Terpolymerisationen von Styrol (STY), Methylmethacrylat (MMA) und Glycidylmethacrylat (GMA) in homogener Phase mit ĂŒberkritischem CO2 wurden mit dem Ziel untersucht, ein Polymer relativ niedriger Molmasse, Mn ~ 2500 g mol?1, und einer PolydispersitĂ€t von etwa 2.0 bei kontinuierlicher ReaktionsfĂŒhrung mit vollstĂ€ndigem Monomerumsatz herzustellen. Es wurde vorwiegend eine Monomermischung mit fSTY = 0.07, fMMA = 0.51 und fGMA = 0.42 eingesetzt. Das bei vollstĂ€ndigem Umsatz entstehende Terpolymer dient als Modellsubstanz fĂŒr ein Pulverlackbindemittel. Die Anwesenheit von 20 Gew.% CO2 soll es ermöglichen, in einem Folgeschritt nach ZufĂŒgen weiterer Komponenten eine gewĂŒnschte Morphologie der Pulverlackpartikel zu erzeugen. Das Zielpolymer kann in einem Rohrreaktor bei 120 °C durch Molmassenkontrolle ĂŒber einen KettenĂŒbertrĂ€ger oder ĂŒber Initiatoren erhalten werden. Die attraktivste Methode stellt die Verwendung des katalytischen KettenĂŒbertrĂ€gers CoMBF dar. Hierbei wird Polymer ohne Initiator-Endgruppen erhalten. Es wird gezeigt, dass CoMBF nur in Verbindung mit Azoinitiatoren erfolgreich eingesetzt werden kann. Sie aktivieren den KettenĂŒbertrĂ€ger, wĂ€hrend peroxidische Initiatoren die Reglerwirksamkeit einschrĂ€nken und ihre Zerfallsprodukte zudem als Endgruppen in das Polymer eingebaut werden. FĂŒr die Molmassenkontrolle nur mit Hilfe von Initiatoren wurden zwei Verfahren erprobt, bei denen entweder ein Initiator in recht hoher Konzentration oder ein aus zwei Komponenten bestehender Initiator-Cocktail verwendet wurden. Die Peroxidkonzentration im Cocktail liegt unter der bei Verwendung nur eines Initiators. Weiterhin wurden Terpolymerisationen bei Temperaturen bis 180°C durchgefĂŒhrt, um die Depropagationsreaktion zur Molmassen-Regelung zu nutzen. Depropagation bewirkt allerdings auch eine Begrenzung des maximal erreichbaren Monomerumsatzes, so dass ein Zielpolymer geringer Molmasse mit vollstĂ€ndigem Umsatz nur in einem Rohrreaktor hergestellt werden kann, bei dem der heiĂen Reaktionszone ein bei etwa 120°C gehaltener Reaktorabschnitt folgt. Die Experimente wurden durch Simulationsrechnungen mit dem Programm PREDICIÂź begleitet. Das entwickelte Modell erlaubt die Bestimmung von Umsatz-Zeit-VerlĂ€ufen sowie von Molmassenverteilungen fĂŒr Fluidphasen-Terpolymerisationen in Lösung, aber auch in Substanz bei erheblicher Variation von Temperatur und Monomerzusammensetzung sowie in AbhĂ€ngigkeit von der Art und Konzentration an Initiatoren und KettenĂŒbertrĂ€gern.

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9783865379436
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1