Kein anderes Fach ist durch die Inklusionsdebatte so herausgefordert worden wie die HeilpĂ€dagogik. Nicht nur werden deren disziplinĂ€ren Grundlagen einer kritischen Revision unterzogen. Auch die Profession der HeilpĂ€dagogik muss tradierte Berufsbilder ĂŒberprĂŒfen, sich im Prozess der Inklusion neu verorten. Das Buch vermittelt in dieser Situation sicheres Orientierungswissen. Im Mittelpunkt steht die professionelle Positionierung der HeilpĂ€dagogik. Sehr konkret wird dabei auf die unterschiedlichsten Handlungsfelder der Behindertenhilfe und die Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen eingegangen. Kritisch analysiert werden dann die bisherigen Basisvariablen des Faches und gleichzeitig die Leitideen fĂŒr die neugefassten Rollen, Kompetenzen und ZustĂ€ndigkeiten der HeilpĂ€dagogik skizziert.

eBook - ePub
Inklusion in der HeilpÀdagogik
Diskurse, Leitideen, Handlungskonzepte
- 288 pages
- English
- ePUB (mobile friendly)
- Available on iOS & Android
eBook - ePub
Inklusion in der HeilpÀdagogik
Diskurse, Leitideen, Handlungskonzepte
About this book
Trusted by 375,005 students
Access to over 1.5 million titles for a fair monthly price.
Study more efficiently using our study tools.
Information
1 Theoretische Positionierungen
Aus der Geschichte lernen, Zukunft zu gestalten: Inklusive Bildung und Erziehung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Eckhard Rohrmann
1 Vorbemerkung
Mein Beitrag wird sich neuerlichen Sprachregelungen, bei denen die Rede ist von »behinderten Menschen« oder »Menschen mit Behinderungen«, nicht anschlieĂen. Nach meinem VerstĂ€ndnis ist Behinderung kein den Behinderten »innewohnendes Abstraktum« (Marx 1981, S. 534), sondern Ausdruck solcher gesellschaftlicher Bedingungen und VerhĂ€ltnisse, die Menschen mit körperlichen, organischen, sozialen oder sonstigen BeeintrĂ€chtigungen bei der subjektiven Aneignung von und der sozialen Teilhabe an relevanten gesellschaftlichen LebenszusammenhĂ€ngen behindern. Wenn solcherart Behinderte als Behinderte bezeichnet werden, werden sie nicht dadurch diskriminiert, sondern durch die VerhĂ€ltnisse, die sie behindern. Im Ăbrigen sollte die Tatsache, dass behinderte Menschen sind, so selbstverstĂ€ndlich sein, dass sie nicht jedes Mal betont zu werden braucht, wenn man von ihnen spricht. Wir reden ja schlieĂlich auch nicht von studierenden Menschen, von Menschen mit einem Bundestagsmandat oder von Menschen mit einem weiblichen, intersexuellen oder mĂ€nnlichen Geschlecht.
2 Idee und Begriff der Inklusion und die gegenwÀrtige Inklusionsdebatte
»Neue Begriffe, jeweils in kritischer Absicht eingefĂŒhrt, unterliegen mit der Zeit mehr oder weniger dem gleichen Schicksal: Sie werden inflationiert, auch und gerade von denjenigen ĂŒbernommen, gegen die sie sich ursprĂŒnglich gerichtet hatten und dabei mehr und mehr inhaltlich aufgeweicht, unverbindlich und ihrer ursprĂŒnglich kritischen Potenz zusehends beraubt« (Rohrmann 1994, S. 19).
Dies habe ich 1994 geschrieben. In dem Beitrag ging es um Integration und Selbstbestimmung fĂŒr Menschen, die wir geistigbehindert nennen. Dort habe ich mich kritisch mit der seinerzeit zunehmenden Verwendung beider Begriffe als inhaltsleere, z. T. geradezu sinnzersetzende schillernde Modebegriffe auseinandergesetzt und bin zu folgender EinschĂ€tzung gelangt:
»Wie Integration, so ist auch der Selbstbestimmungsbegriff lĂ€ngst von einem kritischen Programm zu einer begrifflichen Dekoration auch solcher Praxis verkommen, die Integration und Selbstbestimmung im jeweils ursprĂŒnglich gemeinten Sinne diametral zuwider lĂ€uft« (ebd.).
