Weiblich, erfolgreich, MINT 2021
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Weiblich, erfolgreich, MINT 2021

Ihr Wegweiser zum Traumjob

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  1. 280 pages
  2. English
  3. ePUB (mobile friendly)
  4. Available on iOS & Android
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Weiblich, erfolgreich, MINT 2021

Ihr Wegweiser zum Traumjob

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About this book

"Weiblich, erfolgreich, MINT" ist der erste Ratgeber, der MINT-Frauen einen umfassenden Überblick ĂŒber ihre Karriereoptionen bietet. Praktikerinnen aus unterschiedlichen Bereichen erklĂ€ren, was ihre Branche speziell fĂŒr Frauen zu bieten hat: Welche Einstiegsoptionen gibt es fĂŒr MINT-Absolventinnen? Wie sieht eine typische Karriere in diesem Wirtschaftszweig aus? Wie gut sind Beruf und Familie vereinbar? Wie frauenfreundlich ist das Arbeitsumfeld? Neben Antworten auf diese Fragen finden Leserinnen in diesem Buch Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Branchen und zum Arbeitsmarkt sowie hilfreiche Tipps zu Einstieg, Bewerbung und zur Karriere mit Kindern. Damit die Praxis nicht zu kurz kommt, schildern e-fellows.net-Alumnae ihren persönlichen Werdegang. Das macht diesen Ratgeber zum optimal auf MINT-Studentinnen und –Absolventinnen zugeschnittenen "Wegweiser zum Traumjob".

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Information

Publisher
e-fellows.net
Year
2021
eBook ISBN
9783946706694
Edition
4
Subtopic
Careers

1. Vom Studium zum Beruf: Jobaussichten fĂŒr MINT-Frauen

Der Arbeitsmarkt fĂŒr MINT-Frauen – ein Blick in die Glaskugel

Bis Anfang 2020 war der deutsche Arbeitsmarkt in einer sehr guten Verfassung. Die Wirtschaft boomte, die Arbeitslosenquote war mit 5,3 Prozent relativ gering (Stand Januar 2020)1, die Nach­frage nach gut ausgebildeten MINT-KrĂ€ften dagegen groß wie nie. Ende 2019 arbeiteten in Deutschland knapp 7,1 Millionen Menschen in einem MINT-Job.2
Gerade fĂŒr Frauen ergaben sich hier besondere Chancen: WĂ€hrend die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschĂ€ftigten MINT-FachkrĂ€fte von 2012 bis 2019 um insgesamt 12 Prozent zunahm, nahm die Anzahl weiblicher MINT-BeschĂ€ftigter im gleichen Zeitraum um 23 Prozent zu. Der Frauenanteil in naturwissenschaftlich-technischen Jobs stieg damit von 13,8 auf 15,2 Prozent.
Dann kam die Pandemie und mit ihr der Einbruch der Wirtschaft in nahezu allen Branchen. Seither ist vieles ungewiss, der Blick in die Zukunft gleicht dem in eine Glaskugel. Ein paar Aussagen lassen sich – bei aller gebotenen Vorsicht – dennoch treffen.
1. Die Jobchancen sind insgesamt schlechter geworden.
Wenn Unternehmen unter finanziellem Druck stehen, versuchen sie, ihre Kosten zu senken – an erster Stelle stehen dann oft die hohen Personalkosten. Stellen werden abgebaut, vakante Positionen nicht neu besetzt. FĂŒr den Arbeitsmarkt bedeutet das: Die Zahl der offenen Posten nimmt ab. Besonders betroffen sind neben Gastgewerbe und Tourismusbranche vor allem der Maschinenbau, die Metallbranche und die Automobilindustrie3 – allesamt typische Einstiegsbereiche fĂŒr MINT-Absolvent(inn)en.
2. Die MINT-LĂŒcke ist noch da.
Unter der MINT-LĂŒcke versteht man die Differenz zwischen offenen MINT-Stellen und arbeitslosen MINT-FachkrĂ€ften. Bislang ĂŒbertraf die Zahl offener Positionen die der Arbeitslosen in diesem Bereich deutlich. Zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2012 ist diese LĂŒcke im April 2020 kleiner geworden. Doch bereits im September stieg die MINT-LĂŒcke wieder leicht an. 324.400 offene Stellen gab es im September 2020 bundesweit fĂŒr MINTler(innen).4
Dass sich der Arbeitsmarkt fĂŒr MINT-FachkrĂ€fte so schnell erholt hat, zeigt, wie zukunftstrĂ€chtig und wichtig die entsprechenden Jobs sind. FĂŒr M-, I-, N- und T-Absol­vent(inn)en bedeutet es vergleichsweise gute Jobchancen.
3. Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen MINT-Fachrichtungen.
  • Die Pandemie hat deutlich gemacht, wie viele Unternehmen – und ganze Branchen – in puncto Digitalisierung Nachholbedarf haben. Dementsprechend ist der Bedarf an IT-Expert(inn)en derzeit grĂ¶ĂŸer denn je.
  • Auch Bauberufe verzeichnen in der Corona-Krise ein erhebliches Plus, die Fach­krĂ€fte­lĂŒcke nahm hier um fast 28 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr zu.
  • Wenige Zukunftssorgen mĂŒssen sich auch diejenigen machen, die in der Forschung und Entwicklung arbeiten. Hier gab es branchenĂŒbergreifend bislang keine allzu harten Einschnitte.
  • Wer in der Pharmabranche arbeitet oder einen Job in der pharmazeutischen Indus­trie anstrebt, darf sich ebenfalls ĂŒber recht sonnige Jobaussichten freuen.5 Gleiches gilt fĂŒr bestimmte Unternehmen der Medizintechnikbranche, etwa Hersteller von Intensivbetten oder BeatmungsgerĂ€ten.
  • Da die Produktion in vielen Unternehmen zwischenzeitlich gestoppt oder zumindest gedrosselt wurde, sind produktionsnahe MINT-Jobs dagegen (vorĂŒbergehend) eher gefĂ€hrdet.
VerĂ€nderung unbesetzter Stellen in MINT-Berufen in Deutschland (Quelle: Bundesagentur fĂŒr Arbeit, Institut der deutschen Wirtschaft, 2020)
DĂŒstere Zukunftsaussichten?
FĂŒr viele Firmen ist unklar, wie sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Jahren entwickeln wird. Dementsprechend sorgen sich viele BeschĂ€ftigte um ihren Arbeits­platz. Eine Umfrage zeigt: Unter denjenigen, die in Kurzarbeit sind oder waren, machen sich 64 Prozent der Befragten „einige“ oder „große Sorgen“ um ihren Job, darunter vor allem die 18- bis 39-JĂ€hrigen. Unter denjenigen, die nicht von Kurzarbeit betroffen sind, macht sich ebenfalls gut ein Drittel Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz.6
Diese Sorgen sind in vielen FĂ€llen sicher berechtigt, und garantiert werden nicht alle Unternehmen unbeschadet aus der Krise kommen. Stellen werden gestrichen werden, Menschen ihre Arbeit verlieren. Dennoch gibt es Anlass zur Hoffnung.
  • Schon in der ersten Hochphase der Krise setzten sich die meisten Firmen stark fĂŒr ihre Mitarbeiter(innen) ein. In einer Online-Umfrage im April und Mai 2020 gaben vier von fĂŒnf Befragten an, sich in der Krise gut von ihrem Arbeitgeber unterstĂŒtzt zu fĂŒhlen.7
  • Die Arbeitszufriedenheit ist 2020 im Vergleich zu 2019 im Durchschnitt nahezu gleich geblieben – angesichts der Krise und den oft schwierigen Arbeitsbedingungen eine erfreuliche Tatsache.
  • Die Digitalisierung hat durch die Corona-Krise einen echten Schub bekommen; ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft.
„Die Bedingungen des Arbeitsmarktes [sind] nahezu ideal, um die Krise ĂŒberstehen zu können.“ So beschreibt es Lena Becher, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut fĂŒr Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung der Hochschule Koblenz.8 Exper­t(inn)en sind sich einig, dass sich die Wirtschaft in Deutschland 2021 wieder erholen wird. Dann kann man hoffentlich bald wieder festhalten: „MINT-Frauen haben exzellente Chancen am Arbeitsmarkt.“ Die Zeichen dafĂŒr stehen gar nicht schlecht.

