Über Bäume reden bei einem Glas Wein
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Über Bäume reden bei einem Glas Wein

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Über Bäume reden bei einem Glas Wein

About this book

Erfahrungen, Erlebnisse, Beobachtungen. Aufgezeichnet und verarbeitet zu kurzen Essays, Glossen und Gedichten. Markus Isenegger sieht genau hin: wie die Menschen miteinander umgehen. Er hört zu, wie sie reden. Und er notiert, was daraus entsteht an Verstehen und an Missverständnissen.

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Information

Year
2016
Print ISBN
9783848214457
Edition
1
eBook ISBN
9783738680195
Subtopic
Poetry

ERKUNDEN

Sich selbst erleben beim Wandern,
im Museum, auf Stadtspaziergang und Hausbesuch.

Tastend in die Zukunft

Ich erträume mir
den scharfen Jurawind im Gesicht
Ich erträume mir
ein paar Häuser, den See und ein Stumpengleis
Ich erträume mir
das Bahnhofbuffet und Wände mit Spuren von Tabakrauch
Ich erträume mir
bierselige Männer, die warten auf den Zug oder auf nichts
Ich erträume mir
einen potage mit Brot und vin du pay
Ich erträume mir
einen Platz im Abendzug Richtung Bern
Ich erträume mir
den schmerzfreien Hinschied
Ich erträume mir
ein teilnahmsvolles letztes Geleit
Ich erträume mir eine offene Tür
Ich erträume mir ein au revoir.

Die ersten Sätze

«Was ist das Erste, wenn bei Ihnen ein Roman entsteht?» Auf dem Podium an den Solothurner Literaturtagen sitzt die in Slowenien geborene Ilma Rakusa mit Navid Kermani, der aus dem Iran stammt; die beiden sprechen Fragen an, welche das Publikum vermutlich mit sich herumträgt: Woher holen sich Schreiberinnen ihre Inhalte? Womit beginnen sie? Haben sie Angst vor dem Anfang? Ist für sie eher der Titel das Erste oder vielleicht der Anfangssatz?
«Ich brauche erst einen Satz», meint Rakusa, «diesen kann ich kaum erfinden, ich kann ihn nicht programmieren, er muss mir zufallen. In einem Augenblick der Musse, auf einem Spaziergang zum Beispiel. Oder in einer Liturgie mit ihren festen, leeren Formen, die Platz für Inhalte lassen.» Sie könnte unmöglich den Plot konstruieren und sich erst danach an den Anfangssatz machen. Kermani pflichtet bei: «Ein erster Satz ist so etwas wie eine Weichenstellung. Dieser gibt die Stimmung an.» Kermani hat ein Textbeispiel mit und liest vor: «Ein König reitet mit seinem Gefolge aus Ministern, Generälen, Beamten, Dienern, Soldaten und Damen seines Harems durchs Land.» Dieser Satz führt die Hörenden irgendwohin in den Orient. Vielleicht zu einem Märchen aus dem Osten. So beginnt eine Geschichte aus vergangener Zeit. Etwas Überzeitliches. Das Schildern des Trosses, ohne Adjektive, lässt beim Lesenden Bilder aufkommen ...
Nach einigen Austauschvoten hin und her stellt nun auch Ilma Rakusa ihren Anfangssatz vor, der zu einem unveröffentlichten Text gehört: «Wir standen am Ufer des muskulösen Flusses und schauten.» Kermani entgegnet, man könne auf den Nebensatz «und schauten» verzichten, deutlich genug komme heraus, dass wir nicht mit geschlossenen Augen am Fluss stehen. «Diese Reduktion will ich eben gerade nicht! Wichtig an diesem Satz ist der Rhythmus. Er ermöglicht ein gewisses Verweilen. Von hier weg kann ich eine Geschichte entwickeln.» Der Anfang entscheide oft, ob eine Geschichte oder ein Roman oder ein Aufsatz überhaupt gelesen werde. Rakusa zitiert aus «Anna Karenina» von Tolstoj den ersten Satz: «Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre eigene Art.»
Für den Schreiber sei wichtig, dass er oder sie auch andere Autoren und Autorinnen kenne. «Das Gelesene ist das Auserlesene. Schreiben ist stetiges Fortschreiben. Kein Schreiber beginnt bei Null. Ich brauche den Anfangssatz als Fundament, nie könnte ich damit beginnen, dass ich mir einen Titel suche.» Noch weniger könne sie irgendwo in der Mitte mit dem Schreiben des Romans beginnen, wie andere Schriftsteller es von sich behaupten …
Die Dreiviertelstunde ist flugs vorbei. Erfüllt und etwas verunsichert verlasse ich die Szene der Solothurner Literaturtage. – Abends, zu Hause, hole ich mein eigenes Buch hervor, den Zeitstrombrecher, 2011, mit Kurzgeschichten und Erinnerungen. Einige Anfangssätze will ich herauspicken und dabei erspüren, ob sie dem Solothurner Literaturgeist standhalten oder mich gar erbleichen lassen: «Ein Bahnwagen dicht gefüllt mit Militär.» – «Spätabends, feuchtfrisch, es ist wenig über Null.» – «Wir nehmen den Schotterweg vom Rhône-Knie ostwärts.» – «Er war mittelgross, schwarzhaarig, eher schlank, hatte ein handgestricktes, grauweiss meliertes Wollkäppchen auf, wie die Juden es über dem Haarwirbel tragen.» – «Sobald in Ostafrika der Landregen beginnt, quillt die Erde und wird teig.»
Schon steht bei mir das nächste Schriftstück an. Ob ich den Zauber der Solothurner Gespräche selber schaffen kann? Fast macht mir mein Anfang Angst.

