Das Breitbandantibiotikum Chloramphenicol (CAP) wird sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch zur Behandlung lebensmittelproduzierender Tiere eingesetzt. Es ist aufgrund seiner toxischen Eigenschaften EU-weit und in vielen anderen LĂ€ndern wie z. B. in Kanada und in den USA fĂŒr die Anwendung bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, verboten. Wiederholte CAP-Funde in Shrimps und Honig chinesischer Herkunft fĂŒhrten am 30. Januar 2002 zu einem Importverbot fĂŒr Erzeugnisse tierischen Ursprungs aus China (Entscheidung 2002/69/EG). Da Chloramphenicol in Honig ein bis dahin nicht bekanntes Problem darstellte, existierte zu diesem Zeitpunkt noch keine validierte Methode fĂŒr die Analyse von Honig, mit der Chloramphenicol mit der rechtlich geforderten SelektivitĂ€t und SensitivitĂ€t bestimmt werden konnte. In der Entscheidung 2003/181/EG wurde fĂŒr Analysemethoden zur Bestimmung von Chloramphenicol eine Mindestleistungsgrenze (MRPL) von 0, 3 ?g/kg festgesetzt, so dass Methoden fĂŒr die CAP-Analyse in Honig Bestimmungsgrenzen von 0, 3 ?g/kg oder niedriger aufweisen mĂŒssen. In der vorliegenden Arbeit wurden drei unterschiedliche Methoden zur Bestimmung von Chloramphenicol in Honig und in weiteren Bienenprodukten wie Wachs, GelĂ©e Royale, Pollen und Propolis mittels LC-MS entwickelt. Diese Methoden eignen sich fĂŒr ein groĂes Probenaufkommen in einem Routinelabor und erreichen die geforderte Mindestleistungsgrenze.

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9783865378828
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1