10 Minuten-Aktivierung mit Musik
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10 Minuten-Aktivierung mit Musik

Anregungen-Ideen-Konzepte-Vorlagen

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10 Minuten-Aktivierung mit Musik

Anregungen-Ideen-Konzepte-Vorlagen

About this book

Musik bewegt uns, Musik berĂŒhrt uns, bringt uns zum Lachen, TrĂ€umen und manchmal auch zum Weinen. Der wichtigste Moment der Musik ist aber: Wir erinnern uns an ganz viele Lieder, können mitsingen, die Melodie summen und kennen von einigen sogar den Text auswendig. Und das auch noch Jahrzehnten! Musik machen wir uns zu eigen und behalten sie im Herzen und in der Erinnerung. Exakt hier setzt dieses Taschenbuch an. Mit den vorliegenden musikalischen Ideen und Konzepten gelingt es Ihnen Ihre Bewohner anzuregen und zu aktivieren. Und das recht einfach! Die ersten Kapitel erzĂ€hlen etwas ĂŒber die 10 Minuten-Aktivierung, ĂŒber Musik als Aktivierung in zahlreichen Facetten und ĂŒber technische Bedingungen und Möglichkeiten. Darauf folgt ein kleiner Ausflug in die Welt des Rollator-Tanzes. Völlig ohne Technik können Sie aus dem Stand mit MusikrĂ€tseln, Musik-Quizzen, Wortspielen und Teekesselchen in die Aktivierung einsteigen ohne die ersten Kapitel ĂŒberhaupt vorher gelesen zu haben. Schnell und ohne Aufwand durch musikalische Erinnerungen aktivieren: Das ist der Sinn dieser Veröffentlichung.

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Information

Year
2021
Print ISBN
9783754314463
Edition
1
eBook ISBN
9783754362181

1.0 WORTE ZU BEGINN

Musik bewegt uns, Musik berĂŒhrt uns, bringt uns zum Lachen, TrĂ€umen und manchmal auch zum Weinen. Der wichtigste Moment der Musik ist aber: Wir erinnern uns an ganz viele Lieder, können mitsingen, die Melodie summen und kennen von einigen sogar den Text auswendig. Und das auch noch Jahrzehnten! Meine Lieblingstitel aus den 70er Jahren kenne ich heute noch auswendig. Das mag vielleicht seinen Grund in meinen mehr als zehnjĂ€hrigen DJ-AktivitĂ€ten haben. Egal ob Profi-DJs, Musiker oder nur einfache Musik-Rezipienten: Musik machen wir uns zu eigen und behalten sie im Herzen und in der Erinnerung. Exakt hier setzt dieses Taschenbuch an. Mit musikalischen Ideen und Konzepten gelingt es Ihnen Ihre Bewohner anzuregen und zu aktivieren. Die folgenden Kapitel zeigen Ihnen, wie einfach das durchgefĂŒhrt werden kann. Die ersten Kapitel erzĂ€hlen etwas ĂŒber die 10 Minuten-Aktivierung, ĂŒber Musik als Aktivierung in zahlreichen Facetten und ĂŒber technische Bedingungen und Möglichkeiten. Darauf folgt ein kleiner Ausflug in die Welt des Rollator-Tanzes. Völlig ohne Technik können Sie „aus dem Stand“ mit den MusikrĂ€tseln und den Musik-Quizzen in die Aktivierung einsteigen ohne die ersten Kapitel ĂŒberhaupt vorher gelesen zu haben. Schnell und ohne Aufwand durch musikalische Erinnerungen aktivieren: Das ist der Sinn meiner Zeilen. Viel Erfolg dabei wĂŒnscht Ihnen Ihr Michael Felske

