Die Kirche befindet sich im rasanten Absturz. Gerade durch seine Arbeit als Leiter des Recollectiohauses ist Wunibald MĂŒller in den letzten 25 Jahren einer Kirche begegnet, die zunehmend morsch, hinfĂ€llig und einsturzgefĂ€hrdet ist.Doch welch ein Reichtum, welch tiefe Erfahrung gingen uns verloren, gĂ€be es die Kirche nicht mehr?! Vielleicht muss aber andererseits vieles von dem, was wir bisher unter Kirche verstanden haben, vergehen, zusammenbrechen, damit wieder mehr in den Blick gerĂ€t, worum es geht. Denn das ist es, was Kirche ausmacht: Menschen, die beten, die lieben, die da sind fĂŒr die anderen, die sich treffen in "seinem Namen" und dabei erfahren, dass "er" mitten unter ihnen ist.Keine Rezepte oder gar Lösungen angesichts der schwierigen Situation, aber spirituell und psychologisch ausgerichtete Anregungen und Ermutigungen wider die Angst und Resignation.

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Der Letzte macht das Licht aus?
Lust auf morgen in der Kirche - eine Ermutigung
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III. TEIL
7. Kapitel
Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten
Sich mit unserem Schatten auseinandersetzen
Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Gerade Einrichtungen, die groĂen Wert auf Ideale legen, die sich mit viel Licht umgeben, um gut herauszukommen, dĂŒrfen das nicht vergessen. Denn: je gröĂer das Licht, desto gröĂer der Schatten. Das kann auch gar nicht anders sein. Denn wollen wir im Licht erscheinen, wollen wir glĂ€nzen, dann dĂŒrfen andere nur unsere Sonnenseite sehen, unsere anscheinend garstige Seite hat da natĂŒrlich keinen Platz, also wird sie in den Schatten abgestellt. Die AuĂenwelt soll vor allem die Sonnenseite sehen, die man mit Begriffen wie UneigennĂŒtzigkeit, Hingabe, Demut, Liebe umschreiben könnte. Die weniger schöne Seite, die es aber natĂŒrlich auch gibt und fĂŒr die Begriffe wie Geltungsdrang, Verschwendung, Machtgier stehen, wird in den Schatten abgestellt.
Was ich ĂŒber Institutionen und ihren Schatten sage, die anscheinend sehr ideal ausgerichtet sind, gilt auch fĂŒr jeden Einzelnen von uns und in besonderer Weise auch fĂŒr Personen, die als besonders ideal eingestellt, gut, gar heiligmĂ€Ăig gesehen werden, sich selbst so sehen oder von denen man erwartet, dass sie so sind. Die Folge davon ist: Die Person, die wir wirklich sind, unsere ganz eigenen, auch einzigartigen Eigenschaften, Eigenheiten und Charaktermerkmale werden dementsprechend gestutzt und eingeschrĂ€nkt. Das, was wir wirklich denken, wie wir tatsĂ€chlich fĂŒhlen, von dem wir persönlich ĂŒberzeugt sind, kommt nur gefiltert zum Zuge. Bei dem, was in den Schatten verfrachtet worden ist, kann es sich um sogenannte schlechte Eigenschaften handeln, wie Egoismus, Neid, Eifersucht, aber auch Seiten von uns, die entscheidend dazu beitragen, dass wir emotional lebendig bleiben und Zufriedenheit in unserem Leben erfahren, wie Neugierde, KreativitĂ€t, selbstbestimmtes Auftreten, Freude an sinnlichen Erfahrungen.
Unseren Schatten annehmen
Unser Schatten ist im Laufe unseres Lebens in einem Anpassungsprozess an die Gegebenheiten und Erwartungen unserer Umwelt entstanden. Dabei wurden viele Seiten, Eigenschaften, Neigungen von uns, die zu uns gehören und uns ausmachen, dem AuĂen geopfert, in den Schatten abgestellt, da sie anscheinend vor der AuĂenwelt nicht bestehen oder uns dort möglicherweise in Konflikte mit ihr bringen könnten. Damit einher ging die Herausbildung unserer AuĂenseite, auch persona genannt. Sie ist das Gesicht, mit dem wir uns der Welt prĂ€sentieren, vergleichbar der Maske, die die römischen Schauspieler vor sich hertrugen.