Ich habe damals dafĂŒr plĂ€diert, die alten nicht einfach durch neue Begriffe zu ersetzen, da diese neuen, so meine BefĂŒrchtung, in kĂŒrzester Zeit das gleiche Schicksal ereilt hĂ€tte, wie die alten Begriffe. Stattdessen habe ich vorgeschlagen und zugleich den Versuch unternommen, die Begriffe zu rehistorisieren bzw. zu radikalisieren, d. h. die Begriffe und die hinter ihnen verborgenen Ideen auf ihre UrsprĂŒnge, auf ihre Wurzeln zurĂŒckzufĂŒhren, also auf die VerhĂ€ltnisse und Praxen, deren Negation sie ihren eigenen AnsprĂŒchen nach sein wollten und anfangs wohl auch waren. Bekanntlich ist der öffentliche und fachöffentliche Diskurs meinem Vorschlag mehrheitlich nicht gefolgt, sondern es wurden neue Begriffe wie Inklusion und Teilhabe eingefĂŒhrt. Auch wenn dieser Vorgang zuweilen enthusiastisch gar als Paradigmenwechsel gefeiert wird, ist doch kaum zu ĂŒbersehen, dass das eingetreten ist, was ich damals befĂŒrchtet habe. Ich denke, ich könnte Passagen meines damaligen Beitrags heute wortgleich noch einmal schreiben und sie wĂ€ren hoch aktuell, wenn ich nur die Begriffe Selbstbestimmung und Integration durch Teilhabe und Inklusion ersetzen wĂŒrde.
Mit der EinfĂŒhrung neuer Begriffe Ă€ndert sich erst einmal ĂŒberhaupt nichts, und die Frage, ob Integration und Inklusion dasselbe meinen oder Inklusion gewissermaĂen eine Weiterentwicklung der Integrationsidee ist, wie vielfach vertreten wird und auch in der verbreiteten Grafik in Abb. 1 zum Ausdruck kommt, hĂ€ngt allein davon ab, was man jeweils inhaltlich darunter versteht.

Abb. 1: Unterscheidung zwischen Exklusion, Integration und Inklusion
Das wird besonders deutlich, wenn man z. B. die einschlĂ€gigen Debatten zu Integration damals und Inklusion heute miteinander vergleicht. So attackierten etwa Norbert Myschker und Monika Ortmann (1999, S. 13) »die die âștotale Integrationâč verlangenden âșradikalen Integrationistenâč (âŠ)«, denen sie die »ein nach Schweregraden der Behinderung differenziertes Stufensystem der Förderung« befĂŒrwortenden »moderaten Differenzialisten (âŠ)« gegenĂŒberstellten. Das war 1999. Und heute? Heute warnt Bernd Ahrbeck (2014) vor den Risiken und Nebenwirkungen der Inklusion, welche er insbesondere in der hierdurch drohenden »Auflösung der sonderpĂ€dagogischen Fachlichkeit (âșDekategorisierungâč)« und »(âŠ) einer organisatorischen Einheitslösung, die im Widerspruch zu pĂ€dagogischen Notwendigkeiten steht« (S. 5), sieht. Schroff weist er das Anliegen »radikaler InklusionsbefĂŒrworter« zurĂŒck, nĂ€mlich »das Ziel (âŠ) eine Einheitsschule, eine âșSchule fĂŒr alleâč ⊠als âșvöllig aussonderungsfreieâč Schule zu konzipieren« (S. 6), und bezweifelt, dass »eine ungetrennte Gemeinsamkeit aller SchĂŒler das ausschlieĂlich gĂŒltige Ziel sein kann« (S. 8). Dem »radikalen Inklusionsbegehren« (S. 15) besagter »radikaler InklusionsbefĂŒrworter« (S. 2 und S. 5) stellt er »(âŠ) ein moderates InklusionsverstĂ€ndnis« (S. 5) gegenĂŒber.
Es zeigt sich: Hier wird mit dem Inklusionsbegriff in gleicher Weise argumentiert, wie frĂŒher mit dem Integrationsbegriff, ohne dass sich das inhaltliche ProblemverstĂ€ndnis irgendwie geĂ€ndert hĂ€tte. Moderate Inklusion bedeutet doch nichts anderes als Fortbestand der Exklusion und mithin lediglich ein moderates Absenken der Aussondergrenze mit der unweigerlichen Konsequenz eines noch zunehmenden Homogenisierungsdrucks auf die nach wie vor Ausgegrenzten. Von der Logik erscheint die Vorstellung einer moderaten Inklusion Ă€hnlich plausibel wie die Aussage, eine Frau sei lediglich ein bisschen schwanger.
