Hochfrequenz-Untersuchungen an paramagnetischen und diamagnetischen Myonenspezies in Silizium
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Hochfrequenz-Untersuchungen an paramagnetischen und diamagnetischen Myonenspezies in Silizium

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Hochfrequenz-Untersuchungen an paramagnetischen und diamagnetischen Myonenspezies in Silizium

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Wasserstoff spielt bei der Herstellung von Halbleitern eine wichtige Rolle. In vielen Produktionsschritten von Halbleiterbauelementen, wie dem Ätzen von Strukturen und Schaltkreisen, ist Wasserstoff in Form von wĂ€ssrigen SĂ€uren und Lösungen vorhanden. Er diffundiert aufgrund seiner geringen GrĂ¶ĂŸe sehr leicht durch das Material und kann chemische Reaktionen mit dem Halbleiter, eingebrachten Fremdatomen (Dotierung) oder Verunreinigungen (Sauerstoff) eingehen. Es ist seit einiger Zeit bekannt, dass Wasserstoff im Halbleiter Störstellen (Dotieratome) passivieren [Pankove 1991, Pearton 1992] oder in bestimmten Temperaturbereichen die Sauerstoffdiffusion stark beschleunigen kann [Murray 1991, Myers 1992]. Dabei sind die zugrunde liegenden Prozesse oft noch nicht ganz verstanden. Um weitere Erkenntnisse ĂŒber die ablaufenden Prozesse zu erhalten, wird in dieser Arbeit der Einfluss von Bor-Dotierung, Phosphor-Dotierung und Sauerstoff auf die Bildung wasserstoffĂ€hnlicher Myonenspezies in Silizium untersucht.Das positive Myon kann wie das Proton ein Elektron an sich binden und bildet somit wasserstoffĂ€hnliches Myonium. Da das Myon etwa 1/9 der Masse des Protons besitzt kann Myonium als leichtes Wasserstoff-Isotop angesehen werden, das sich chemisch nahezu identisch verhĂ€lt. Die Myonenspektroskopie ist durch die Verwendung kernphysikalischer Methoden wesentlich empfindlicher bei der Vermessung geringster Wasserstoff-Konzentrationen, wie sie im Halbleiter vorkommen, als herkömmliche Methoden wie z.B. NMR, ESR oder IR-Spektroskopie. So wurde Myonium auf einem Bond-Center Platz (MuBC) schon 14 Jahre vor dem entsprechenden Wasserstoffzustand, in der NMR als AA9-Zentrum bekannt, entdeckt. ZusĂ€tzlich werden bei der Verwendung von Myonen Probleme wie Wasserstoff-Agglomeration oder StrahlenschĂ€digungen, wie sie bei starker Protonenbestrahlung auftreten, elegant umgangen.Die Stuttgarter Myonengruppe des Max-Planck-Institutes fĂŒr Metallforschung untersucht schon seit lĂ€ngerem mit Hilfe der Myonenspektroskopie wasserstoffĂ€hnliches Myonium, in eigenleitenden (intrinsischen) und dotierten Halbleitern [Major 1992, Iwanowski 1994, Scheuermann 1997, Schmidl 1997, Kormann 1998, Kormann 1999, Kormann 2000, Major 2000, Schefzik 2001].In dieser Arbeit wurden unterschiedlich dotierte Silizium-Kristalle (intrinsisch (eigenleitend), bor-dotiert (p-leitend), phosphor-dotiert (n-leitend)) die entweder nach dem Zonenschmelzverfahren (englisch: Float-Zone, FZ) oder nach dem Czochralski-Verfahren (hoher Sauerstoff-Gehalt) gezogen wurden untersucht. Mit dieser Arbeit wurden die Untersuchungen an Halbleitern abschließend behandelt und es konnten viele offene Fragen geklĂ€rt werden. So konnte durch den erstmaligen Nachweis einer in dotierten Halbleitern bisher nur aufgrund von Modellvorstellungen vermuteten Myonenspezies die Modellvorstellung ĂŒberprĂŒft und entscheidend ĂŒberarbeitet werden. ZusĂ€tzlich bietet diese Arbeit viele Hinweise ĂŒber den Aufbau und den Umgang mit der Messelektronik und den Hochfrequenz-Spulen.

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Information

Year
2004
eBook ISBN
9783736911123
Print ISBN
9783865371126
Edition
1

Table of contents