Synthese, biologische Untersuchunge und Fluoreszenzmarkierung neuartiger Analoga des Antibiotikums (+)-CC-1065 und der Duocarmycine fĂŒr eine selektive Krebstherapie
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Synthese, biologische Untersuchunge und Fluoreszenzmarkierung neuartiger Analoga des Antibiotikums (+)-CC-1065 und der Duocarmycine fĂŒr eine selektive Krebstherapie

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Synthese, biologische Untersuchunge und Fluoreszenzmarkierung neuartiger Analoga des Antibiotikums (+)-CC-1065 und der Duocarmycine fĂŒr eine selektive Krebstherapie

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Die Behandlung maligner Tumoren mit den derzeit zur VerfĂŒgung stehenden Chemotherapeutika ist im Allgemeinen mit starken Nebenwirkungen verbunden, da die SelektivitĂ€t klassischer Zytostatika hauptsĂ€chlich auf dem Unterschied der Proliferationsraten maligner und normaler Zellen beruht. Dieser ist jedoch insbesondere bei Zellen des hĂ€matopoetischen Systems, des Intestinaltraktes und der Haarfollikel nur gering. Daher mĂŒssen Konzepte entwickelt werden, die basierend auf den genotypischen und phĂ€notypischen Unterschieden von malignen und normalen Zellen eine gezielte Zerstörung der malignen Zellen ohne BeeintrĂ€chtigung der Normalzellpopulation ermöglichen. Die Grundlage des von L. F. Tietze verfolgten Ansatzes fĂŒr eine selektive Krebsbehandlung ist die "Antibody Directed Enzyme Prodrug Therapy" (ADEPT), bei der im therapeutischen Bereich untoxische Verbindungen (Prodrugs) gezielt im Krebsgewebe enzymatisch in hochtoxische Zytostatika ĂŒberfĂŒhrt werden. Bei diesem binĂ€ren Ansatz wird die SelektivitĂ€t durch die Verwendung monoklonaler Antikörper erreicht, die an tumorassoziierte Antigene binden und die kovalent mit dem entsprechenden Enzym verknĂŒpft sind. Als Leitstrukturen fĂŒr die in den letzten Jahren im Arbeitskreis Tietze untersuchten Verbindungen dienten die zytotoxischen Naturstoffe (+)-CC-1065 und (+)-Duocarmycin SA, die beide als pharmakophore Gruppe ein Spirocyclopropylcyclohexadienon-System aufweisen und innerhalb der Zytostatika zur Gruppe der DNA-Alkylantien zĂ€hlen. Bei den von diesen Naturstoffen abgeleiteten Prodrugs handelt es sich um sogenannte seco-Verbindungen, deren phenolische Hydroxylgruppe als Galactosid geschĂŒtzt ist, so dass eine Spirocyclisierung unter Ausbildung der pharmakophoren Gruppe nicht erfolgen kann. Prodrugs dieser Art lassen sich jedoch durch enzymatische Umsetzung in die entsprechenden seco-Drugs ĂŒberfĂŒhren, die dann in situ zum aktiven Toxin cyclisieren.Diese Dissertation beschreibt die Synthese und biologische Untersuchung von zehn neuartigen glykosidischen Prodrugs sowie der entsprechenden seco-Drugs. Die Wasserlöslichkeit aller Verbindungen konnte durch EinfĂŒhrung DNA-bindender IndolcarbonsĂ€ure-Einheiten mit tertiĂ€rer AminofunktionalitĂ€t und der dadurch gegebenen Möglichkeit zur Salzbildung verbessert werden. Mit der Synthese der diasteromerenreinen glykosidischen Prodrugs (+)-33a mit DMAI-Seitenkette sowie (+)-33b mit DMMI-Seitenkette stehen zwei Prodrugs zur VerfĂŒgung, die nicht nur die fĂŒr eine erfolgreiche Anwendung im Rahmen des ADEPT-Konzeptes aufgestellten Kriterien (QIC50 >1000, IC50 < 10nM) erfĂŒllen, sondern aufgrund ihrer exzellenten QIC50-Werte von 4800 bzw. 4300, der verbesserten Wasserlöslichkeit und der einfachen synthetischen ZugĂ€nglichkeit alle bisher im Arbeitskreis Tietze und von anderen hergestellten Prodrugs dieser Art ĂŒbertreffen.Des Weiteren gelang die Entwicklung eines allgemeinen Weges zur Synthese fluoreszenzmarkierter Prodrugs sowie die Herstellung des fluoreszenzmarkierten Prodrugs 131 mit DMAI-Seitenkette. Hierdurch werden kĂŒnftig Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren ermöglicht, die dem eingehenden VerstĂ€ndnis der Wirkungsweise dieser Prodrugs dienen sollen.

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Information

Year
2006
eBook ISBN
9783736920699
Print ISBN
9783867270694
Edition
1

Table of contents