In der Regel verbinden wir mit Schatten zunÀchst etwas Negatives. Dass unser Schatten nicht nur aus moralischen verwerflichen Tendenzen besteht, sondern eine Reihe guter QualitÀten aufweist, ja 90 Prozent von ihm, wie C. G. Jung einmal gesagt haben soll, schieres Gold ist, wird manchem daher zunÀchst suspekt erscheinen. Ja, so manches, das in den Schatten gestellt wurde, beinhaltet vitale Aspekte unseres Seins, auf die wir nicht verzichten können, wollen wir, dass unser Leben spannend, bunt, wertvoll bleibt oder ganz wird. Nicht selten haben wir unsere OriginalitÀt an den Schatten abgegeben.
Wollen wir ganz der Mensch werden, der wir werden sollen, wollen wir ein Leben in FĂŒlle leben, wollen wir, dass unser Leben lebendig, leidenschaftlich, spannend, bunt bleibt oder wieder wird, mĂŒssen wir die Seiten von uns, die im Dunkeln sind, die ein Schattendasein fĂŒhren, ans Licht bringen, in unser Leben bringen, jedenfalls die Aspekte davon, die sich bei nĂ€herem Hinsehen als Gold im Schatten und als Kraftquellen erweisen.
Das kann in gleicher Weise von der Kirche gesagt werden. Will sie wirklich der Ort sein, an dem und von dem aus Leben in FĂŒlle und Lebendigkeit gefördert wird, Heuchelei, Unwahrhaftigkeit, Lieblosigkeit, altes und abgestandenes Denken, das den Geist der Unerlöstheit und Unfreiheit atmet, dagegen verbannt, muss sie den Blick auf ihre dunkle Seite aushalten. Dann und erst dann und nicht, solange sie nur die Zuckerseite von sich zeigt, die man ihr lĂ€ngst nicht mehr abkauft, wird auch sie ganz.
Das aber setzt voraus, sich des Schattens, den man wie einen dunklen Schlauch hinter sich herzieht, bewusst zu werden und ihn als einen wichtigen Teil von sich anzuerkennen und anzunehmen. Das gilt auch fĂŒr die Aspekte des Schattens, die anzunehmen einem schwerfĂ€llt. Wer will sich schon zugestehen, wenn er glaubt, ein anstĂ€ndiger und vielleicht sogar frommer Mensch zu sein, dass er auch Neid, Ărger, HassgefĂŒhle, Ehrgeiz kennt? Welche caritative oder kirchliche Einrichtung mag schon gerne hören, dass es vielleicht nicht nur edle Motive sind, die sie zu ihren Aktionen verleiten, sondern auch Prestigedenken, persönliche Vorteile und vieles mehr dabei eine Rolle spielen können.
In seinem Roman Konklave deckt der Bestsellerautor Robert Harris die Schattenseite der Mitglieder des Konklave auf, die sich in der Sixtinischen Kapelle versammelt haben, um den neuen Papst zu wĂ€hlen. Von ihnen heiĂt es, dass sie alle heilige MĂ€nner seien, aber jeder auch von irdischem Ehrgeiz getrieben sei. Da ist manches ĂŒberzogen, doch es ist der Wahrheit nĂ€her als so manche Darstellungen der KardinĂ€le, die in groĂer Demut und ohne irgendwelche eigenen Interessen zu verfolgen das Ganze dem Heiligen Geist ĂŒberlassen. Da wird vieles verspiritualisiert, vernebelt, auch banalisiert. Das ist ein Beispiel dafĂŒr, wie unehrlich man sich verhĂ€lt, wie Seiten von einem, die es gibt, einfach anscheinend keine Rolle spielen, die sich dann aber natĂŒrlich doch, jetzt aber auf eine subtile Weise, Ausdruck verschaffen.
