Es hätte eine behütete, schöne Kindheit und Jugend sein können im sächsischen Dreiländereck. Doch nach und nach brechen die Schatten der Zeitgeschichte in Ursulas Leben ein: der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg. Schorsch, ihre erste Liebe, fällt in den Kämpfen gegen Kriegsende.Als die Niederlage besiegelt ist, flieht die junge Frau wie viele andere Menschen aus dem Dorf vor der Roten Armee. Man will sich nach Prag in Sicherheit bringen - ohne zu ahnen, dass diese Flucht geradewegs in die Hölle führt.Eine lange Zeit wird es dauern, bis Ursula wieder das warme Licht der Freiheit sehen darf...

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Ins warme Licht der Freiheit
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Historical BiographiesIndex
HistoryHeimkehr auf Zeit
Endlich kam ich in Leutersdorf an und lief vom Bahnhof zu unserem Haus. Von außen sah es nicht viel anders aus als früher, aber im Haushalt meiner Großmutter war die Not in diesem Herbst 1946 unübersehbar.
»Es wird immer schlimmer. Wärst doch besser im Westen geblieben«, sagte meine Oma zu mir.
Das tat mir sehr weh. »Ich habe geglaubt, du freust dich, dass ich heimkomme«, antwortete ich enttäuscht.
Da begann sie zu weinen. »Und wie ich mich gefreut habe, als dein Brief kam. Aber du siehst es ja selbst, was aus mir geworden ist! Ich habe keine Energie und keine Hoffnung mehr. Alles ist so anders geworden. Seit Wochen bekomme ich keine Rente mehr. Die Jüngeren wissen sich schon irgendwie zu helfen, aber ich alte Frau, ich kann einfach nicht mehr …«
Solche Reden war ich von meiner resoluten Großmutter gar nicht gewohnt.
»Jetzt wird es besser werden. Ich sorge schon dafür«, machte ich ihr Mut. Dann fragte ich mit banger Stimme: »Weißt du, wann sie die Mutter endlich freilassen?«
»Nein, aber es dauert bestimmt nicht mehr lange«, antwortete die Großmutter und trocknete sich die Tränen. Sie war in den eineinhalb Jahren, in denen ich sie nicht gesehen hatte, stark gealtert. Von der vitalen und robusten Frau, die vor dem Krieg so eifrig ihre Lebkuchen- und Kaffeebestellungen organisiert hatte, war nicht mehr viel übrig. Doch in ihren tiefliegenden blauen Augen schien noch immer ein Funken Hoffnung zu schimmern.
»Deine Mutter hat mir neulich schreiben dürfen. In ihrem Brief hieß es, dass Lenchen und Käthchen sehr krank seien und es auch dem kleinen Robert nicht gut gehe. Aber sie hofft sehr, dass sie bald nach Hause darf.«
»Wir hätten die Kinder nicht mitnehmen sollen«, sagte ich. »Aber wie konnten wir damals wissen, was uns in Prag erwartete?« Ich verstummte, denn plötzlich wurde alles wieder lebendig – die ganze Flucht und die Schrecken danach.
»Was ist richtig, was ist falsch?«, murmelte die Großmutter und wiegte den Kopf. »In Spitzkunnersdorf wurden damals viele Frauen vergewaltigt, es wurde geplündert und herumgeknallt, aber die Russen, die nach Leutersdorf kamen, haben es nicht so arg getrieben und waren schnell wieder weg. Viel habe ich nicht mitbekommen, denn ich bin lieber im Haus geblieben, solange sie sich im Dorf herumtrieben. Immer hatte ich Angst, dass sie plötzlich vor meiner Tür stehen und mich ausplündern würden, aber in unser Haus ist kein einziger Russe gekommen.«
»Da hast du aber mächtiges Glück gehabt.«
Dann fragte ich nach Onkel Kurt: »Ist er noch in Gefangenschaft?«
»Ja, vermutlich. Ich habe schon eine Ewigkeit nichts mehr von ihm gehört.«
Die Großmutter begann wieder zu weinen.
Ich fühlte mich mit einem Mal elend in der Wohnung, in der ich einst sorglos und glücklich gewesen war. Nichts mehr war wie früher, musste ich immer wieder denken. Es war alles so deprimierend!