2.0 10-MINUTEN-AKTIVIERUNG

Die sogenannte „10 - Minuten-Aktivierung“ wurde von Ute Schmidt-Hackenberg Ende der 90er Jahre entwickelt. Sie stellt heute einen Standard in der Betreuungsarbeit von Demenzerkrankten dar. Diese Methode setzt zur Erinnerungsarbeit vertraute GegenstĂ€nde ein. Die Auswahl dieser ergibt sich aus der individuellen Lebensgeschichte der Dementen. In manchen Wohnanlagen wurden z.B. RĂ€ume mit Möbeln und Dekorationen aus der ehemaligen DDR eingerichtet, da einige Bewohner sich möglicherweise an diese Zeit erinnern könnten.
Generell lĂ€sst sich sagen, dass sich durch die mit den BewohnerInnen durchgefĂŒhrte Biographiearbeit RĂŒckschlĂŒsse auf GegenstĂ€nde ergeben, die von frĂŒher bekannt sind. Da die mögliche AufnahmefĂ€higkeit von Demenzerkrankten Ă€ußerst begrenzt ist wird empfohlen, die Dauer der Aktivierung nicht ĂŒber zehn Minuten hinaus auszuweiten. Die BeschĂ€ftigung mit vertrauten GegenstĂ€nden oder Liedern weckt Erinnerungen, ruft GefĂŒhle hervor und schafft auf diese Weise ein bestimmtes Maß an Selbstsicherheit bei den Dementen. Hervorzuheben ist, dass diese Aktivierung regelmĂ€ĂŸig, bestenfalls tĂ€glich, durchgefĂŒhrt werden muss. Die zusammengestellten GegenstĂ€nde können in einer persönlichen Aktivierungskiste Platz finden. Sie sollten alle Sinne ansprechen. FĂŒr musikalische Erinnerungen befindet sich die Aktivierungskiste im GedĂ€chtnis der BewohnerInnen. Sie haben dazu den „SchlĂŒssel“: Schließen Sie diese Kiste mit Musik auf.

3.0 MUSIK KANN HEILUNG UNTERSTÜTZEN

Bekanntermaßen hat das Hören von Musik Wirkungen und das sogar bei Pflanzen. Stellen Sie z.B. eine Pflanze neben einen Lautsprecher, aus dem Musik von Mozart ertönt, dann wĂ€chst die Pflanze zum Lautsprecher hin. VerĂ€ndern Sie das Musikrepertoire in Richtung Hard Rock (Deep Purple o.Ă€.), dann wĂ€chst die Pflanze weg vom Lautsprecher. Hard Rock mögen Pflanzen einfach nicht. Na ja: Musik ist eben Geschmackssache! Mozart oder Bach klingen nicht nur schön – sie können auch zur Gesundung beitragen. Aber warum ist das eigentlich so? Die GrĂŒnde dafĂŒr finden Sie im menschlichen Gehirn. Dieses kann ein Leben lang die Strukturen verĂ€ndern. Insbesondere bei Schlaganfall-oder Tumorpatienten wird Musik zur Heilung eingesetzt. Gesunde Hirnregionen ĂŒbernehmen Aufgaben, die vorher von den nun beschĂ€digten Hirnregionen erledigt wurden. Neue Nervenbahnen werden dabei geknĂŒpft. Doch nicht nur der Musikgenuss spielt hier eine Rolle: Das eigene Musizieren wirkt sich noch deutlicher aus. Dadurch wird die HirnaktivitĂ€t angeregt. Musik, die gefĂ€llt, wird sogar in der Schmerztherapie eingesetzt. Die durch die Musik hervorgerufenen Emotionen helfen gegen den Schmerz anzukĂ€mpfen. Bei Demenz/Alzheimer funktioniert die Kommunikation zwischen den Neuronen nicht mehr wie vorher. Nervenzellen sterben ab und die geistigen FĂ€higkeiten werden weniger und weniger, denn die einmal abgestorbenen Nervenzellen werden nicht mehr ersetzt. Durch 10 Minuten-Aktivierung mit Musik kann dieser Prozess nicht gestoppt, aber verlangsamt werden.

