf. Die Messwerte werden durch eine digitale Logik im Mikrocontroller (kurz: ”C oder MC genannt) interpretiert. Daraufhin wird die Pumpe fĂŒr die BewĂ€sserung entsprechend angesteuert.
1.1Â Â Aufbau und Funktionsweise
Als vollwertiger Computer im Kleinstformat weist jeder Mikrocontroller â Ă€hnlich einem PC â grundlegende Bausteine auf, die in Abb. 1.2 dargestellt sind. Grundbausteine eines jeden Mikrocontrollers sind die CPU, der Arbeitsspeicher (RAM) sowie der Programmspeicher (FLASH) und die Peripherie.

Bild 1.2  Prinzipieller Aufbau eines Mikrocontrollers
Die CPU
Die wichtigste Funktionseinheit ist die zentrale Recheneinheit, die CPU
(engl.: Central Processing Unit). Sie kann als das »Gehirn« des Mikrocontrollers verstanden werden. Dort werden Signale ausgewertet und Befehle und arithmetische Operationen abgearbeitet.
Arbeits- und Programmspeicher
Arbeits- und Programmspeicher werden in vielen Darstellungen in der Regel logisch getrennt. Das Benutzerprogramm unseres eigenen Programms, das wir selbst geschrieben haben, wird in einem nichtflĂŒchtigen Flash-Speiche
r, dem Programmspeicher, abgelegt. Je nach Controllersystem kann man auf (implementieren) Programmspeicher von mehreren Kilobyte (KB) bis Megabyte (MB) zurĂŒckgreifen. Bei einigen Systemen ist es darĂŒber hinaus möglich, den Programmspeicher durch externe Flash-Komponenten aufzustocken.

Bild 1.3  Der Flashspeicher des Mikrocontrollers ATmega168PA (Quelle: ATMEL-Datenblatt)
Der Arbeitsspeicher dient zur temporĂ€ren Ablage von Rechen-, Mess- und SteuergröĂen. Hier werden die Ergebnisse der Berechnungen zur Programmlaufzeit abgelegt. Ziel ist, möglichst schnell auf eine begrenzte Anzahl von Daten zugreifen zu können. Dieser RAM-Speicher (engl.: Random Access Memory) ist in der Regel deutlich kleiner als der Flash-Speicher, dafĂŒr aber um ein Vielfaches schneller. Die Werte des RAM werden zur Laufzeit erzeugt und sind im Gegensatz zum Flash-Speicher flĂŒchtig, d. h., dass im RAM nach einem Neustart des Controllers keine Werte gespeichert sind.

