Ein Beitrag zur Modellbildung und Simulation Ballondilatation von Atemwegstenosen
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Ein Beitrag zur Modellbildung und Simulation Ballondilatation von Atemwegstenosen

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Diese Dissertation befasst sich mit den mechanischen VorgĂ€ngen wĂ€hrend der Ballondilatation von Atemwegstenosen.Die betrachteten Stenosen vom Typ "narbige Striktur" werden im klinischen Alltag ĂŒblicherweise mit dem Instrument Dilatationsballon manuell gedehnt. Falls notwendig, erfolgt eine anschließende Stentimplantation. Die Auswahl des Stents, inklusive seiner Kennlinie, erfolgt gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig oder nach persönlichen Erfahrungen und PrĂ€ferenzen. Zur Erlangung eines optimalen Behandlungsresultates ist jedoch eine Anpassung an das Spannungs-Dehnungs-Verhalten der Stenose notwendig. Dieses Verhalten wird wĂ€hrend der manuell durchgefĂŒhrten Ballondilatation nicht ermittelt.Das Ziel ist es, die ZusammenhĂ€nge zwischen dem wĂ€hrend der Dilatation gemessenen Druck-Volumen-Verlauf und dem Spannungs-Dehnungs-Verhalten der Stenose experimentell und theoretisch auf Basis von Modellen zu bestimmen. Dabei wird die Besonderheit berĂŒcksichtigt, dass bei der Dehnung der narbigen Striktur der Dilatationsballon durch die Stenose nur teilweise eingeengt wird; er ragt an beiden Enden ĂŒber den stenosierten Bereich hinaus.Es werden experimentelle Untersuchungen an Modellstenosen unterschiedlicher Dehnbarkeit und LĂ€nge durchgefĂŒhrt. Wie erwartet, fĂŒhren hĂ€rtere Stenosen zu einem steileren Kurvenanstieg wĂ€hrend der Dilatationsphase. DemgegenĂŒber zeigt der Vergleich zwischen Stenosen gleicher Dehnbarkeit, aber unterschiedlicher LĂ€nge eine zunĂ€chst unerwartet grĂ¶ĂŸere Dehnung der kĂŒrzeren Stenose bei gleicher Druckzunahme. Ursache ist, dass die Randbereiche der Stenosen einen zeitlichen Dehnungsvorsprung gegenĂŒber den weiter innen liegenden Bereichen erfahren. FĂŒr dieses, bei kĂŒrzeren Stenosen ausgeprĂ€gtere, Verhalten wird der Begriff "Effekt der Randdehnung" eingefĂŒhrt.Die Modellbildung des Dilatationsvorganges basiert zum einen auf Gleichgewichtsbetrachtungen am freigeschnittenen Ballon und zum anderen (als Vergleich) auf dem Prinzip des Minimums der totalen potentiellen Energie. Das System Ballon / Stenose wird in drei Teilbereiche, fĂŒr die unterschiedliche Bedingungen gelten, aufgeteilt. Die betrachteten Bereiche sind: 1. der proximale- und distale Ballonbereich außerhalb der Stenose; 2. der Bereich, in dem Ballon und Stenose in Kontakt treten; 3. der Übergangsbereich zwischen 1 und 2.Numerische Simulationen der Ballondilatation bestĂ€tigen die aus den experimentellen Untersuchungen und theoretischen Betrachtungen gewonnenen Erkenntnisse ĂŒber die ZusammenhĂ€nge zwischen Druck-Volumen-Verlauf der Dilatation und Spannungs-Dehnungs-Verhalten der Stenose.

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Information

Year
2007
eBook ISBN
9783736921146
Print ISBN
9783867271141
Edition
1

Table of contents