1 Vgl. www.arbeitsagentur.de/presse/2020-06-der-arbeitsmarkt-im-januar-2020, abgerufen am 3.12.2020.
2 Sofern nicht anders angegeben, gehen die Angaben in diesem Artikel auf den MINT FrĂŒhjahrsreport 2020 des Instituts der deutschen Wirtschaft zurĂŒck, der im Juni 2020 erschienen ist. Vgl. www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2020/MINT-Fruehjahrsreport_2020.pdf, abgerufen am 9.11.2020.
3 Vgl. www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/coronavirus-wirtschaft-betroffenheit-regionen-100.html, abgerufen am 9.11.2020.
4 Vgl. mintzukunftschaffen.de/2020/10/06/mint-arbeitsmarkt-september-2020, abgerufen am 10.11.2020.
5 Vgl. www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/07/PD20_N038_51.html, abgerufen am 10.11.2020.
6 Vgl. IAB-Kurzbericht 13 | 2020, S. 3
7 Vgl. IAB-Kurzbericht 13 | 2020, S. 9 f.
8 Vgl. www.bpb.de/politik/innenpolitik/coronavirus/309895/arbeitsmarkt, abgerufen am 10.11.2020.

Mythos „MĂ€nnerjob“

von Ines Großkopf
HartnĂ€ckig hĂ€lt sich das Klischee von MĂ€nnerjobs, wenn von technischen Berufen die Rede ist. In den meisten naturwissenschaftlichen Berufen – eine Ausnahme bildet hier die Physik – hat sich dieses Bild bereits gewandelt: Biologie, Chemie und auch Mathematik sind heute StudiengĂ€nge, in denen annĂ€hernd gleich viele oder mehr Frauen als MĂ€nner studieren, und Frauen auch einen großen Anteil der BerufstĂ€tigen in den entsprechenden Berufen stellen. Demzufolge werden sie heute nicht mehr als klassische MĂ€nnerdomĂ€nen angesehen.
Eine Àhnliche Entwicklung ist auch im Medizinstudium zu beobachte...

Table of contents

  1. Vorwort
  2. 1. Vom Studium zum Beruf: Jobaussichten fĂŒr MINT-Frauen
  3. 2. BranchenĂŒberblick – Perspektiven fĂŒr MINT-Frauen
  4. 3. Erfahrungsberichte
  5. 4. Einstieg und Karriere
  6. 5. Beruf und Familie
  7. 6. UnternehmensportrÀts
  8. Weitere Titel aus der Reihe e-fellows.net wissen
  9. Impressum