4.0 MUSIK UND IDENTITÄT

Schon als ich vor Jahrzehnten als Student der Soziologie an der FU Berlin die Schulbank drĂŒckte, begriff ich in Veranstaltungen zum Thema „IdentitĂ€t“, wie wichtig IdentitĂ€t fĂŒr uns Menschen ist. Wir wollen einfach dazu bei irgendeiner Gruppe dazu gehören, wollen Teil von etwas Großem sein. Das Große kann die Familie sein, aber auch Vereine, Hobbies und politische Gruppierungen mit entsprechenden AktivitĂ€ten zĂ€hlen dazu. VerĂ€ndern sich die LebensumstĂ€nde, entstehen erhebliche Probleme. Schon bei einem gesunden Arbeitnehmer mit beruflich aktivem Freundeskreis treten diese Probleme bei plötzlicher Arbeitslosigkeit klar und deutlich hervor. Bei an Demenz erkrankten Menschen gestalten sich diese Auswirkungen wesentlich tragischer.
Umzug aus der familiĂ€ren Situation in ein Wohnheim bewirkt einen vorĂŒbergehenden IdentitĂ€tsverlust. Die BewohnerInnen können sich nicht mehr so identifizieren wie frĂŒher. Es droht körperliche und psychische Isolation. Allgemein formuliert verliert ein Mensch seine IdentitĂ€t, wenn entweder er sich so verĂ€ndert (Demenzerkrankung), dass bisherige Identifizierungen nicht mehr möglich sind oder er VerĂ€nderungen ausgesetzt wird (Umzug in Seniorenwohnheim), die ihm vorerst eine IdentitĂ€tsausbildung unmöglich machen. Der Verlust kognitiver und sozialer Kompetenzen verstĂ€rkt die Ausbildung von Sinnverlust in Bezug auf das Leben.
FĂŒr Sie als BetreuerIn von demenzerkrankten Senioren verdeutlicht dieser kurze Blick auf die menschliche IdentitĂ€t sowie der Verlust derselben die große Bedeutung Ihrer Aufgabe. Musik im Einsatz in der 10 Minuten-Aktivierung fördert das GemeinschaftsgefĂŒhl der teilnehmenden BewohnerInnen. So entstehen neue Möglichkeiten der Identifizierung und vorsichtige kleine Ausbildungen von neuen IdentitĂ€ten (je nach Ausmaß der Erkrankung selbstverstĂ€ndlich). IdentitĂ€t entsteht eben auch als Identifikation mit einer Gruppe. Diese Gruppe kann zur Ersatzfamilie werden. Wie erfolgreich das von statten geht, liegt in Ihren fachkundigen HĂ€nden.

5.0 MUSIK IN DER AKTIVIERUNG

Die Möglichkeiten mit Musik in der 10 Minuten-Aktivierung tĂ€tig zu sein, erstreckt sich auf Musik in all ihren Merkmalen. Sie können mit BewohnerInnen gemeinsam singen, vielleicht erst einmal selbst vorsingen oder einfach nur gemeinsam Musik von TontrĂ€gern anhören. In Frage kommen hier selbstverstĂ€ndlich Lieder, die auch bekannt sind. Ich verwende bei den RĂ€tseln und Quizzen Volkslieder und Schlager der 60er und 70er Jahre. Wenn Sie z.B. Klavier (Keyboard), Querflöte oder Blockflöte sicher beherrschen, dann können Sie diese Fertigkeiten auch in Ihre Arbeit einfließen lassen und geben so kleine „Konzerte“. FĂŒr den Rhythmus können Ihre BewohnerInnen sorgen, wenn Sie z.B. Tamburine oder KlangstĂ€be im Bestand haben. Beteiligung ist immer von Vorteil. Gemeinsam zur Musik zu tanzen, kommt ebenso in Frage und ist auch einer der SchlĂŒssel zum Umgang mit dementiell verĂ€nderten Menschen. Melodien und Liedtexte sind nie fĂŒr immer verschollen. Es ist an Ihnen diese wieder an die aktuelle OberflĂ€che der Erlebenswelt Ihrer BewohnerInnen zu holen. Hier geht es Ihnen wie dem Clown in Heinrich Bölls Werk „Ansichten eines Clowns“. Der behauptet: „Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke.“ Genau das tun Sie mit und fĂŒr Ihre BewohnerInnen. Musik machen oder hören ist immer auch ein StĂŒck Biographiearbeit. Musik erinnert an Ereignisse und Menschen, die damit in Verbindung gebracht werden und zu denen einst eine Beziehung bestand. Erinnerung an Musik wird hier zu einer deutlichen AusprĂ€gung der Persönlichkeit einzelner Menschen. Bekannte Lieblingslieder weisen auf Vorlieben hin, die vielleicht durch die Erkrankung an Demenz verschĂŒttet wurden. Fragen Sie also nach den Lieblingsliedern, nach den UmstĂ€nden, wo und wie diese gehört wurden. Erkundigen Sie sich nach Tanzveranstaltungen, die besucht wurden. Welche Freundinnen und Freunde waren dabei? Wie lauten ihre Vornamen? Wer war der beste Tanzpartner - die beste Tanzpartnerin? Nehmen Sie die Antworten absolut ernst: So fĂŒhlen sich Ihre BewohnerInnen akzeptiert, verstanden und entspannen sich. Möglicherweise öffnet sich dadurch die „Erinnerungskiste“ weiter - die Augenblicke werden mehr. Vorrangig bei der Aktivierung mit Musik sind Spaß, GemeinschaftsgefĂŒhl und Freude an der Sache. Professionelle AnsprĂŒche auch in Bezug zu Ihren möglichen SangeskĂŒnsten oder instrumentalen BeitrĂ€gen sind hier absolut fehl am Platz. Wenn Sie die Lieblingslieder Ihrer BewohnerInnen kennen, dann haben Sie schon die Favoritenliste fĂŒr die kommende musikalische Darbietung! Was jetzt noch fehlt, ist Technik.