Inklusion ist in den vergangenen Jahren zu einer Art Modethema geworden, und es gehört heutzutage schon fast zur political correctness, bei jeder passenden oder auch unpassenden Gelegenheit ein Bekenntnis zur Inklusion abzulegen, was auch immer damit gemeint ist. Verfolgt man auĂerdem die einschlĂ€gigen aktuellen öffentlichen und fachöffentlichen Debatten, lassen sich einige typische inhaltlich eingrenzende Grundannahmen erkennen:
âą Die Idee der Inklusion sei Mitte der 1990er Jahre entstanden.
⹠Inklusion richte sich in erster Linie auf Behinderte und hier vor allem auf den Bereich der Schule. Hieraus wird hÀufig geschlussfolgert, Inklusion sei in erster Linie ein Thema der Sonder(schul)pÀdagogik.
Meine folgenden AusfĂŒhrungen werden zeigen, dass die erste Grundannahme nicht zutrifft. Die zweite Grundannahme hĂ€ngt nicht zuletzt damit zusammen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention oftmals missverstanden wird als eine Art »SondermenschenrechtserklĂ€rung« nur fĂŒr Behinderte. Sie ist jedoch, wie andere Menschenrechtsabkommen auch, eine Konkretisierung der am 10. Dezember 1948 von der UN-Vollversammlung verabschiedeten Allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte. Insofern folgt dieser Beitrag dem folgenden GrundverstĂ€ndnis:
»Das mittlerweile zum Fachbegriff erhobene Konzept der Inklusion geht (âŠ) davon aus, dass höchst unterschiedliche, prinzipiell aber stets gleichrangige Gruppen ein groĂes, inklusives Ganzes bilden, das sich durch allseitige VerĂ€nderung weiterentwickelt. Inklusion in diesem Sinne ist ein systemtheoretisches Konzept, das keine Normen und Hierarchien akzeptiert, sondern horizontale Verbindungen, die in steter Bewegung sind« (Tolmein 2013, S. 165).
Es geht also letztlich um Gleichheit aller Menschen und nicht nur Behinderter unter Anerkennung ihrer jeweils subjektiven und individuellen Verschiedenheit und dies in allen Lebensbereichen, auch, aber nicht allein im Bildungsbereich. Neu ist allerdings, wenn man von diesem InklusionsverstĂ€ndnis ausgeht, welches sich bei verschiedenen sozialen Bewegungen, nicht nur der Behindertenbewegung, sondern ebenso bei den Bewegungen der Afroamerikaner sowie der indigenen amerikanischen Bevölkerung oder der Frauenbewegung durchaus auch erkennen lĂ€sst, nicht die Idee dessen, was heute mit Inklusion bezeichnet wird, sondern, wie schon gezeigt, erst einmal nur der Begriff, und wenn man sich die RealitĂ€ten vergegenwĂ€rtigt, unter denen viele Menschen in Deutschland leben, lernen und arbeiten mĂŒssen und dabei auf vielfĂ€ltige Weise in ihren Lern-, Entwicklungs- und Lebensmöglichkeiten behindert werden, so erscheint das Gerede von einem Paradigmenwechsel bislang jedenfalls fast zynisch.
3 Zwei historische VorlÀufer der Inklusionsidee aus dem 17. und dem 19. Jahrhundert
3.1 Die Idee einer Schule, »ubi omnes omnia omnino duceantur« (Comenius)
Die Idee von Schulen fĂŒr alle, in denen »alle alles umfassend gelehrt werden mĂŒssen« (Comenius 1954, S. 58), schwebte bereits dem Theologen und PĂ€dagogen Joan Amos Comenius in seiner GroĂen Didaktik vor. Das Buch erschien erstmals 1628, also inmitten des 30-jĂ€hrigen Krieges auf Tschechisch, 1657 in der letztendlichen Fassung auf Latein, und gilt als »das erste Lehrbuch ĂŒber schulischen Unterricht« (Grundmann 2010, S. 69) ĂŒberhaupt. Das was wir heute Inklusion nennen, war fĂŒr Comenius in einer Zeit, als Bildung noch das Privileg vornehmlich des mĂ€nnlichen Adels war, so scheint es, eine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Er meinte wirklich eine Schule fĂŒr alle:
»Nicht nur die Kinder der Reichen und Vornehmen sollen zum Schulbesuch angehalten werden, sondern alle in gleicher Weise, Adlige und Nichtadlige, Reiche und Arme, Knaben und MÀdchen aus den StÀdten, Flecken, Dörfern und Gehöften« (Comenius 1954, S. 55. Hervorhebung ER.).
