Apoptotische Prozesse in hippocampalen PrimÀrkulturen
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Apoptotische Prozesse in hippocampalen PrimÀrkulturen

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Apoptotische Prozesse in hippocampalen PrimÀrkulturen

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Die vorliegende Arbeit sollte dazu beitragen, die molekularen Grundlagen der Apoptose im Gehirn aufzuklĂ€ren. FĂŒr diesen Zweck wurde ein PrimĂ€rkultursystem aus dem Hippocampus neonataler Ratten etabliert, welches sich nach acht Tagen aus 30 % neuronalen und 70 % nicht-neuronalen Zellen zusammensetzte. Bei den nicht-neuronalen Zellen handelte es sich in erster Linie um Gliazellen. Der Proteinkinaseinhibitor Staurosporin wurde verwendet, um in den hippocampalen PrimĂ€rkulturen eine Apoptose auszulösen. 300 nM Staurosporin fĂŒhrten zu VitalitĂ€tsverlusten und zu einer Fragmentierung der Zellkerne, wobei von der Kernfragmentierung als erstes die Neurone betroffen waren. Desweiteren konnte eine deutliche Fragmentierung der DNA in oligonukleosomale BruchstĂŒcke detektiert werden. Eine AktivitĂ€t der Caspase-3 wurde ebenfalls festgestellt. Sie war nach 5 stĂŒndiger Behandlung maximal ausgeprĂ€gt und betrug ca. das 10 fache des Kontrollwertes. Der Caspaseinhibitor ZVAD-fmk war in der Lage, den durch Staurosporin hervorgerufenen VitalitĂ€tsverlust um rund 30 % zu vermindern. Eine Untersuchung der Zellkerne erbrachte jedoch keinen protektiven Effekt, vielmehr verursachte ZVAD-fmk einen Shift von fragmentierter zu kondensierter Kernmorphologie. Demnach ist eine Hemmung der Caspasen nicht hinreichend, um einen Zelltod in diesem Modell zu verhindern. Der Transkriptionsinhibitor Actinomycin D ĂŒbte sowohl auf die VitalitĂ€t der hippocampalen Zellen als auch auf deren Kernmorphologie einen schĂ€digenden Effekt aus. Folglich werden wĂ€hrend der Apoptose in diesem Modell auf Ebene der mRNA nicht ausschließlich sogenannte "Killergene" aktiviert. Vielmehr ist denkbar, daß Staurosporin eine Erhöhung protektiver Gene induziert. Der zeitliche Expressionsverlauf verschiedener Gene, von denen man eine Beteiligung am apoptotischen Zellsterben annimmt, wurde nach Staurosporin-Behandlung mittels semiquanti­ta­tiver RT-PCR untersucht. Die Ergebnisse zeigten jedoch weder eine eindeutige Induktion noch eine UnterdrĂŒckung schĂ€digender bzw. protektiver Gene. Die Erhöhung der Gen­expression fĂŒr die SOD-2 und die HO-1 deutet auf eine Beteiligung von Sauerstoffradikalen bei der Staurosporin-induzierten Apoptose hin und kann als Schutzreaktion der Zellen interpretiert werden.

Information

Year
2004
eBook ISBN
9783736912434
Print ISBN
9783865372437
Edition
1

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