»Der Onkel Kurt wird bestimmt bald heimkehren, wirst schon sehen. Der hat sich doch immer zu helfen gewusst«, versuchte ich die Großmutter zu trösten.
»Ja, die Amerikaner oder Engländer hätten ihn schon längst nach Hause geschickt, aber er war ja zuletzt in Russland. Aus Sibirien kommt doch keiner zurück.«
Ich legte den Arm um ihre mageren Schultern. »Vielleicht ist er ja gar nicht in Sibirien, und selbst wenn, dem Onkel Kurt traue ich alles zu.«
Dann fragte ich nach dem Rest der Familie, nach Freunden und Nachbarn. Sie erzählte, dass ihre Tochter Elli mit der kleinen Regina zunächst ebenfalls geflohen, dann aber umgekehrt sei und sich in ihrem Haus verschanzt habe. »Es ist ihnen zum Glück nichts passiert«, ergänzte sie. »Und die Elli kommt mich oft mit der Regina besuchen.«
»Dann warst du wenigstens nicht ganz allein.«
Wir schwiegen eine Weile, dann sagte sie: »Ich habe bald kein Holz mehr, von Kohlen ganz zu schweigen. Viele Leute im Dorf tun sich zusammen und schleichen nachts in den Wald, um heimlich Holz zu schlagen. Aber ich alte Frau kann das nicht. Die Heli gibt mir zwar etwas ab, aber viel ist es nicht. Sie hat ja selbst nicht genug. Ihr Mann mit seinem kaputten Bein ist ganz verbittert und launisch. Du wirst ihn nicht mehr erkennen, den Walter. Sie macht viel mit, die Heli. Aber sie lässt sich trotzdem nicht unterkriegen.«
Großmutter rang die Hände. »Ich weiß nicht, wie wir durch den Winter kommen sollen. Wenn nur der Kurt hier wäre oder die Elsa.«
»Ich werde mich um Heizmaterial kümmern, damit wir nicht frieren müssen«, versprach ich. »Wer organisiert denn das mit dem Holz?«
»Geh mal in den nächsten Tagen zum Neumann Karl. Der kümmert sich darum.«
So richtete ich mich wieder in Leutersdorf ein. Wir hatten jetzt September, und Großmutter kochte aus Wildkräutern Suppen, sammelte Bucheckern und presste sie aus, um daraus Öl zu gewinnen. Es gab Bratkartoffeln aus Kartoffelschalen. Im Keller standen zwar noch Einmachgläser mit Senfgurken, Paprika und Kirschen, aber davon alleine konnte man nicht satt werden. Ich hatte meine abgebrochene Lehre wieder aufgenommen, doch ich sehnte mich zurück in den Westen. Trotzdem wollte ich bleiben, meine Großmutter nicht im Stich lassen, denn sie lebte sichtlich auf, seit ich wieder da war. Auch hoffte ich auf die Rückkehr meiner Mutter.
Und dann kam der Tag, an dem sie tatsächlich in der Küche am Tisch saß, als ich von der Arbeit nach Hause kam.
Blind vor Tränen fiel ich ihr um den Hals. Ein paar Minuten lang pressten wir uns aneinander, ohne etwas sagen zu können.
Obwohl sie stark abgenommen hatte, schien sie nicht ernsthaft krank zu sein. Ihre Bräune im Gesicht und an den Armen verriet mir, dass sie draußen gearbeitet hatte.
»Wie schön, dass wir alle wieder zusammen sind«, sagte die Großmutter mit vor Rührung zitternder Stimme. »Jetzt fehlt nur noch der Kurt.«
»Wo sind denn die Kinder?«, fragte ich die Mutter.
»Ich habe sie gleich in Zittau ins Krankenhaus gebracht. Aber der Arzt meinte, dass sie bald wieder gesund werden.«
»Was fehlt ihnen denn?«, fragten die Großmutter und ich gleichzeitig.