AusdrĂŒcklich bezieht er in seiner unvollendet gebliebenen Pampaedia auch Menschen, die wir heute behindert nennen, in sein pĂ€dagogisches Konzept mit ein:
»Nun ist die Frage, ob auch die Blinden, die Tauben und die Dummen, denen wegen mangelnder Erkenntnismittel gewisse Dinge nicht genĂŒgend eingeprĂ€gt werden können, dieser Pflege unterzogen werden sollen. Ich antworte: (âŠ) Nur auĂermenschliche Geschöpfe werden von der vervollkommnenden Pflege ausgeschlossen. In dem MaĂe, wie jemand an der menschlichen Natur Anteil hat, soll er an jener Wartung teilnehmen; besonders ist dort, wo die Natur sich wegen eines inneren Mangels nicht selbst helfen kann, Ă€uĂere Hilfe nötig« (Comenius 1960, S. 47).
Zwar blieb Comeniusâ Anliegen »noch in weitumspannende religiöse, ja eschatologische Weltdeutungen eingehĂŒllt« (Spranger 1949, S. 19). Ihm ging es weder um soziale Teilhabe im heutigen Sinne, noch um Vorwegnahme des bĂŒrgerlichen Bildungsideals im Spannungsfeld zwischen Emanzipation von ĂŒberkommenen HörigkeitsverhĂ€ltnissen auf der einen und Erziehung zur bĂŒrgerlichen Brauchbarkeit auf der anderen Seite, sondern, geprĂ€gt von seinen Kriegserfahrungen, um sittliche und religiöse Vervollkommnung, aber aller Menschen (omnes). Insofern kann Comenius durchaus als Verfechter der Idee, die wir heute als Inklusion bezeichnen, verstanden werden, wenn auch im Kontext seiner Zeit.
3.2 »Die Einheit des Menschen in der Menschheit« (Séguin)
Ein weiteres Beispiel dafĂŒr, dass die Idee der Inklusion eine lange Tradition hat, findet sich ca. 200 Jahre spĂ€ter. 1846 legte der Mediziner und PĂ€dagoge Ădouard SĂ©guin das wohl weltweit erste Lehrbuch einer PĂ€dagogik der damals sog. Idioten vor. Sein Anliegen war es,
⹠»(âŠ) die Idioten zu erziehen und sie mehr oder weniger und Schritt fĂŒr Schritt der MenschenwĂŒrde wiederzugeben« (2011, S. 215),
⹠»(âŠ) die Idioten zu bessern,
âą die menschliche Natur von ihren niedrigsten bis zu ihren höchsten ĂuĂerungen zu studieren und
âą an Idioten die richtigen physiologischen Mittel zur Erhebung der Menschheit durch jene Erziehung zu erproben (âŠ)« (S. 74),
âą die er in seinem Werk entwickelt hat. Sein Ziel war dabei
âą die Herstellung »(âŠ) der Einheit des Menschen in der Menschheit« (S. 164) und
⹠»(âŠ) ein bestĂ€ndiges Aufsteigen auf der Stufenleiter von der Isolierung zur Vergesellschaftung« (S. 167).
Wichtiges Anliegen war SĂ©guin die Erziehung zur Arbeit, wobei er ausdrĂŒcklich nicht entfremdete Lohnarbeit meinte. Das »(âŠ) Resultat oder Produkt der Arbeit muss in ihrer Perzeption und Intelligenz wahrnehmbar und faĂbar sein, muĂ vor allem von persönlichem und unmittelbarem Nutzen sein« (S. 184). Scharf grenzte er sich von dem (nicht nur) zeitgenössischen Ziel der Erziehung zur bĂŒrgerlichen Brauchbarkeit ab:
»Kann man aber den Idioten in einer Massenindustrie arbeiten lassen, wo Dampf und Maschinen die Produktion tĂ€glich zu einem Tags vorher unbekannten Umfange zwingen und frohe Menschen zum ĂuĂeren und zur Erniedrigung verkrĂŒppelter, bleicher und vergrĂ€mter Arbeiter von Lyon, Manchester, Birmingham usw. reduzieren? Wenn Idioten so verwendet werden, dann wĂ€re es besser, sie in ihrer ursprĂŒnglichen Verfassung zu lassen« (S. 185).
