Liebe ist wie Mathe
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Liebe ist wie Mathe

- kompliziert -

  1. 80 pages
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Liebe ist wie Mathe

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About this book

Im 4. Lyrikband dieser Autorin geht es um ein starkes GefĂŒhl, was in irgendeiner Form, ob positiv oder negativ empfunden, jeder von uns schon mal verspĂŒrt hat. Es geht um die Irrungen und Wirrungen, die man bei Begegnung mit dem "Anderen" erleben kann.Neben ihrer "emotionalen Poesie" findet man in diesem Buch auch die, von Mia Mondstein erdachte, Kurzgeschichte "Spiegelbild".

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Information

Year
2021
Print ISBN
9783752668681
Edition
1
eBook ISBN
9783753485713
Subtopic
Poetry

Spiegelbild

eine Kurzgeschichte in 10 Kapiteln
Das Dorffest
Es ist FrĂŒhling, und hier in dem kleinen Dorf gibt es, wie jedes Jahr um diese Zeit, einen Mitternachtsball. Dies ist ein abendliches Fest, wo alle Menschen des Ortes und der nĂ€heren Umgebung zusammenkommen. Beim Singen, Tanzen und Schmausen sieht man alte Freunde wieder oder neue Freundschaftsbande werden geknĂŒpft.
Bunte AushĂ€nge an den GeschĂ€ftstĂŒren, Bushaltestellen und vielen anderen Orten kĂŒndigen wie immer seit Wochen dieses Ereignis an. Denn die Verkaufserlöse von Essensmarken, GetrĂ€nke-Chips sowie die Spenden einiger GeschĂ€ftsleute aus der Umgebung kommen dem Waisenhaus am Rande des Ortes zugute. Und heute ist es endlich soweit. Mit Girlanden und bunten Lichtern sind die BĂ€ume rund um den Marktplatz und alle FeststĂ€nde dort geschmĂŒckt. Unter den vielen köstlichen Speisen, die die Frauen des Dorfes liebevoll angerichtet haben, biegen sich fast die Tische. Alle haben ihre schönsten Kleider angezogen, Musik klingt in der Luft, und das Lachen und die Stimmen der Gesellschaft hört man schon von fern.
Und im Tanz auf der Wiese wiegen und drehen sich die jungen MĂ€dchen mit wehenden Haaren, bewundert von den Jungen.
Ab und an treffen sich zwei Augenpaare, man geht aufeinander zu und reicht sich die HĂ€nde.
Rotes Haar
Auch eine Frau mit rotem Haar tanzt. Sie trĂ€gt ein grĂŒnes Kleid, und um die HĂŒften hat sie ein glitzerndes Band gebunden, mit einer Schleife hintendran. Leicht wie eine Feder bewegt sie sich ĂŒber den Rasen, und es scheint manchmal, als ob sie schwebte. Wie eine Elfe, die des Nachts ĂŒber die Wiesen fliegt, um sich dann sacht wie ein Schmetterling niederzusetzen. Ihre Haare wirbeln herum, ihre Augen leuchten, und ihre Wangen haben einen leicht rosigen Ton.
Und wenn sie lacht, klingt es glockenhell. Vor vielen Jahren wurde diese Frau hier in diesem Örtchen geboren. Doch sie wollte die Welt sehen und verließ ihr Elternhaus an dem Tag, als sie zwanzig wurde. In den ersten Jahren besuchte sie ihre Verwandtschaft noch, aber als ihre Eltern beide nicht mehr lebten, kam sie gar nicht mehr. Über ihr Leben weiß hier niemand Genaueres. Sie spricht nie darĂŒber, was sie all die Jahre in der Fremde getan hatte und wo sie gewesen ist. Aber dann, eines Tages, war sie wieder da. Und sie blieb.
Seit dem Tage ihrer RĂŒckkehr steht sie mit Rat und Tat jedem zur Seite. Man hört allerorts, dass sie fĂŒr das Dorfleben hier eine wirkliche Bereicherung ist. Ihr Herz jedoch, das konnte bisher noch niemand hier gewinnen. Stets scheint eine unsichtbare GefĂŒhlsgrenze zu existieren, die zu ĂŒberwinden unmöglich scheint. Trotz der ihr geschenkten Blumen, der vielen bewundernden Blicke und freundlicher Worte. Doch heute, da tanzt sie mitten zwischen all den MĂ€dchen und Jungen. Und sie lacht.
Die Begegnung
Es ist ein langer schöner Abend. Es wurde viel gelacht, getanzt und gesungen. Nach und nach verlöschen die Lichter, und es wird stiller auf dem Mitternachtsball dort mitten im kleinen Dorf. Man flĂŒstert sich zu, und wie eine wunderschöne Decke liegt der Sternenhimmel ĂŒber dem Dorfplatz und der Tanzwiese. Still und wachend steht hoch oben der Mond, und im Glas glitzert noch der Wein. Doch nun löst sich die lustige Gesellschaft langsam auf, und man kann PĂ€rchen beobachten, die lĂ€chelnd Hand in Hand fortgehen. Einer nach dem Anderen verabschiedet sich, nur die rothaarige Frau steht noch immer da und winkt den Fortgehenden nach, bis diese langsam im Dunkeln verschwinden. Nun wird auch sie sich auf den Heimweg machen.
Sie hat es ja nicht so weit nach Hause, denn sie wohnt in ihrem alten Elternhaus im Dorf. Wie still es ist! Nur ab und zu ertönt der Ruf eines WaldkĂ€uzchens durch die Nacht. Am Weiher, der am Rande ihres Weges liegt, machen selbst die kleinen Frösche in dieser Nacht offensichtlich eine Gesangspause. Ihre Schritte hallen auf dem Kopfsteinpflaster der alten Straße, die wohl in der Ära des römischen Reiches entstanden sein muss, und sie lauscht in das Dunkel der Nacht hinaus. Vielleicht vernimmt sie ja das leise Rauschen im Wind, wenn der alte Uhu, den sie schon seit Kindertagen kennt, sich zur Jagd aufmacht? Vielleicht raschelt es im Bodenlaub, wenn eine kleine Waldmaus sich vor diesem erfahrenen scharfĂ€ugigen JĂ€ger versteckt? „Pass nur auf, mein Kleines!“
JÀh aus diesen Gedanken gerissen schreckt sie plötzlich zusammen, denn nahe des Weges bewegt sich da etwas. Sie zwingt sich genauer hinzusehen, und unter dem Apfelbaum entdeckt sie schemenhaft eine Silhouette, dort an den Stamm gelehnt. Sie will rufen, irgendetwas Energisches sagen. Aber sie bleibt abwartend stumm.
Alex
Zuerst ist es nur ein Schatten, der aber nun ins schwache Licht der Laterne am Straßenrand und dem der Sterne heraustritt. Jetzt erkennt man eine mĂ€nnliche Person, die jetzt mit jugendlichen Schritten auf sie zukommt. Sie scheint grĂ¶ĂŸer als sie zu sein und sportlich gewachsen. Eine StrĂ€hne von schwarzem strubbeligem Haar fĂ€llt dem Mann ins Gesicht, was ihm einen verwegenen Ausdruck verleiht.
Warum hat sie ihn auf der Feier nicht bemerkt? Er ist ihr nicht aufgefallen. Hat er sich vielleicht sogar extra verborgen gehalten? Sie hat ihn hier im Dorf noch nie gesehen. Offensichtlich ist er ein Fremder, der vielleicht nur darauf gewartet hat bis sie allein war! Sie merkt, wie ihre Beine weich werden und ihr Herz anfĂ€ngt zu rasen. Mit jedem seiner Schritte, die er nĂ€herkommt, wird ihr heißer zumute. Und nun steht er direkt vor ihr.
Sie nimmt allen Mut zusammen, blickt ihn frech an und 
 er lĂ€chelt. Seine blauen Augen blitzen schelmisch auf. „Augen wie das Meer - solche, in denen man versinken kann“, denkt sie. "Ich heiße Alex und besuche hier in eurem traumhaften Örtchen einen Freund. Und der meinte, ich solle ruhig mitfeiern. Dieser Mitternachtsball wĂ€re etwas Besonderes.
Ja, das war er, wirklich ein wunderschönes Fest. ...