»Niemand weiß das so genau. Sie haben Geschwüre am ganzen Körper und so daran gekratzt, dass alles zu eitern anfing. Sie wären besser im Dorf geblieben, die Russen hätten ihnen nichts getan, denn zu Kindern sind sie eigentlich recht nett.«
Dann erzählte sie, wie es ihr ergangen war. Nachdem wir voneinander getrennt worden waren, kam auch sie zunächst ins Gefängnis, aber in ein anderes Stockwerk, wurde jedoch nach wenigen Wochen mit anderen Frauen in ein Lager nach Eger transportiert. Dort musste sie tagaus und tagein auf dem Feld arbeiten.
»Die erste Zeit ging es uns ganz schlecht«, erzählte sie. »Dann besserte sich unsere Situation ein wenig. Anfangs mussten wir in einer riesigen Halle, die inmitten der Felder stand, auf dem blanken Betonboden schlafen. Es herrschte eine schreckliche Hitze, und angesichts der katastrophalen hygienischen Zustände brachen bald Krankheiten aus. In den ersten Tagen gab es nichts zu essen außer einem Stück Brot. Aber da diese Ration nicht ausreichte, um uns bei Kräften und arbeitsfähig zu halten, gaben sie uns schließlich ordentlich zu essen und brachten uns in Baracken unter, in denen es nicht so heiß war und es wenigstens einen Abort und eine Waschgelegenheit gab. Trotzdem wurden wir natürlich von Läusen und Wanzen geplagt.«
Die Mutter verstummte, blickte mit leeren Augen vor sich hin. Wir spürten, dass sie noch nicht alles gesagt hatte, dass sie das Schlimmste bisher verschwieg. Doch dann musste sie es einfach loswerden. Ein schmerzvoller Zug glitt über ihr Gesicht, als sie wieder zu reden anfing. »Das wäre alles zu ertragen gewesen, wenn nicht Nacht für Nacht …« Sie stockte wieder, konnte es einfach nicht aussprechen. Sie schlug die Hände vors Gesicht. »Es war zu schrecklich, ich kann es nicht erzählen.« Sie weinte bitterlich.
Ich konnte mir denken, was dort Nacht für Nacht geschehen war. Schließlich schaute mich die Mutter an und fragte bang: »Bist wenigstens du verschont geblieben?«
»Ja«, antwortete ich und senkte den Kopf. »Gott sei Dank hat mir keiner was getan.« Dann erzählte ich die Geschichte, wie ich mich mit Helene im Besenschrank verstecken musste: »Da sind wir nur um ein Haar davongekommen.«
»Lass uns von etwas anderem reden und unser Wiedersehen feiern«, sagte die Großmutter und erhob sich vom Tisch. Sie wirkte mit einem Mal richtig lebendig. »Ich habe eine Überraschung für euch.«
Ich blickte ihr erwartungsvoll nach, als sie in den Flur hinausging. Ich hörte die Kellertür knarren und wusste, dass sie dort unten etwas versteckt hatte. Meine Mutter wischte sich die Tränen aus den Augen und lächelte mich an.
»Gut schaust du aus«, sagte sie, »richtig gesund und erholt. So, als kämst du aus der Sommerfrische.«
»Komme ich auch«, antwortete ich und schob meinen Rock hoch, um ihr meine gebräunten Beine zu zeigen.
Dann berichtete ich ihr vom Walchensee, von meinem Freund Ernst und was wir alles gemeinsam erlebt hatten.
Meine Mutter hörte interessiert zu, doch ich merkte, dass sie nicht mehr so schnell wie ich auf ein neues Leben umschwenken konnte. Ihre Gedanken weilten in der Vergangenheit, meine waren auf die Zukunft ausgerichtet.
»Ist das ein fester Freund?«, fragte sie mich argwöhnisch, denn aufgrund ihrer eigenen Erfahrung hatte sie Männern gegenüber ein gespaltenes Verhältnis.
Ich nickte. Dann gestand ich meiner Mutter, während die Großmutter noch im Keller kramte, dass ich nur ein halbes Jahr bleiben würde, um anschließend zurück nach Bayern zu gehen. Alles hier sei mir fremd geworden, meinte ich.
Traurig hörte sie mir zu, sodass ich sie tröstend in den Arm nahm. »Ich bin doch nicht aus der Welt«, versuchte ich sie zu beruhigen.