Die lebenslange Auseinandersetzung mit dem Schatten
Der Schatten holt uns ein, erinnert uns an unsere Menschlichkeit. Er verhindert, dass wir wie schattenlose Geistwesen, die so tun, als verfĂŒgen sie nicht auch ĂŒber einen Körper, durch die Welt ziehen. Auch das, was ich vielleicht als minderwertig oder verwerflich erachte, gehört zu mir, âgibt mir Wesenheit und Körperâ (C. G. Jung). Es ist mein Schatten. âWie kann ich wesenhaft sein, ohne einen Schatten zu werfen?â, fragt C. G. Jung (GW16, § 134), um dann festzustellen: âAuch das Dunkle gehört zu meiner Ganzheit, und indem ich mir meines Schattens bewusst werde, erlange ich auch die Erinnerung wieder, dass ich ein Mensch bin wie alle anderen.â
Das macht uns demĂŒtig und ist zugleich befreiend. Wir werfen uns, so C. G. Jung, der Menschheit wieder in die Arme, befreien uns von der Last des moralischen Exils, in das wir uns begeben haben. Dabei ist es wichtig, dass wir nicht nur intellektuell feststellen, einen Schatten zu haben, sondern von unserem Herzen her dazu stehen und uns dazu bekennen, weil erst dann die ersehnte innere Befreiung stattfinden kann. C. G. Jung (2001,43 f.) weiĂ, wie schwer uns das zunĂ€chst fĂ€llt. Er verdeutlicht das anhand von zwei Personen und ihren TrĂ€umen:
âDer eine trĂ€umte von einem betrunkenen Vagabunden, der im StraĂengraben lag, der andere von einer betrunkenen Prostituierten, die sich in der Gosse wĂ€lzte. Ersterer war ein Theologe, letztere eine distinguierte Dame der groĂen Gesellschaft, beide empört und entsetzt und durchaus nicht gewillt zuzugeben, dass man von und aus sich selber trĂ€ume. Ich gab beiden den wohlwollenden Rat, sich ein StĂŒndchen Selbstbesinnung zu gönnen und fleiĂig und mit Andacht zu betrachten, wo und inwiefern sie beide nicht viel besser seien als der betrunkene Bruder im StraĂengraben und die Schwester Prostituierte in der Gosse. Mit einem solchen Kanonenschuss beginnt oft der subtile Prozess der Selbsterkenntnis. Der âandereâ, von dem wir trĂ€umen, ist nicht unser Freund und Nachbar, sondern der andere in uns, von dem wir vorzugsweise sagen: âHerr, ich danke dir, dass ich nicht so bin wie dieser da.â Gewiss hat der Traum, dieses Naturkind, keine moralische Absicht, es stellt bloĂ das allgemeine Gesetz dar, nach welchem keine BĂ€ume in den Himmel wachsen.â
Das ist in der Tat eine schwere Kost, die man erst einmal verdauen muss. Sich vorzustellen, dass das, was man in den anderen oft verachtet, auch bei mir vorhanden ist, der anscheinend heiligmĂ€Ăig lebenden Person, als die ich mich selbst sehe oder die andere in mir sehen, dass dieser eine andere, ganz und gar nicht heiligmĂ€Ăige Person gegenĂŒbersteht, die nicht weniger zu mir gehört, sosehr ich auch versuche, sie mir vom Hals zu halten. Es gibt viele Beispiele von Personen, die als Bischöfe oder etwa in den USA als bekannte Fernsehprediger nach auĂen hin eine Aura des besonders spirituellen Menschen umgibt, die aber, wenn man genauer hinschaut oder wenn sie selbst zu Opfern ihres Schattens geworden sind, sich als ausgesprochen rĂŒcksichtslos, selbstbezogen entpuppen.
Will ich aber verantwortlich mit dieser Seite von mir umgehen können, muss ich dazu stehen, dass sie auch zu mir gehören. Sie annehmen heiĂt nicht, dass ich ihr Zulassen, ihr Ausagieren in bestimmten Situationen gutheiĂe. Sie anzunehmen ermöglicht mir, besser mit ihnen umgehen, sie steuern und gestalten zu können. ZunĂ€chst aber muss ich mich mit dem, was ich in den Schatten ausgelagert habe, auseinandersetzen. Dabei mag ich feststellen, dass nach auĂen hin mein Verhalten mit Begriffen wie Hingabe, Frömmigkeit, Liebe bezeichnet werden könnte, wĂ€hrend der nicht sichtbare Teil von mir recht gut mit Worten wie Geltungsdrang, Eitelkeit, Verschwendung, Habsucht, Leere, Machtgier usw. beschrieben werden könnte.
