Es wurden anhand eines Modells der Einfluss der VerdrĂ€ngungsströmung auf die Partikelbewegung zwischen einer sich auf eine Halbkugel bzw. eine Wand zu bewegenden Modellmahlkugel und auf die Partikelanzahl zwischen einer Modellmahlkugel und einer Wand untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass die VerdrĂ€ngungsgeschwindigkeiten ein Vielfaches der stationĂ€ren Sinkgeschwindigkeiten der Partikeln im Schwerkraft- bzw. im Zentrifugalfeld betragen und ihre Bewegung somit stark durch die VerdrĂ€ngungsströmung beeinflusst wird. Die mittleren Partikelgeschwindigkeiten zwischen der Modellmahlkugel und der Wand entsprechen bei den untersuchten AbstĂ€nden bis 1, 3 mm etwa den berechneten mittleren Fluidgeschwindigkeiten. Untersuchungen der Partikelanzahlen zeigen, dass dennoch nur bei geringen Volumenkonzentrationen alle Partikeln aus dem zerkleinerungsaktiven Volumen verdrĂ€ngt werden. Mit Erhöhung der Volumenkonzentration steigt die Anzahl der eingefangenen Partikeln nĂ€herungsweise linear an. Untersuchungen zur Volumenkonzentration im Spalt bei cV=5 % und cV=10 % im BehĂ€lter zeigen, dass die Volumenkonzentrationen im Inneren des Spalts (nahe r=0; Maske 0) am gröĂten sind und annĂ€hernd den Volumenkonzentrationen im BehĂ€lter entsprechen. Ein Einfluss des Auftreffwinkels und der FluidviskositĂ€t auf die Anzahl der eingefangenen Partikeln konnte nicht festgestellt werden. Der Einfluss der Geschwindigkeit hing bei den experimentellen Untersuchungen von der Modellmahlkugel-Suspension-Kombination ab, bei Geschwindigkeiten oberhalb 5 mm/s wurde jedoch bei keiner Modellmahlkugel-Suspension-Kombination eine AbhĂ€ngigkeit der Partikelanzahl von der Geschwindigkeit festgestellt. Da es in RĂŒhrwerkskugelmĂŒhlen bei energiereichen StöĂen (z. B. StöĂe mit hoher Relativgeschwindigkeit) zum Partikelbruch kommt, wird davon ausgegangen, dass keine AbhĂ€ngigkeit der Partikelanzahl von der AnnĂ€herungsgeschwindigkeit besteht. FĂŒr die Beschreibung von Zerkleinerungsergebnissen ist es von Interesse, bei welchen VerhĂ€ltnissen der MahlkugelgröĂe zur PartikelgröĂe Ein- bzw. Mehrpartikelbeanspruchung zu erwarten ist. FĂŒr das Modell Kugel-Wand kann abgeschĂ€tzt werden, dass ab einem VerhĂ€ltnis zwischen dem Durchmesser des zerkleinerungsaktiven Volumens und dem mittleren Partikelabstand im zerkleinerungsaktiven Volumen von 4 immer davon ausgegangen werden kann, dass mindestens eine Partikel eingefangen und beansprucht wird.

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9783865377586
Edition
1