Ab Mitte des 19. Jahrhunderts sind in Wien immer hĂ€ufiger öffentliche Uhren anzutreffen. Sie fungieren als ReprĂ€sentationen geistlicher wie weltlicher MachttrĂ€ger und helfen mit, den Alltag der Bevölkerung zu synchronisieren und die vielfĂ€ltigen AktivitĂ€ten in der rasch wachsenden GroĂstadt aufeinander abzustimmen. Wobei Uhrentypen mit unterschiedlichsten Antriebsmechanismen entwickelt werden: von mechanischen Turmuhren, pneumatischen und autodynamischen StĂ€nderuhren ĂŒber elektrisch betriebene WĂŒrfeluhren und die berĂŒhmte ,Ankeruhr' bis hin zu Springziffernuhren und den modernen Reklameuhren unserer Tage.
Das Werk von Peter Payer beleuchtet das vielschichtige WechselverhÀltnis von Stadt und Zeit. Ursachen und Auswirkungen der ,Chronometrisierung' des öffentlichen Raumes werden erstmals umfassend am Beispiel einer mitteleuropÀischen Metropole dargestellt.