Missionshunde

In der Bahnhofspassage treffe ich auf ihn, er beginnt sofort zu erzählen: «Hütt bin i am Quai entlang spaziert, do han i gsäh, wie zwö Ente …»
So einer ist er, seit ich ihn kenne: niederschwellig, mitteilsam. Geboren wurde er im Thurgau auf einem Bauernhof der paritätischen Gemeinde Wängi. Sein Vater, ursprünglich reformiert, wechselte zum katholischen Glauben. Kein Wunder, dass sein Sohn Friedrich sich bei der Berufswahl für das Priestertum entschied.
Als ich mit ihm im selben Haus zu wohnen kam, stand er kurz vor dem Lizenziat in Theologie. Es zeichnete sich ab, dass für ihn das Doktorat infrage kam; seine Destination lautete «Mystik und Missionswissenschaft». Das Studium nahm mehrere Jahre in Anspruch und glich einer Zickzack-Tour: Burgos, Salamanca, Rom. Schliesslich seine Doktorarbeit: «Die Katholizität der Kirche und die Mission in der kirchenamtlichen, ekklesiologischen und missionarischen Literatur der Zeit von ‹Maximum Illud› bis ‹Princeps Pastorum› (1919–1959) conscripta a Kollbrunner Friderico Romae: Pontifica Universitas Gregoriana 1971.»
Einblick in die konkrete Missionstätigkeit holte sich Friedrich während zweier Jahre in Rhodesien, dem heutigen Zimbabwe. Er interessierte sich für Tiere ebenso wie für Menschen. Mit letzteren war der Kontakt jedoch erschwert, nicht nur der Fremdsprache wegen; auch die Hygiene machte ihm zu schaffen. Friedrich hatte Angst, einen Infekt aufzulesen. Egal, von Mensch oder Tier. Lieber sass er in der Studierstube im Regionalhaus in Driefontein und durchforschte Tagebücher aus der Gründerzeit der Mission, die sogenannten Zambezi Records. Abends, beim Umtrunk, berichtete er, was er gefunden hatte. Gerne redete er mit Missionaren über die derzeitige Lage im Land, er hörte sich ihre Erlebnisse an. Auch ich traf ihn ab und zu. Besonders interessierten ihn Hunde, von denen es auf jeder Missionsstation mindestens einen gab und über deren Charakter sich lange reden liess. Friedrich plante, ein Büchlein über «Missionshunde» zu verfassen. Das Projekt blieb in den Anfängen stecken.
Nach dem Praktikum in Afrika wurde Friedrich bald der Gelehrte in Sachen Mission, er bekam eine Dozentur an der Theologischen Fakultät Luzern, war zugleich Kaplan in der Stadt und arbeitete als Redaktor der «Neue Zeitschrift für Missionswissenschaft». Das Bearbeiten der internationalen Beiträge erforderte Umsicht und Akribie. Dies jedoch hinderte ihn nicht, in den Arbeitspausen und am Mittagstisch banale Begebenheiten vom Vortag zu erzählen oder ausführlich über seine Gesundheit und die Ärzte zu berichten oder über die Geschichte der Päpste zu plaudern. Auch konnte man bei ihm hin und wieder den gesunden Wutausbruch erleben, wenn etwas im Miteinander nicht stimmte: «Du verzellsch ä Mischt!»
In all den Jahren verfeinerte Friedrich seine Sprachfähigkeit. Jetzt verfasst er Gedichte, setzt witzige Texte auf, Satiren. In der Freizeit schreibt er Kurz-Krimis, meist zum Vatikan. Sein Deutsch ist vorzüglich. Ich bin versucht zu sagen: Es lässt sich messen am Schreibstil von Thomas Mann.