Bild 1.4  Der RAM-Speicher des Mikrocontrollers ATmega168PA (Quelle: ATMEL-Datenblatt)
1.2Â Â Peripherie
Als »Peripherie« bezeichnet man jene Komponenten eines Mikrocontrollers, die nicht durch die CPU und Speicherbausteine abgedeckt werden. Insbesondere Komponenten, die eine Schnittstelle zur AuĂenwelt darstellen, wie digitale Ein- und AusgĂ€nge (kurz: I/O fĂŒr Input/Output), werden zu den Peripheriebausteinen gezĂ€hlt. Die meisten Mikrocontroller bieten eine Vielzahl von Ein- und AusgĂ€ngen mit verschiedenen Funktionen wie digitale, aber auch analoge Ein- und AusgĂ€nge (ADC und DAC).
1.3Â Â Technologievergleich: RISC und CISC
Die Charakterisierung der RISC- und CISC-Technologie
ist schon ein tiefer gehender Einblick in die Digital- und Mikrocontrollertechnik. AVR-Controller wie der Arduino basieren auf der RISC-Technologie. Der folgende Abschnitt bietet einen Ăberblick ĂŒber die RISC- und die CISC-Technologie.
CISC-Technologie
Bei der CISC-Technologie wird der Programmspeicher in den RAM des Systems geladen und teilt sich diesen mit dem Programmspeicher. Man spricht auch davon, dass sich Programmcode und Daten derselben Speicher teilen. Das war insbesondere bei den ersten Computersystemen sinnvoll, da Arbeitsspeicher teuer war.
Ein weiteres, fĂŒr Mikrocontroller viel entscheidenderes Merkmal ist der Aufbau von Befehlen. Ein CISC-Rechner verfĂŒgt ĂŒber ein groĂes Sortiment an teils sehr speziellen Befehlen. In der Digitaltechnik ist ein Befehl eine Reihenfolge von bestimmten Bytes. Ein Byte kann 256 (0 bis 255) verschiedene ZustĂ€nde annehmen. Um mehr als 256 verschiedene Befehle zu implementieren, benötigt man weitere Bytes. So kann es sein, dass ein spezialisierter Befehl aus mehreren Bytes (z. B. fĂŒnf Byte) besteht. Das Laden dieses Befehls dauert lĂ€nger als das Laden eines Befehls, der nur ein Byte lang ist.
RISC-Technologie
Man hat festgestellt, dass bei CISC-Rechnern in der Regel etwa 90 % eines Quelltextes aus nur 30 verschiedenen Befehlen bestehen. Auf dieser Grundlage entstand der Gedanke, in der CPU weniger dafĂŒr aber kurze und schnelle Befehle zu implementieren. So findet man auf RISC-Mikrocontrollern in der Regel keine Befehle, die aus mehr als drei oder vier Bytes bestehen. Damit verfĂŒgt man nicht mehr ĂŒber so viele spezialisierte Befehle und muss diese aus mehreren kurzen zusammensetzen. Um dabei mindestens die gleiche LeistungsfĂ€higkeit zu erzielen wie bei einem CISC-Rechner, verfĂŒgen die meisten RISC-Rechner ĂŒber eine groĂe Anzahl von Registern. Ein Register ist ein in der CPU befindlicher temporĂ€rer, extrem schneller Speicher. Ein weiterer Gegensatz zur CISC-Technologie ist eine klare physikalische und logische Trennung zwischen Programm- und Datenspeicher.
Vergleich
Bei einem CISC-Rechner hat man eine Vielzahl spezialisierter Befehle, die in der Regel jedoch eine lange Abarbeitungszeit beanspruchen. Deutlich kĂŒrzere Abarbeitungszeiten erreichen die Befehle eines RISC-Rechners. Ein Nachteil dieser Technologie ist jedoch, dass hier die spezialisierten Befehle durch mehrere Befehle nachgebildet werden mĂŒssen. Die Vor- und Nachteile der CISC- oder RISC-Technologie halten sich etwa die Waage. AuĂerdem sollte beachtet werden, dass es keinen reinen RISC- und keinen reinen CISC-Rechner gibt.

Bild 1.5  Das Blockschaltbild der Mikrocontroller-Blockschemata â hier sind die internen Strukturen des Controllers gut zu erkennen. (Quelle: ATMEL-Datenblatt)
2 Programmierung der Mikrocontroller
Mit der zunehmenden Integration von Halbleiterbauteilen wie Mikroprozessoren hielten Mikrocontroller immer stÀrker Einzug in die Anwendungsgebiete der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Aber auch im Hobbybereich wurden die Mikrocontroller immer beliebter. Das liegt zum einen daran, dass heute komplexe, meist analoge Schaltungen durch einfachere digitale Mikrocontroller-Schaltungen ersetzt werden. Ein anderer ausschlaggebender Punkt ist das unschlagbare Preis-Leistungs-VerhÀltnis von Mikrocontrollern.
2.1 Was ist ein Programm?
Ein Programm ist die Beschreibung eines Informationsverarbeitungsprozesses. Im Lauf eines solchen Prozesses wird aus einer Menge von variablen oder konstanten Eingangswerten eine Menge von Ausgangswerten berechnet. Die Ausgangswerte sind entwed...
Table of contents
- InhaltsĂŒbersicht
- Vorwort
- CD-ROM zum Buch
- 1Â Â Mikrocontroller-Grundlagen
- 2Â Â Programmierung der Mikrocontroller
- 3Â Â Eine kleine Ăbersicht ĂŒber die ARDUINO-Mikrocontroller-Familie
- 4Â Â Arduino Shields
- 5Â Â Bauteile
- 6Â Â Bauteile und ihre Funktion
- 7Â Â Die ersten Vorbereitungen (Inbetriebnahme)
- 8Â Â Die Arduino-Entwicklungsumgebung
- 9Â Â Arduino-Programmiergrundlagen
- 10Â Â Weitere Experimente mit Arduino
- 11Â Â Der IÂČC-Bus
- 12Â Â Arduino und der IÂČC-Bus-Temperatursensor LM75
- 13Â Â IÂČC-Portexpander mit PCF8574
- 14Â Â Ultraschallsensoren zur Entfernungsbestimmung
- 15Â Â Arduino mit GPS
- 16Â Â Stellantrieb mit Servo fĂŒr Arduino
- 17Â Â LC-Displays LCDs
- AÂ Â Anhang
- BÂ Â Bezugsquellen
- Stichwortverzeichnis
- Impressum