Einfluss solutaler Marangonikonvektion auf den in Metallschmelzen mittels Scherzellentechnik gemessenen Interdiffusionskoeffizienten
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Einfluss solutaler Marangonikonvektion auf den in Metallschmelzen mittels Scherzellentechnik gemessenen Interdiffusionskoeffizienten

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Einfluss solutaler Marangonikonvektion auf den in Metallschmelzen mittels Scherzellentechnik gemessenen Interdiffusionskoeffizienten

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Messungen von Diffusionskoeffizienten in Metall- und Halbleiterschmelzen sind aufgrund von Konvektionsprozessen mit erheblichen Streuungen behaftet. Diese Arbeit zeigt, dass die solutale Marangonikonvektion hierbei den grĂ¶ĂŸten Beitrag liefert. Die Interdiffusionsexperimente wurden mittels Scherzellentechnik durchgefĂŒhrt. Die untersuchten Materialien (Sn-Bi, Pb-Ag, Sn-In) zeigen unterschiedliche Antriebe fĂŒr die solutale Marangonikonvektion und unterschiedliche Dichtedifferenzen zwischen den Diffusionspartnern. Der Konvektionsantrieb wurde aus OberflĂ€chenspannungsmessungen mittels der "sessile drop" Methode ermittelt, die unter Ă€hnlichen Bedingungen wie in einem Diffusionsexperiment durchgefĂŒhrt wurden. Da der Einfluss der Marangonikonvektion auch vom Anteil an freien OberflĂ€chen entlang der Schmelze abhĂ€ngt, wurde dieser Anteil durch das AusĂŒben von unterschiedlichen DrĂŒcke auf die Schmelze variiert. Hoher Druck minimiert die freien OberflĂ€chen, wĂ€hrend geringer Druck den Anteil an freien OberflĂ€chen undefiniert vergrĂ¶ĂŸert. Eine zusĂ€tzliche, definierte VergrĂ¶ĂŸerung dieses Anteils wurde durch das Einarbeiten von Schlitzen in die Kapillarwand erreicht. Hierdurch wurde der Einfluss der Marangonikonvektion auf den gemessenen Diffusionskoeffizienten systematisch untersucht. Das Hauptergebnis ist, dass Messungen von konvektionsfreien Diffusionskoeffizienten auf der Erde wie auch unter Schwerelosigkeit nur möglich sind, wenn freie OberflĂ€chen entlang der Schmelze vermieden werden. Liegen freie OberflĂ€chen vor, so sind bei Temperaturen ab etwa 600°C weder die hemmende Wirkung einer Oxidschicht noch die DĂ€mpfung durch die stabile Schichtung (genĂŒgend hohe Dichtedifferenz zwischen den Diffusionspartnern) ausreichend, um das Auftreten der Marangonikonvektion zu unterdrĂŒcken. ZusĂ€tzlich zeigten bei 400°C wĂ€hrend der Foton M2 Mission unter Schwerelosigkeit durchgefĂŒhrte Messungen, dass bei Verwendung der stabilen Schichtung die Gravitation tatsĂ€chlich dĂ€mpfend auf nicht allzu starke konvektive Störungen wirkt und die Messung von konvektionsfreien Diffusionskoeffizienten auf der Erde somit unterstĂŒtzt.

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Information

Year
2007
eBook ISBN
9783736923119
Print ISBN
9783867273114
Edition
1

Table of contents

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