Brotbrechen an der Strasse

Pizzastücke und Tapas
Sobald in der Karibik die Sonne verschwindet, bricht die Nacht herein. In der Ausgehmeile von Cartagena leuchten die bunten Lampen und Laternen auf. Bunt sind auch die Menschen, die hin und her flanieren. Die Luft bleibt feucht und ist kaum kühler als tagsüber, man lebt im Freien. Vor einem Restaurant sitzen der Schweizer Gast und zwei Kolumbianer. Sie essen Pizzastücke und Tapas, reden viel und nehmen die Umgebung nur oberflächlich wahr. Satt und achtlos stellt der Gast schliesslich Speiseresten und Besteck an den Tischrand. Da taucht – wie aus dem Nichts – ein Gassenbub auf. Er hat gegenüber gelauert, die Strasse gequert und steckt die Resten in sein Plastikgefäss. Fort ist er.
Bettler und Chico
Am Marktplatz in Popayán, Kolumbien, sitzt ein Mann auf dem Trottoir neben einem Haufen Abfall. Er ist ungepflegt, seine Kleider sind Lumpen, und an einem der Schuhe fehlt die Sohle. Markttreiben und Verkehr stören ihn nicht. Er hat den Vormittag mit Wühlen im Abfall und mit Nahrungssuche verbracht. Jetzt geht ein Knabe auf den Mann zu und wechselt einige Worte mit ihm. Der Mann gräbt im Abfallhaufen, blickt auf und gibt dem Chico drei Trauben und eine halbverfaulte Orange. Der Chico isst die Trauben mit zufriedenem Gesicht, sagt etwas zum Mann und geht mit der Orange. Der Mann wühlt weiter.
Speisen vor die Hunde werfen
Wer über das Hochland von Peru nach Süden fährt, kann am Strassenrand alle fünfzig Meter einen Hund sehen, manchmal mehrere. Sie sitzen und liegen geduldig in der schier menschenleeren Steppe. Was sie hier wollen? Sie wissen, dass in Ayaviri – einer kleinen Stadt auf halber Strecke zwischen Sicuani und Juliaca – «Kanacho» verkauft wird: Frauen vom Ort steigen beim Halt in die Busse. Sie bieten in Plastik verpackte Kartoffeln mit einer Portion Schaffleisch an und steigen wieder aus. Die Passagiere verzehren ihre Mahlzeit auf der Weiterfahrt; sie werfen ab und zu Kartoffelschalen und Knochen aus dem Fenster, wo sie von den Hunden geschnappt und gefressen werden.

