Magnetometrie an Halbleiter-Nanostrukturen mit wenigen Elektronen
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Magnetometrie an Halbleiter-Nanostrukturen mit wenigen Elektronen

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Magnetometrie an Halbleiter-Nanostrukturen mit wenigen Elektronen

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In dieser Arbeit wurde die Magnetisierung von niedrig-dimensionalen Elektronensystemen mit Hilfe eines Cantilever-Magnetometers vermessen. Dazu wurde ein interferometrisches Verfahren zur Detektion der Cantilever-Auslenkung entwickelt, welches simultane Magnetotransport-Messungen und das Einstellen der LadungstrĂ€gerzahl ĂŒber eine Feldeffektelektrode ermöglicht. Die Magnetisierung ist eine thermodynamische GrĂ¶ĂŸe und spiegelt bei tiefen Temperaturen die Grundzustandsenergie der Elektronensysteme wider. Untersucht wurden zweidimensionale Elektronensysteme (2DES) in modulationsdotierten AlGaAs/GaAs-Heterostrukturen und insbesondere selbstorganisiert gewachsene InAs-Quantenpunkte.Unser neu entwickelter Aufbau erlaubt es uns, an den 2DES simultane Magneto-transport- und Magnetisierungsmessungen sowohl bei variierendem Magnetfeld als auch bei variierender LadungstrĂ€gerdichte durchzufĂŒhren. Es zeigt sich, dass bei festem Magnetfeld die Form und Amplitude der de Haas-van Alphen (dHvA) Oszillationen in der Magnetisierung unabhĂ€ngig von der LadungstrĂ€gerdichte und der Nullfeld-Beweglichkeit der Elektronen ist. Weiterhin wurde die thermodynamische EnergielĂŒcke am FĂŒllfaktor 1 untersucht. FĂŒr ein Magnetfeld von B > 3 T steigt diese linear an. Die Steigung entspricht einem durch Elektron-Elektron-Wechsel-wirkung erhöhten g-Faktor von g* = 3, 5.An den Quantenpunkten wurden die statische Magnetisierung M und die dynamische Magnetisierung dM/dUg bei einer modulierten Gatespannung Ug vermessen. Durch Anlegen einer Gatespannung konnten die Quantenpunkte mit ein bis sechs Elektronen beladen werden. Das aufgrund der sehr geringen Elektronenzahl sehr schwache Signal der Quantenpunkt-Elektronen konnte zuverlĂ€ssig vom Untergrund der umgebenden Heterostruktur und der RĂŒckelektrode getrennt werden. Um die Magnetisierung des Quantenpunkt-Ensembles theoretisch zu beschreiben wurden auf Grundlage der Störungstheorie Modellrechnungen durchgefĂŒhrt. Die fĂŒr das reale System verwendeten Parameter wurden dabei ĂŒber alternative Messtechniken wie Photolumineszenz-, Raman- und KapazitĂ€ts-Spektroskopie gewonnen. Die theoretischen Ergebnisse stimmen insgesamt gut mit den Messungen ĂŒberein. Insbesondere konnte mit Hilfe dieses Modells ein Singulett-Triplett-Singulett-Übergang fĂŒr Quantenpunkte mit sechs Elektronen identifiziert werden. Ein nach dem Modell auftretender Grundzustands-Übergang fĂŒr vier Elektronen konnte dementgegen nicht beobachtet werden. Als mögliche Ursache hierfĂŒr wird die im Modell vernachlĂ€ssigte Spin-Bahn-Wechselwirkung angefĂŒhrt.

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Information

Year
2007
eBook ISBN
9783736923799
Print ISBN
9783867273794
Edition
1

Table of contents

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