Wenn unsere Schattenseite zur Homilie wird
Damit wir nicht zu Opfern unserer Schattenseite werden, mĂŒssen wir uns mit ihr auseinandersetzen. Erst in den Momenten, in denen wir ihr von Gesicht zu Gesicht begegnen, werden sie zu Homilien, die uns sagen, wie wir uns anderen und uns selbst gegenĂŒber verhalten sollen, so der Tiefenpsychologe James Hillmann. Ich kann sie nicht allein durch Aufforderung oder Moralisieren vertreiben. Auch wenn ich lieber nichts mit ihr zu tun haben möchte, gehört sie zu mir. Ich predige zum Beispiel Demut und ich predige etwas zu laut darĂŒber, weil ich sehr wohl die Seite an mir kenne, die sich gerne im Mittelpunkt sieht. Und Nietzsche dĂŒrfte richtig liegen, wenn er meint, dass jene, die sich selbst erniedrigen, gerne erhöht werden möchten. Oder ich hasse mich dafĂŒr und mache mich stĂ€ndig herunter, weil ich, obwohl ich versprochen habe, auf das Ausleben meiner SexualitĂ€t zu verzichten, diese Seite nicht in den Griff bekomme.
Der andere Weg wĂ€re, dazu zu stehen, dass ich auch ehrgeizig bin, es auch eine narzisstische Seite in mir gibt, die auf ihre Kosten kommen will und in MaĂen auch darf. Das gilt auch fĂŒr meine SexualitĂ€t und mein sexuelles Verlangen und Verhalten. Ich muss meinen Frieden damit finden. Ich muss hinhören, was mein sexuelles Verlangen mir sagen will, wie ich es in mein Leben integrieren kann. In dem Wort integrieren steckt das Wort integer. Wenn ich zum Beispiel meine SexualitĂ€t nicht von mir abspalte, wenn ich mein sexuelles Verhalten â auch da, wo es der gesellschaftlichen oder kirchlichen Norm nicht entspricht â nicht einfach nur verteufle, also schlechtmache, sondern dazu stehe, mir das Almosen der GĂŒte mir selbst gegenĂŒber nicht versage, um eine Formulierung von C. G. Jung zu gebrauchen, findet â wie es bei einem alchemistischen Vorgang der Fall ist â eine Verwandlung in mir statt. Jetzt vermischen sich die unterschiedlichen Seiten und Strebungen in mir, jetzt hat das Schwarz-WeiĂ-Denken ein Ende, so dass Neues entstehen kann. Ich muss mich mit dem Schatten nicht identifizieren. Auch muss ich ihn nicht ausagieren. Aber meinen Schatten und wofĂŒr er steht zu lieben, heiĂt, mit ihm Frieden zu schlieĂen, ihn mitzutragen und zu ertragen. Die Annahme unserer Wirklichkeit ist wahre Demut. Die Sorge um den Schatten ist die Voraussetzung dafĂŒr, ihn zu heilen.
Was kann die Kirche, was können ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, aber auch viele GlĂ€ubige, daraus lernen? Auf dem Hintergrund meiner Erfahrungen im Recollectio-Haus, meiner vielen Begegnungen mit kirchlichen Mitarbeitern, meiner eigenen Erfahrungen als kirchlicher Mitarbeiter und aktives Mitglied meiner Kirche kann ich nur dafĂŒr plĂ€dieren, sich intensiver und ehrlicher mit unserer Schattenseite auseinanderzusetzen. Zum einen, um uns dadurch besser kennenzulernen, die ganze Wahrheit ĂŒber uns zu erfahren und dadurch auch in die Lage versetzt zu werden, bewusster und verantwortlicher mit Seiten von uns umgehen zu können, die vielleicht nicht so schmeichelhaft sind. Zum anderen, um das Positive, das Gold, das sich dort befindet, zu entdecken und zum Segen der Kirche, ihrer Mitarbeiter und der GlĂ€ubigen zu nutzen.