C’est magnifique – vous verrez

Den Sommer zuvor habe ich mit meinem Begleiter Gregor die «Margeride» im Zentralmassiv von Frankreich durchquert. Über die Cevennenkette sind wir gewandert und unten in Les Vans angekommen, im Gebiet der Ardèche. Bloss drei Tage wären noch gewesen bis zur Rhône. Die Hitze in der Talsohle hiess uns die Tour abbrechen. Nichtsdestotrotz wollen wir jetzt – ein halbes Jahr danach – den Rest bewältigen. Wir wählen den April, kurz vor Ostern.
Ich fahre mit Gregor per Bahn nach Avignon, dann mit dem Bus bis Pont-St-Esprit, dem eigentlichen Endpunkt unserer Tour vom Vorjahr. Wir wollen westwärts, rückwandern gleichsam. Am zweiten Tag müssen wir den Wald durchqueren. Mit fünf bis sechs Stunden ist zu rechnen, man wird weder Wasserstelle noch Gehöft antreffen und kaum auf Wanderer stossen. Im Karstgebiet der Ardèche wachsen Steineichen und Föhren. Unwegsam ist der Wald, abgesehen von den abenteuerlichen Holzer-Schneisen, «traverses d’exploitation», und einer Schotterpiste, die – an bizarren Felsformen vorbei – zum verlassenen Forsthaus führt. Halbstunde um Halbstunde schreiten wir dahin. Allmählich wird mir mulmig.
Durch Leerschlucken suche ich die Reaktion im Magen zu mildern, uns beiden kann ja wenig passieren, wir haben genug Wasser, und es ist kühl. Dennoch spüre ich Angst. Gregor lenkt mich ab, indem er vom einen Wegzeichen zum andern die Minuten zählt. Nach etlichen Stunden biegt die Forststrasse klar von West nach Süd ab. Die Wegzeichen führen nach Nordwest ins Unterholz zu einem erd-steinigen Pfad, der aussieht, als wäre er frisch gepflügt. Aufgewühlte Kalktrümmer und Schwarzerde, mitunter Exkremente. Wir vermuten Wildschweine, die nach Eicheln oder Trüffeln gesucht haben; hoffentlich sind diese Tiere fort. Wir werden vorsichtig. Alsbald hören wir ein Grunzen rechts im Gehölz. Erkennen können wir nichts, wir sind auf der Hut. Die diffuse Waldangst von vorher wird zur konkreten Furcht. Von den Hauern des Ebers aufgespiesst werden? Nein! Wir halten den Stock fest in der Hand, trippeln voran. Das Grunzen bleibt zurück. Allmählich lichtet sich der Wald, es gibt Wiesen und Baumgruppen. Wir gelangen zum ersten Gehöft; eine halbe Stunde später zur Siedlung Labastide-de-Virac. Sie kommt mir vor wie eine Oase. Bei einer Frau erhalten wir Bett und Frühstück. Es ist dieselbe Frau, die mir vor paar Tagen am Telefon gesagt hat: «C’est magnifique, vous verrez.»

