Die vorliegende theoretische Arbeit setzt sich mit der Nutzerzufriedenheit im verdichteten Wohnbau auseinander. Da der in der Bevölkerung weit verbreitete Wunsch nach einem Einfamilienhaus im GrĂŒnen in deutlichem Widerspruch zur Forderung nach EindĂ€mmung des FlĂ€chenverbrauchs steht, mĂŒssen in der Architektur Wege gefunden werden, um platz- und ressourcenschonende Alternativen zum Einfamilienhaus attraktiver zu machen. Leider werden GebĂ€ude nach ihrer Fertigstellung nur in den wenigsten FĂ€llen daraufhin geprĂŒft, ob die Wohnkonzepte der Architekten wie geplant funktionieren. Diese Arbeit stellt daher einen Beitrag zur Untersuchung verdichteter Wohnformen auf ihre Kongruenz mit den NutzerbedĂŒrfnissen und somit auf ihre ZukunftsfĂ€higkeit dar. Durch eine selbst durchgefĂŒhrte Evaluation an fĂŒnf mit Architekturpreisen ausgezeichneten GebĂ€uden hat sich gezeigt, dass die Nutzerperspektive in der Planung der Architekten noch immer stark vernachlĂ€ssigt wird. In vielen FĂ€llen leidet die GebrauchsqualitĂ€t der GebĂ€ude drastisch unter der starken Betonung der Ă€uĂeren Gestaltung von Seiten der Architekten. Die Befragung von Nutzern wird in dieser Arbeit als sinnvolle Quelle zur Bewertung von GebĂ€uden herausgestellt. Eine direkte oder indirekte Miteinbeziehung von Nutzern in der Planungsprozess kann den Planern demnach die Perspektive aus der Sicht der Nutzer eröffnen, die ebenso zur QualitĂ€t von Architektur zĂ€hlt wie Ă€sthetische Gestaltungsfragen.

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9783867270458
Edition
1