5.1 Technik, die begeistert

Die technischen Anforderungen an eine musikalische Aktivierungsrunde sind nicht hoch oder gar kompliziert. Was Sie brauchen ist meistens in jedem Haus vorhanden. Als AbspielgerĂ€t empfiehlt sich ein CD-Player, der auch mp3-Dateien verarbeiten kann. So erweitern Sie ihr Arbeitsfeld um den aktuellen Stand der Technik. Wenn VerstĂ€rker und Lautsprecher vorhanden sind, dann können Sie sogar Ihr Smartphone zum Abspielen einsetzen, sofern ein Verbindungskabel vorhanden ist. Wenn diese Fragen geklĂ€rt sind, dann brauchen Sie nur noch – Musik. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, brauchen Sie Lieder aus der spĂ€ten Jugend- und frĂŒhen Erwachsenenzeit Ihrer BewohnerInnen. Wer heute 75 Jahre alt ist, der war vor 50 Jahren 25 Jahre alt. Kann funktionieren: Sie verwenden also Schlager aus den spĂ€ten 60er und 70er Jahren. Ferner kommen Volkslieder in Frage, denn bei dieser Altersgruppe zĂ€hlen die meisten Titel quasi zur Allgemeinbildung. ErgĂ€nzend kommt auch Volksmusik in Frage. Das hĂ€ngt möglicherweise von Ihrer LeidensfĂ€higkeit ab, denn diese Musik ist bekanntlich nicht jedermanns Sache. Übrigens: Ihr persönlicher Musikgeschmack wird sicherlich nicht exakt den Nerv Ihrer BewohnerInnen treffen. Mein Tipp: Behalten Sie Ihre Lieblingsmusik fĂŒr sich!

5.2 Instrumente fĂŒr BewohnerInnen

Eine bedeutende Rolle bei den Instrumenten, die fĂŒr die Aktivierung in Frage kommen sind die des Orff-Instrumentariums. Dazu zĂ€hlen Schlagespiele wie Xylophone, Metallophone und Glockenspiele sowie Handtrommeln, Triangeln, Cymbeln und Rasseln. Diese Instrumente liefern im Gegensatz z.B. zu einer Geige gleich einen fertigen Ton: Falschspiel ist einfach nicht möglich. Die Instrumente dienen als VerlĂ€ngerung von HĂ€nden und FĂŒĂŸen, mit denen wir klatschen und stampfen können. Orff-Instrumente sind Elementare Instrumente und haben einen enormen Aufforderungscharakter. Ihre BewohnerInnen werde sofort beginnen diese Instrumente auszuprobieren. Die Handhabung ist leicht und erfordert im Vorfeld keinerlei Übung.

5.3 Instrumente selbst herstellen

Wenn Ihre Einrichtung nicht ĂŒber ein Orff-Instrumentarium verfĂŒgt, dann können Sie im Vorfeld eine Aktivierungsaktion starten, die die Herstellung von einfachen Musikinstrumenten als Thema hat. Nicht erschrecken! Sie mĂŒssen jetzt nicht die LaubsĂ€ge herausholen und mit zittriger Hand vorsichtig saubere Schnitte durchs Sperrholz ziehen. Im Gegenteil: Ihr Job besteht in den Ideen und im Vormachen. Ein einfaches Beispiel ist ein Regenmacher aus Reiskörnern, harten Erbsen oder Linsen. Alles was Sie fĂŒr Ihre BewohnerInnen brauchen, sind leere kleine Mineralwasserflaschen aus Plastik und oben genanntes Saatgut. Zeigen Sie wie sie Ihre Flasche zu zehn bis 20 Prozent befĂŒllen und verschließen Sie diese dann. Schon können Sie Ihren neuen Regenmacher an Ihren Sitznachbarn, Ihre Sitznachbarin weiterreichen und schon geht die Musik ab! Wenn Sie eine Rassel brauchen, dann sammeln Sie Kronkorken. Pieken Sie in die Mitte ein Loch, fĂ€deln Sie zehn Kronkorken auf eine Schnur und befestigen Sie diese an den Enden eines ca. 20 cm langen Holzstabes oder Astes. Fertig ist die Rassel! Weitere Tipps zur Herstellung einfacher Instrumente verkneife ich mir an dieser Stelle. Dieses vorhandene Vielfalt im Internet wĂŒrde mindestens zwei BĂŒcher fĂŒllen. Googlen Sie einfach drauf los!

