Trotz einer immer stĂ€rkeren Bedeutung des Berufes fĂŒr die gesellschaftliche Teilhabe nehmen vor allem Jugendliche mit tĂŒrkischem Migrationshintergrund immer weniger an der traditionellen Berufsausbildung im Dualen System in der BRD teil. Auf dem Ausbildungsstellenmarkt selbst haben sie eine Sonderstellung: Ihre Kompetenzen werden vielfach als defizitĂ€r wahrgenommen, wobei sich die Frage stellt, ob diese eindimensionale Sicht gerechtfertigt ist. Genau an diesem Punkt setzt die Forschung von Ulrike Pahle-Franzen ein: Sie betrachtet das Handeln und Verhalten der postmodernen Jugendlichen, die zwischen zwei Kulturen heranwachsen, unter dem Blickwinkel des pĂ€dagogischen Konzepts des sozialen Raums. Von der sozioökonomischen Situation in der TĂŒrkei seit den 1960er Jahren ausgehend zeigt sie auf, wie sich im Heimatland die soziale Lage bis heute entwickelt hat und sucht nach möglichen ErklĂ€rungen fĂŒr den vor allem in den letzten Jahren auffallend hĂ€ufigen Schritt in die SelbststĂ€ndigkeit. Zuletzt stellt Ulrike Pahle-Franzen verschiedene institutionelle UnterstĂŒtzungsprogramme und Förderleistungen vor, die den ExistenzgrĂŒndern angeboten werden, und bietet Handlungsempfehlungen an, die vor allem fĂŒr interessiertes Fachpublikum, betriebliche und auĂerbetriebliche pĂ€dagogische Fachleute, interkulturell involvierte Institutionen sowie kommunale TrĂ€gerschaften einen hohen Grad an Innovation darstellen.

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9783867273633
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