Wir alle haben spontane Assoziationen zum "Alter". Oft ist das Alter angstbeladen, doch genauso wird es als Befreiung und Erkenntnisgewinn erlebt. In zahlreichen Darstellungen und Schriften von der Antike bis heute spiegeln sich diese Positionen zum Alter wider. Die Autoren zeichnen unsere Einstellung zum Alter und den Alten im Lauf der Geschichte nach - und präsentieren eine bebilderte und erkenntnisreicheKulturgeschichte des Alterns. Sie zeigen, wie sich unsere Einstellungen zu den Alten und die Selbstbilder der heute manchmal zu "golden agers" verklärten Generation über die Jahrhunderte veränderten. Das Thema ist von aktueller Brisanz: Angesichts der seit einigen Jahren prophezeiten "Vergreisung der Gesellschaft" und den für manchen sich daraus ergebenden "Sorgen" wird das Alter auf seine Potentiale hin untersucht - und festgestellt: Das Alter hat in der Geschichte viele Gesichter gehabt und wird heute als immer vielschichtigere Lebensphase erkannt.

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Wer ist schon alt?
Eine Kulturgeschichte des Alterns
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Information
Anmerkungen
1 http://www.fr-online.de/home/studie--pflegebranche-ist-job-motor/-/1472778/4541644/-/index.html , 19.09.2010.
2 http://www.tagesspiegel.de/politik/art771, 1930676 , 28.1.2010.
3 Süddeutsche Zeitung, 2.4.2004.
4 Biegel, Gerd, Geschichte des Alters in ihren Zeugnissen von der Antike bis zur Gegenwart, Braunschweig 1993, S. 14.
5 Stoff, Heiko, Ewige Jugend. Konzepte der Verjüngung vom späten 19. Jahrhundert bis ins Dritte Reich, Köln 2004, S. 181.
6 Vgl. Thane, Pat, Das 20. Jahrhundert. Grenzen und Perspektiven, in: Ders. (Hg.), Das Alter. Eine Kulturgeschichte, Darmstadt 2005, S. 280f.
7 Baltes, Paul B., Alter(n) als Balanceakt: Im Schnittpunkt von Fortschritt und Würde, in: Gruss, P. (Hg.), Die Zukunft des Alterns. Die Antwort der Wissenschaft, München 2007, S. 16.
8 Kempermann, Gerd, Nicht ausgeliefert an Zeit und Welt: Die Plastizität des alternden Gehirns, in: Gruss, Zukunft, S. 38.
9 Diese Zahl gilt für das Römische Reich im 1. Jahrhundert, vgl. Parkin, Tim, Das antike Griechenland und die römische Welt, in: Thane, Pat (Hg.), Das Alter. Eine Kulturgeschichte, Darmstadt 2005, S. 31-69, S. 41.
10 Rosenmayr, Leopold, Lebenszeit und Endzeit. Versuch einer Gegenüberstellung von antiken und christlichen Deutungsversuchen des Lebenslaufs, in: Salamun, Kurt (Hg.), Sozialphilosophie als Aufklärung, Festschrift für Ernst Topitsch, Tübingen 1979, S. 275-296, S. 282.
11 Zit. n. Rosenmayr, Lebenszeit, S. 282.
12 Schwer lastet das Alter. Alte Menschen im archaischen und klassischem Griechenland, in: Landschaftsverband Rheinland (Hg.), Alter in der Antike. Die Blüte des Alters aber ist die Weisheit. Katalog zur Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn 25.2.2009-7.6.2009, Mainz 2009, S. 23-28, S.25.
13 Ebd., S. 24.
14 Platon, Der Staat, Platons Werke Bd. VI, übersetzt von Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Band 3, Berlin 1987, S. 487.
15 Rosenmayr, Lebenszeit, S. 278.
16 Aristoteles, Topik, III, 2.
17 Parkin, Griechenland, S. 31-69, S. 46.
18 Kondratowitz, Hans-Joachim von, Zum historischen Konstitutionsprozess von Altersgrenzen, in: Conrad, Christoph (Hg.), Sozialgeschichte und Gerontologie. Wege zu einer historischen Betrachtung des Alters, S. 379-407, S. 398.
19 Parkin, Griechenland, S. 44.
20 Cicero, Cato maior de senectude, XVIII, 65.
21 Rosenmayr, Lebenszeit, S. 289.
22 Vössing, Konrad, Die Alten im antiken Rom, in: Alter in der Antike, S.135-S.148, S. 135.
23 Horaz, Carminia 1,25; 3,15; 4,13.
24 Carminia 3,15. Vgl. Parkin, Griechenland, S. 53.
25 Sprandel, Rolf, Modelle des Alterns in der europäischen Tradition, in: Süssmuth, Hans (Hg.), Historische Anthropologie, Der Mensch in der Geschichte, Göttingen 1994, S. 110-123, S. 112.
26 Rosenmayr, Lebenszeit, S. 294.
27 Shahar, Shulamit, Mittelalter und Renaissance, in: Thane, Alter, S. 71-111, S. 94.
28 Rosenmayr, Lebenszeit, S. 295.
29 Shahar, Mittelalter, S. 71.
30 Ebd., S. 79.
31 Ebd., S. 81.
32 Ebd., S. 98.
33 Sprandel, Modelle, S. 110.
34 Ebd., S. 116.
35 Shahar, Mittelalter, S. 75.
36 Ebd., S. 87.
37 Sprandel, Modelle, S. 117.
38 Göckenjan, Gerd / Tager, Angela / Haupt, Heinz G., Altersbilder und Altersgrenzen: Ihre Bedeutung insbesondere in der Frühgeschichte der Sozialpolitik, in: Dressel, Werner / Peters, Walter R. / Scho...
Table of contents
- Einleitung
- Wer ist schon alt?
- Das Alter - Höhepunkt des Lebens oder Grund zur Klage
- Die Alten als Esel - Die Altersverachtung der beginnenden Neuzeit und die Hölle des Dreißigjährigen Krieges
- Das Großmütterchen und die Entdeckung des Alters im 19. Jahrhundert
- Wendepunkt Rente 1889
- Das frühe 20. Jahrhundert - Die Altenlast
- „Nicht jeder alte Mensch ist ein wertvoller Mensch“ - die Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945
- Keine Stunde Null - Altern nach 1945
- Alter in der DDR
- Das Zeitalter der neuen Alten – oder der Sieg der ewigen Jugend?
- Anmerkungen
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