Felsenfenster

Regenschauer gehören zu diesem kühlnassen Junifreitag. Ich bin von Bauen her auf Wanderung das Urnersee-Ufer entlang. Ein Stück der alten Fahrstrasse erkenne ich: Als Junge ging ich nach einem Gewitter hier durch, zusammen mit meinem Kameraden Winfried. Die Strasse war schmal. Zur Hälfte verlief sie in dunklen Tunnelabschnitten, künstliches Licht gab es nicht. Neu führt der Autotunnel durch den Berg. Der ehemalige Strassenabschnitt gehört zum «Weg der Schweiz», er dürfte an diesem regnerischen Tag spärlich begangen sein. Ob ich einst mit Winfried schon den Höhlenkoller spürte? Jetzt jedenfalls habe ich beim Eintritt in das erste Tunnelstück mit einem mehlig-mulmigen Gefühl zu tun. Um mich wird es dunkel. Doch nach zwanzig, dreissig Metern dringt fahles Licht von der linken Seite durch: eine Kaverne, der Tunnel ist mit Fenstern durchsetzt. So dürfte ich stets genug vom Schotterboden erkennen.
Nach diesem Abschnitt folgt ein Stück im Freien, der Regen hat eingesetzt. Befestigungen, Netze, Träger. «Achtung Steinschlag!» Früher war das noch nicht so, meine ich zu wissen. Im Laufe der Jahre müssen Wegstücke eingestürzt sein, sodass eine Umgehung mittels Sprengen erforderlich wurde: zusätzliche Passagen und Fenster. Ich erlebe den Weg als spannendes Aus und Ein, vom Schauer zum «Schärmen», es fehlt nicht an Überraschungen. Nach einer Dreiviertelstunde stehe ich auf dem Delta von Isleten, unweit der Schifflände. Ich sehe mich um: Hier wachsen Föhren, Pinien, Feigen, Palmsträucher; sie lassen mich ans Mittelmeer denken. Der Regen nimmt ab. Während ich mich um die eigene Achse drehe, erkenne ich Teile der Sprengstoff-Fabrik. Ein Palisadenzaun, dahinter zerstörte Steinbaracken, einstöckig. Ich assoziiere eine Explosion.
In der Rekrutenschule verwendeten wir Handgranaten. Ob sie aus dieser Fabrik kamen? Gefüllt mit grobkörnigem TNT-Pulver, Tri-Nitro-Toluol. Wir übten Häuserkampf. Zuerst blind, dann scharf. Warfen die Granate durch ein Fenster oder über die Mauer und gingen in Deckung …
Mir scheint, der Sprengstoff-Betrieb sei um mehr als die Hälfte reduziert. Eine Standseilbahn führt zu einem Felsendepot hinauf; ungewiss, ob es noch genutzt wird. Das aktive Fabrikteil ist in die Mitte des Deltas verlegt worden, nahe zum Bach. Mit Maschendraht und übermannshohem Erdwall gesichert. Wie es dahinter wohl aussieht? Der Wall hat keine Öffnung, durch die ich hineingucken könnte. Neugierig bin ich!

Der Fussgänger

An einem kalten Junimorgen schreitet er in Moutier entlang dem Bahndamm dorfeinwärts zur Paroisse Saints Germain et Randoald. Der Kirchenbau ist gerade mal fünfzig Jahre alt geworden. Er sei noch vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) fertiggestellt, und schon in dessen Geist entworfen worden. Das Architekturbüro Baur aus Basel zeichnete für das damalige Projekt.
Gleich beim Eintreten wird er vom Chorraum in Bann gezogen. Er schaut den breiten Altartisch, den Baldachin darüber, bestaunt den Priestersitz, der ihm kaiserlich vorkommt. Christus, Imperator. Wortlos setzt er sich im Halbdunkel auf eine Bank mitten im Raum und verweilt. Die bunten «Vitraux» von Alfred Manessier hinten und an den Seiten bräuchten – so überlegt er – einen nochmaligen Besuch. Sie würden gewiss weitere Aspekte des Glaubens erleuchten, vielleicht auch das Leiden ...
Vom Vorplatz der Kirche weg sind es nun zwei Kilometer auf Asphalt; so weit, bis das Flüsschen «La Foule» die Dorfstrasse tangiert. Zwar würde unweit das Taxi stehen. «Tant pis, gschäch nünt Schlimmers», brummt er und geht zu Fuss. Sobald er das Gewässer La Foule erreicht, lässt er den Asphalt zurück und schreitet auf der erdigen Fahrstrasse leicht aufwärts in ein Tälchen zwischen zwei Felsflanken hinein, das fliessende Wasser an seiner Seite. Dann aber stellt er verwundert fest, dass dieses zu murmeln aufgehört hat, obschon das Tälchen weiterhin nach oben weist. Rasch geht er fünfzig Schritte zurück. Ja. Da drückt u...

Table of contents

  1. Motto
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Vorwort
  4. Wundern
  5. Streiten
  6. Entsinnen
  7. Erkunden
  8. Schmunzeln
  9. Anhang
  10. Impressum

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