»Ach, Urselchen«, sagte sie betrübt. »Nun bist du erwachsen. Weißt du noch, wie du als kleines Mädchen immer auf der Nähmaschine gesessen und mir bei der Arbeit zugesehen hast. Bring dein Fingerchen ja nicht in die Nadel, habe ich dich immer ermahnt, wenn du mit deinen kleinen Händchen dahin greifen wolltest, wo es so schön gerattert hat.«
Dann wandte sie sich ein wenig von mir ab, und ich sah, wie sie in Gedanken weit in die Vergangenheit ging. »Dein Vater hat oft gesagt, dass wir das schönste Baby auf der Welt hätten, und dann hat er uns doch verlassen, obwohl wir so glücklich waren.«
»Denk nicht mehr darüber nach, Mutter. Es ist doch lange vorbei.« Ich mochte es nicht, wenn man von meinen Vater sprach, an den ich mich kaum erinnern konnte.
»Dann wirst du uns also bald verlassen«, sagte die Mutter, um das Thema zu wechseln. Und genau in diesem Moment kam die Großmutter mit einem großen Paket zur Tür herein.
Sie hatte die letzten Worte noch gehört. Im Gegensatz zu meiner Mutter schien sie nicht überrascht oder betroffen zu sein. Obwohl ich nichts gesagt hatte, war ihr klar gewesen, dass ich gehen würde. Sie zeigte uns das Paket. »Lebensmittel aus amerikanischen Armeebeständen – Care-Pakete heißen sie. Meist landen sie alle im Westen, aber manchmal gehen auch welche in unsere Zone und werden dann von Hilfsorganisationen an besonders bedürftige Familien verteilt. Vor drei Wochen kam jemand vom Rathaus und hat es mir gebracht. Ich habe schon hineingeschaut, ob verderbliche Sachen drin sind. Aber alles ist in Dosen: Fleisch und Wurst, Gemüse und Früchte.« An diesem Tag ließen wir es uns gutgehen.
Kaum war Mutter wieder zu Hause, packte sie ihre Nähmaschine aus. Mit einer Arbeit in der Fabrik als Kontoristin konnte sie zumindest vorerst nicht rechnen, denn nach den Enteignungsmaßnahmen ruhte dort die Arbeit noch. Der Fabrikant Fünfstück hätte den Laden gleich wieder in Schwung gebracht, meinte sie. Zu ihrem Glück kamen gleich nach ihrer Rückkehr die Leute aus dem Dorf angelaufen, denn jeder hatte etwas zu flicken, zu ändern oder aus einem alten Stück ein neues zu nähen. Man musste sich zu helfen wissen in Zeiten des Mangels.
Jetzt, wo die Tage kürzer und kälter wurden, kauerten wir uns, zumal wenn Stromsperre herrschte, im Schein der Kerzen um den Ofen herum, in dem die letzten Briketts verbrannten. Die Großmutter sprach viel über Gott, denn sie wurde mit fortschreitendem Alter zunehmend religiöser.
»Wir dürfen nicht mit dem Herrgott hadern in dieser schweren Zeit«, sagte sie immer wieder, wenn die Mutter einwandte, sie könnte einfach nicht mehr an einen Gott glauben, der so viel Elend in der Welt zulasse.
»Er hat uns das nicht eingebrockt, sondern das waren wir selbst. Wir haben Hitler gewählt und auf ihn und die anderen Verbrecher gehört. Wir waren es, die bedingungslos alles geglaubt haben, nicht der liebe Gott. Aber er wird uns wieder bessere Zeiten schenken, ihr werdet sehen.«
Wir diskutierten viel in diesen entbehrungsreichen Tagen, wenn wir die Küche kaum warm bekamen. Zum Glück war Großmutters Vorrat an Kerzen schier unerschöpflich, denn sonst hätten wir auch noch im Dunkeln gesessen.
Ich erzählte von der Bäuerin vom Walchensee, die mich sehr beeindruckt hatte und die ungefähr so alt war wie meine Großmutter. Ich verglich insgeheim diese beiden Frauen, die sich in ihrem Charakter irgendwie ähnlich waren, obwohl die äußeren Lebensumstände sich unterschieden. Meine Großmutter hatte nie viel besessen und sieben Kindern begraben müssen, war aber trotz aller Rückschläge und Schmerzen eine starke Frau geblieben.