Table of contents

  1. Widmung
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Anders
  4. Es gibt sie
  5. Auf dem See
  6. BemĂŒhung
  7. Blick
  8. Herzmaß
  9. Nur mal gesagt
  10. Deine Stimme
  11. Die Frage
  12. Schwanengesang
  13. Einladung
  14. Ewige Bande
  15. Ewigkeit
  16. Flussliebe
  17. Geheimnis
  18. Friedlich
  19. Feuer
  20. HerzgefĂŒhl
  21. Hör mal
  22. GrĂŒn
  23. Ins Nichts
  24. Internet-GlĂŒck
  25. Meine Burg
  26. Kein Wort von Liebe
  27. Kalte Hölle
  28. Kein Gestern
  29. Leise
  30. Morgenrot
  31. Nie gesucht
  32. (Nur) Papier
  33. SpÀter
  34. Starkes Band
  35. Seelentanz
  36. Steinhart
  37. TĂ€gliche Liebe
  38. Von außen gesehen
  39. Ufer meiner TrÀume
  40. Ver-rĂŒckt
  41. Entgleist
  42. Wer du bist
  43. Moment
  44. ZurĂŒck zu mir
  45. Von oben
  46. Zerrissen
  47. Sturm spĂŒren
  48. Heimliche Liebe
  49. Herz-Zeit
  50. Frage nach Licht
  51. Spiegelbild (Kurzgeschichte)
  52. Über mich
  53. Meine Veröffentlichungen
  54. Impressum

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