Dieses Werk nimmt sich dem Wesen strafrechtlicher Schuld und damit dem HerzstĂŒck der Strafrechtstheorie an. Die Untersuchung widmet sich der Frage nach der Relevanz des Strafrechts und der Strafe fĂŒr die Stabilisierung von Normen innerhalb der Gesellschaft und eruiert darauf aufbauend die Funktion des Schuldvorwurfs und des Schuldprinzips.
Die Autorin liefert detaillierte Einblicke in den Mechanismus und die Elemente der Verantwortungszuschreibung, wobei diese Erkenntnisse mit Blick auf die Schuldlehren deutschsprachiger und angelsĂ€chsischer Rechtsordnungen rechtsvergleichend ĂŒberprĂŒft werden. Dabei wird insbesondere die Doktrin der Strict Liability eingehend beleuchtet, bei welcher auf das Schulderfordernis ganz oder partiell verzichtet wird.
Die zahlreichen Variationen dieser angelsĂ€chsischen Doktrin werden eingefĂŒhrt und einer Kategorisierung und Beurteilung unterzogen. Die Autorin zeigt auf, wie die Zuschreibung persönlicher Verantwortlichkeit der Funktion des Strafrechts folgt und folgen soll. Die Einhaltung des Schuldprinzips und die BerĂŒcksichtigung der Funktion der Schuld ist deshalb nicht nur aus GerechtigkeitsĂŒberlegungen indiziert, sondern vielmehr soziale Notwendigkeit.
