Ein Praktikum ist ein wichtiger Teil des Studiums und wird in bestimmten StudiengĂ€ngen vorausgesetzt. FĂŒr Studierende ist das die Chance, die erlernte Theorie in der Praxis anzuwenden. Es kann aber auch den Einstieg in eine Firma bedeuten, wenn der Bewerber es schafft, sich gut zu prĂ€sentieren und in Szene zu setzen.Dieses Buch zeigt auf einfache Weise, wie Sie das Maximum aus Ihrem Praktikum herausholen. Der Autor orientiert sich dafĂŒr an den sechs Phasen eines Praktikums: Entscheidungs-, Bewerbungs-, Start- und Orientierungsphase, Alltags- und Abschiedsphase sowie letztlich an der Frage der RĂŒckkehr. Alle wichtigen Aspekte werden verstĂ€ndlich und mit vielen Beispielen und Checklisten erlĂ€utert. Abgerundet wird das Buch durch sieben spannende Kurz-Interviews mit der Personalabteilung, mit einer FĂŒhrungskraft und mit den Erfahrungen von anderen Praktikanten. Ein unverzichtbarer Ratgeber fĂŒr alle, die ihr Praktikum als Karrieresprungbrett nutzen wollen.

- 220 pages
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Information

Der Alltag im Praktikum
Sie haben Ihren ersten Tag bzw. die ersten Tage ĂŒberstanden und sind im Praktikumsbetrieb richtig angekommen. So langsam kennen Sie alle Kollegen, werden in das Team integriert und haben einen festen Unterweiser bekommen. Mit den jeweiligen Gepflogenheiten im Betrieb kennen Sie sich nun auch aus und wissen in etwa, wo was liegt und was so den Tag ĂŒber zu erledigen ist. Nun beginnt der Alltag fĂŒr Sie. Die Phase, in der Sie vor allem auch lernen sollen. Doch wie geht das genau? Betrachten wir die Hauptpunkte etwas genauer.
Wie bekomme ich den gröĂten Nutzen fĂŒr mich?
Dies ist eine der grundlegendsten Fragen von Praktikanten: Wie ziehe ich meinen gröĂten Nutzen aus dem Praktikum? Zugleich ist es die individuellste und komplexeste Frage, denn hier gibt es keinen einfachen Lösungsansatz. Dennoch möchte ich versuchen, aufzuzeigen, was mir hier als besonders erwĂ€genswert erscheint.
Der gröĂte Nutzen liegt wohl darin, so viel Fachwissen und Informationen wie möglich aufzunehmen. Diese bekommt man, wenn man immer in erster Reihe mit dabei ist. Das soll fĂŒr den Praktikanten bedeuten, dass man in die spannenden Projekte mit aufgenommen werden muss. Nur wenn man direkt dort vor Ort ist, kann man auch wirklich viel lernen. Vom Hören oder nur vom Anlesen bleibt der Wissenserwerb gering. Daher sollte man immer ganz klar aufzeigen, dass man bei wichtigen und interessanten Dingen gerne dabei sein möchte. EigenstĂ€ndiges Vor- und Nachbereiten, das Aufstellen eines eigenen Fragenkataloges und das Einfordern von Antworten auf diesen wird dem Unterweiser das Interesse ganz klar zeigen. Dieser erkennt, dass der Praktikant es ernst meint, und wird sich mit ihm tiefer zu den Fragen beschĂ€ftigen.
![]() | Dies bringt mich zu einem weiteren wichtigen Punkt. Praktikanten sollten so viele Fachinformationen wie nur möglich aufnehmen. |
Das bedeutet fĂŒr die Vorbereitung des Praktikumsalltags: lesen, lesen und nochmals lesen. Alle entstandenen Fragen sollten gesammelt und dem Unterweiser gestellt werden. Nur dann kann man das Gelesene vollumfĂ€nglich begreifen und verstehen. Des Weiteren sollte ein Wissenstransfer in die Praxis eingefordert werden. Dies genĂŒgt schon mit dem Satz: âWenn so etwas bei uns mal vorkommt, wĂŒrde ich das gerne sehen.â oder âWie gehen wir in der Praxis damit um?â Nachfragen nach tieferen Informationen ist auch von groĂer Bedeutung. Als Praktikant hat man die Chance, all die Fragen zu stellen, die einen interessieren. Jetzt ist die Zeit dafĂŒr da, spĂ€ter im Berufsalltag bleiben diese oft auf der Strecke bzw. mĂŒssen anderweitig geklĂ€rt werden.
Wer nicht fragt bleibt dumm!
![]() | Dieser provokante Ausspruch stammt aus dem Titellied der deutschsprachigen âSesamstraĂeâ und zeigt genau das auf, worum es geht. Wer keine Fragen stellt, wird nicht vorankommen. Daher ermutige ich Sie, stellen Sie so viele Fragen wie nur möglich. In der Wissenschaft sagt man, sei die Antwort oftmals langweilig, nur auf die Frage komme es an. Ich jedoch halte fĂŒr mich fest, dass jede Antwort zu einer neuen Frage fĂŒhren sollte. âDer Mensch ist nun mal als Fragender auf die Welt gekommenâ, und der soll er auch sein (vgl. RATZINGER). |
Des Weiteren sollte jeder Praktikant ein eigenstĂ€ndiges Arbeiten anbieten und einfordern. Damit lernt er den praktischen Umgang mit der theoretisch gelernten Materie kennen und kann diese ausprobieren. Durch sein eigenstĂ€ndiges Arbeiten unterstĂŒtzt der Praktikant auch das bestehende Team und gibt diesem einen Nutzen zurĂŒck. Die Bereitschaft, dann noch tiefer mit dem Praktikanten zu arbeiten, wird deutlich ansteigen, da auch die anderen Teammitglieder einen Nutzen aus dem Praktikanten erkennen.
Wie komme ich in meinem Praktikum voran?
FĂŒr ein positives Vorankommen ist ein Sockelwissen, welches durch ein aktives Selbststudium und das Auswerten von Literatur anzueignen ist, von groĂer Wichtigkeit. Dies wird unterstĂŒtzt und verbunden durch das aktive Fragenstellen. Denn nur durch das Fragen kann man Antworten erhalten. Wer darauf wartet, dass das Wissen zu einem kommt, wird sein Leben lang warten. Hier ist eine groĂe Eigeninitiative gefragt. EigenstĂ€ndiges Fragenstellen ist einer der wichtigsten SchlĂŒsselfaktoren. Dies und die Bitte, dass man bei allem eingebunden wird und teilhaben darf. Denn nur vor Ort erkennt man, worum es geht.
![]() | Dabei ist es wichtig, vom Unterweiser so viel aufzunehmen, wie es nur geht. ![]() ![]() |
Dadurch erkennt der Praktikant Verhaltensmuster und Alternativen zum Handeln. Es geht nicht darum, jemanden zu kopieren, sondern vielmehr darum, zu erkennen, wie die jeweilige Person mit Handlungsoptionen umgeht, um dann fĂŒr sich selbst daraus SchlĂŒsse zu ziehen. Gerade in Stresssituationen kann diese Vorgehensweise eine deutliche Sicherheit geben und schafft fĂŒr einen selbst die HandlungsspielrĂ€ume, die man benötigt. Des Weiteren behalten Sie dabei das Heft des Handelns in der Hand.
Die Vorgehensweise