5.4 Vorbereitung des Raumes

Wesentlich fĂŒr den Erfolg einer Veranstaltung ist die RĂ€umlichkeit, in der sie stattfindet. Das weiß ich aus mehr als einem Jahrzehnt BerufstĂ€tigkeit mit einem mobilen Kindertheater. Eine fĂŒrchterliche Ausnahme habe ich einmal in Berlin-Kreuzberg erlebt. Dort musste ich in der KĂŒche vor 30 zwischen die GerĂ€te und Möbel gezwĂ€ngten Zuschauerkindern spielen. Einfach entsetzlich fĂŒr alle Beteiligten. Ihr Job ist es einen Raum so vorzubereiten, dass jeder der TeilnehmerInnen bei Ankunft im Raum instinktiv spĂŒrt, dass gleich etwas ganz Besonderes passieren wird. Doch wie stellen Sie das möglichst schnell und einfach an? Ordnung ist das halbe Leben: Sorgen Sie dafĂŒr, dass nichts auf dem Fußboden herumliegt, was nicht unmittelbar mit der kommenden Veranstaltung zu tun hat. Wenn Sie keine Tische brauchen (etwa zum Schreiben oder Basteln fĂŒr die BewohnerInnen), dann rĂ€umen Sie diese an eine Wand und stapeln Sie sie zu zweit aufeinander. Jetzt geht es an die Bestuhlung. Sie brauchen fĂŒr jeden der BewohnerInnen ohne Rollstuhl einen eigenen Stuhl. Halten Sie zwei bis drei StĂŒhle fĂŒr unerwartete TeilnehmerInnen vor. Schaffen Sie bei der Bestuhlung Raum fĂŒr mögliche Rollatoren. Die mĂŒssen schließlich irgendwo geparkt werden. FĂŒr die Aufstellung der StĂŒhle kommt entweder ein Stuhlkreis oder ein Halbkreis vor Ihrem Stuhl in Frage. Da der Stuhlkreis ein grĂ¶ĂŸeres Maß an NĂ€he vermittelt, werde ich mich immer fĂŒr diesen entscheiden. Sie werden zusĂ€tzlich zu einem Stuhl noch sehr wahrscheinlich einen kleinen Tisch fĂŒr Ihren CD-Spieler oder VerstĂ€rker brauchen. Arbeiten Sie mit Lautsprecherboxen, dann verwenden Sie einen weiteren Tisch fĂŒr sie. Mein Tipp: Stellen Sie kein GerĂ€t, das Sie einsetzen, auf den Fußboden. Wenn Sie sich bĂŒcken, unterbrechen Sie den Blickkontakt zu Ihren Leuten und das ist nie von Vorteil. Bei der Wahl der passenden Beleuchtung werden Sie sicherlich kaum viele Möglichkeiten haben. Probieren Sie einfach die möglichen Lichtvarianten der Deckenbeleuchtung aus und entscheiden Sie sich fĂŒr die praktikabelste, damit alle genĂŒgend sehen können. Dass Sie Ihre CDs oder mp3-Dateien fĂŒr die kommende Veranstaltung griffbereit haben, brauche ich Ihnen bestimmt nicht zu sagen. Aber: Mein Glaube an die Unfehlbarkeit von Menschen ist einfach sehr gering :-). Es kann alles passieren, auch das, womit man vorher niemals gerechnet hĂ€tte. Hilfreich ist fĂŒr Sie ein kleines Köffer...

Table of contents

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. 1.0 Worte zu Beginn
  3. 2.0 10 Minuten-Aktivierung
  4. 3.0 Musik kann Heilung unterstĂŒtzen
  5. 4.0 Musik und IdentitÀt
  6. 5.0 Musik in der Aktivierung
  7. 6.0 Ideen und Konzepte
  8. 7.0 GEMA und Seniorenwohnheim
  9. 8.0 Worte zum Schluss
  10. 9.0 Haftungsausschluss
  11. Impressum

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