8. Kapitel
Transparent sein
Die Kirche hat eine Vorbildfunktion
Beginnen wir bei der Kirche als Institution. Die Kirche muss beziehungsweise will von ihrem moralischen und spirituellen Anspruch her so etwas wie ein Vorbild sein. Sie hat sich mehr, als das fĂŒr andere Organisationen gilt, Idealen und Werten verschrieben und es ist verstĂ€ndlich, dass die AuĂenwelt mehr als bei anderen darauf schaut, ob sie diesen Idealen auch entspricht und gerecht und kritisch reagiert, wenn das nicht der Fall ist. Das haben wir beim Missbrauchsskandal erlebt, bei dem die Kirche ihr Kapital, als glaubwĂŒrdig und vertrauenswĂŒrdig eingeschĂ€tzt zu werden, verspielte. Von diesem Vertrauensverlust hat sie sich bis heute nicht erholt.
Ein anderer Bereich, bei dem die Kirche immer wieder in Kritik gerĂ€t, bezieht sich auf das Finanzgebaren der Kirche und wie in der Kirche mit Macht umgegangen wird. GrundsĂ€tzlich muss es nicht schlecht sein, dass die Kirche reich ist. Auch ist es eine Tatsache, dass es in einer Institution unterschiedliche Verantwortungsebenen gibt. Entscheidend ist, was die Kirche mit dem Geld macht, wofĂŒr sie es ausgibt. Ob sie das transparent macht. Oder dass man, wenn es um Einfluss und Macht geht, nicht so tut, als gĂ€be es das in der Kirche nicht, und jene, die tatsĂ€chlich Macht in der Kirche haben und diese auch ausĂŒben, sich nicht selbst und anderen vormachen, dass ihr Amt nur Dienst sei, sie selbst aber nicht mehr als die Diener ihrer Gemeinschaft, und das noch auf die Spitze treiben, wenn sie sich im liturgischen Kontext als nichtswĂŒrdige Knechte bezeichnen.
Organisierte NĂ€chstenliebe
Die Kirche finanziert in Deutschland und weltweit Projekte, bei denen Menschen â Arme, FlĂŒchtlinge, Kranke, Hungernde â unterstĂŒtzt werden, die dringend der Hilfe bedĂŒrfen. Das machen auch andere Organisationen, aber es ist auch eine elementare Aufgabe von Kirche. Sosehr NĂ€chstenliebe und Barmherzigkeit immer wieder spontan und unmittelbar gelebt werden können und sollen, mĂŒssen sie auch organisiert werden, um wirkungsvoll helfen zu können. Es bedarf dazu Einrichtungen, Bewegungen, die etwas auf den Weg bringen. Man denke an manche Orden, die es als ihre Aufgabe sehen, genau das zu tun. DafĂŒr braucht es Menschen, eine Organisation und natĂŒrlich auch Geld.
Man darf also auch kein falsches VerhĂ€ltnis zum Geld haben, indem man das Geld von vorneherein zum bösen Mammon erklĂ€rt, sich dann aber wundert und darĂŒber klagt, wenn man nicht genug hat und von der UnterstĂŒtzung anderer abhĂ€ngig ist, obwohl man bei einiger Phantasie selbst etwas dazu hĂ€tte beitragen können, zu mehr Geld zu kommen.
Richtiger Umgang mit Geld
Die andere Seite ist, wachsam zu sein und gut hinzuschauen, was Geld mit mir macht, welche Faszination es auf mich ausĂŒbt und inwieweit ich, wenn ich darĂŒber verfĂŒgen kann â auch ĂŒber Geld, das nicht mir gehört â, davor gefeit bin, diese Situation nicht doch auch zu meinem Vorteil zu nutzen. Ich mit der Zeit gar nicht mehr merke, wie ich meine Stellung da...
Table of contents
- Cover
- Titelblatt
- Urheberrecht
- Inhalt
- Vorwort
- I. Teil
- II. Teil
- III. Teil
- IV. Teil
- Epilog
- Literatur
Frequently asked questions
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