scheint hier die zielfĂŒhrendste zu sein. Wichtig dabei ist noch, sich selbst seine Grenzen bewusst zu machen und zu versuchen, diese zu ĂŒberschreiten.
Das bedeutet nicht, sich zu ĂŒberschĂ€tzten. Nein, vielmehr bedeutet es, auszutesten, wie weit man sich selbst belasten kann und was man braucht, um eine weitere Stufe zu erklimmen. In einem GesprĂ€ch mit dem Unterweiser kann man dies als Bitte um Begleitung frei Ă€uĂern. Normalerweise nimmt der Unterweiser dies aktiv auf und fĂŒhrt den Praktikanten dann von sich aus schon in diese Bereiche. Er beobachtet und erkennt, wie sich der Praktikant verĂ€ndert. Des Weiteren wird der Unterweiser auch ein Feedback geben, welches notwendig ist, um auf Fehler, SchwĂ€chen und Verbesserungspunkte aufmerksam gemacht zu werden. Das Feedback fungiert jedoch auch als wichtiger Werttreiber der Motivation und bringt den Praktikanten weiter.
Wie lerne ich, Nein zu sagen?
Die Frage nach dem NEIN-Sagen und dies so zu tun, dass es nicht ĂŒberheblich, fehlplatziert und völlig weltfremd erscheint, ist imman...
Table of contents
- Cover
- Titel
- Impressum
- Vorwort
- Hinweis zum Buch
- Inhalt
- Prolog
- Die sechs Phasen eines Praktikums
- Die Entscheidungsphase
- Die Bewerbungsphase
- Die Start- und Orientierungsphase
- Der Alltag im Praktikum
- Die Verabschiedung
- Die Frage eines Wiederkommens und die umfÀngliche Frage: Was bleibt?
- Interviews
- Epilog
- Literaturtipps
- Stichwortverzeichnis
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