4 Die Inklusionsidee in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte
Ich unternehme einen weiteren historischen Sprung in die deutsche Nachkriegsgeschichte, wobei ich mich aus ZeitgrĂŒnden auf die frĂŒhere BRD beschrĂ€nke1. Nach einer Phase der Restauration kam es in den 1960er Jahren parallel zur Bildungsexpansion der sog. höheren Schulen auch zu einer qualitativen wie quantitativen Ausweitung des Sonderschulsektors. AuĂerdem gelang es der SonderpĂ€dagogik, sich von der bis dahin vorherrschenden medizinischen Dominanz zu emanzipieren und als pĂ€dagogische Teildisziplin an mehreren UniversitĂ€ten und pĂ€dagogischen Hochschulen zu etablieren. Doch nur wenige Jahre nach Beginn dieser Entwicklung, regte sich der Protest insbesondere von Betroffenen, denen all diese Segnungen zugedacht waren. Sie wandten sich vor allem gegen die zentrale sonderpĂ€dagogische Grundannahme, der zufolge sie als Behinderte besondere Menschen seien, die nur in besonderen Einrichtungen pĂ€dagogisch und sozial sonderbehandelt werden können.
⹠»Keine Reden,
âą Keine Aussonderung,
⹠Keine Menschenrechtsverletzungen.«
Das waren die zentralen Forderungen von Aktivistinnen und Aktivisten eines bundesweiten Zusammenschlusses von KrĂŒppel- und Behinderteninitiativen, die am 24. Januar 1981 anlĂ€sslich der nationalen Eröffnungsveranstaltung des Internationalen Jahres der Behinderten in der Dortmunder Westfalenhalle die HauptbĂŒhne besetzt hatten, wenige Minuten bevor dort der damalige BundesprĂ€sident Carl Carstens hĂ€tte sprechen sollen. Knapper und prĂ€ziser kann man die Idee der Inklusion kaum auf den Punkt bringen. Durch die GrĂŒndung gemeindenaher ambulanter Assistenzdienste als Gegenentwurf zur verbreiteten stationĂ€ren Unterbringung von Menschen mit Behinderung, die bei der BewĂ€ltigung ihres Alltages auf UnterstĂŒtzung angewiesen sind, haben manche dieser Initiativen seit Ende der 1970er/Anfang der1980er Jahre, leider bislang in nur sehr wenigen StĂ€dten, ihre Forderungen auch ganz praktisch umgesetzt.
»Gemeinsam leben â gemeinsam lernen« ist das Mot...
Table of contents
- Deckblatt
- Titelseite
- Impressum
- Inhalt
- HeilpĂ€dagogik und Inklusion â ein Widerspruch?!
- 1 Theoretische Positionierungen
- 2 Inklusion zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Lebenswelten, Handlungs- und Organisationsfelder)
- 3 Umsetzung in die inklusive Praxis
- Die Autorinnen und Autoren
Frequently asked questions
Yes, you can cancel anytime from the Subscription tab in your account settings on the Perlego website. Your subscription will stay active until the end of your current billing period. Learn how to cancel your subscription
No, books cannot be downloaded as external files, such as PDFs, for use outside of Perlego. However, you can download books within the Perlego app for offline reading on mobile or tablet. Learn how to download books offline
Perlego offers two plans: Essential and Complete
- Essential is ideal for learners and professionals who enjoy exploring a wide range of subjects. Access the Essential Library with 800,000+ trusted titles and best-sellers across business, personal growth, and the humanities. Includes unlimited reading time and Standard Read Aloud voice.
- Complete: Perfect for advanced learners and researchers needing full, unrestricted access. Unlock 1.5M+ books across hundreds of subjects, including academic and specialized titles. The Complete Plan also includes advanced features like Premium Read Aloud and Research Assistant.
We are an online textbook subscription service, where you can get access to an entire online library for less than the price of a single book per month. With over 1.5 million books across 990+ topics, weâve got you covered! Learn about our mission
Look out for the read-aloud symbol on your next book to see if you can listen to it. The read-aloud tool reads text aloud for you, highlighting the text as it is being read. You can pause it, speed it up and slow it down. Learn more about Read Aloud
Yes! You can use the Perlego app on both iOS and Android devices to read anytime, anywhere â even offline. Perfect for commutes or when youâre on the go.
Please note we cannot support devices running on iOS 13 and Android 7 or earlier. Learn more about using the app
Please note we cannot support devices running on iOS 13 and Android 7 or earlier. Learn more about using the app
Yes, you can access Inklusion in der HeilpÀdagogik by Heinrich Greving, Christina Reichenbach, Michael Wendler in PDF and/or ePUB format, as well as other popular books in Education & Inclusive Education. We have over 1.5 million books available in our catalogue for you to explore.