Die Bäuerin vom Walchensee, die niemals Hunger leiden musste auf dem großen, schönen Hof, hatte auch schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Nachdem ihr Mann im ersten großen Krieg gefallen war, verlor sie im zweiten auch noch alle drei Söhne, wenngleich sie die Hoffnung nie aufgab, dass wenigstens der eine, der als vermisst galt, überlebt hatte – so wie die Großmutter sehnsüchtig auf ihren Kurt wartete. Zwei Frauen, zwei deutsche Schicksale.
Wegen des Mangels an Brennmaterial tat man sich, seit es draußen ungemütlich kalt geworden war, zusammen und setzte sich gemeinsam in eine Stube, einmal bei dem einen, einmal bei dem anderen.
Zu uns kamen meistens die unverheirateten Schwestern der Großmutter, die Martha und die Elsa, nach der meine Mutter benannt war. Um sich zu revanchieren, brachten die Tanten stets etwas zum Essen mit, meistens Käse, den sie bei den Bauern der Umgebung gehamstert hatten. Sie tauschten vor allem gehäkelte Spitzendecken oder gestrickte Wollstrümpfe ein.
Für mich waren diese Abende ziemlich trostlos, vor allem, wenn ich sie mit den lustigen Treffen im Schleißheimer Freundeskreis verglich. Jetzt bestand meine Gesellschaft aus lauter alten Leuten!
Ein Abend ist mir in besonders schlimmer Erinnerung. Wir saßen um den Tisch herum, und jeder ging einer Beschäftigung nach, solange es Strom gab. Die Mutter nähte, die Tanten und die Großmutter strickten, und ich schrieb einen Brief an den Ernst. Wie lange wir Strom hatten, wussten wir nie – manchmal ging es bis zum späten Abend, dann wieder war gleich nach Anbruch der Dämmerung Schluss. An jenem Abend hatten wir nicht einmal gegessen, als das Licht erlosch.
Die Elsa erzählte gerade zum hundertsten Mal von einer verpassten Heiratschance. Eigentlich war es eine traurige Geschichte, denn die Tante war eine herzensgute Frau und wegen ihres einsamen Lebens zu bedauern, aber inzwischen hörte niemand mehr zu, wenn sie wieder davon anfing. Je älter sie wurde, desto mehr trauerte sie dieser vertanen Gelegenheit nach.
»Ach, jammere doch nicht«, meinte die Großmutter. »Die Ehe ist auch nicht die reinste Glückseligkeit. Mein Heinrich war sicher kein schlechter Mann, aber ich habe doch allerhand mitgemacht.«
»Dann lasst uns mal was essen«, schlug Tante Elsa schnell besänftigt vor. Sie hatte immer Hunger. »Essen können wir schließlich auch bei Kerzenschein. Das ist sogar romantisch.«
»Ich habe nur noch eine Kerze«, bemerkte meine Großm...
Table of contents
- Cover
- Titel
- Impressum
- Worum geht es im Buch?
- Vorwort
- Heimat und Familie
- Fröhliche Feste und ein Konzert
- Heinrich, der Wunderheiler
- Winterzeit – Weihnachtszeit
- Den Letzten beißen die Hunde
- Die Kehrseite des schönen Scheins
- Kinderlandverschickung
- Folgenschwerer Größenwahn
- Die Schatten werden länger
- Die erste große Liebe
- Schreckliche Gewissheit
- Die Front rückt näher
- Eine verhängnisvolle Entscheidung
- Spießrutenlaufen in Prag
- Gefängnisalltag
- Das tägliche Elend
- Begegnung mit der Vergangenheit
- In ständiger Angst
- Seltene Lichtblicke
- Das lange Warten
- Ein überraschendes Weihnachtsgeschenk
- Das Licht der Freiheit
- Nachkriegsleben
- Neubeginn
- Die große Politik und das kleine Glück
- Reise durch ein zerstörtes Land
- Heimkehr auf Zeit
- Man muss sich zu helfen wissen
- Zwischen zwei Welten
- Weitere E-Books im Rosenheimer Verlagshaus
- www.rosenheimer.com
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