Neuartige und metalloide Galliumverbindungen
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Neuartige und metalloide Galliumverbindungen

Darstellung, Charakterisierung, Entstehungsweg und Eigenschaften

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Neuartige und metalloide Galliumverbindungen

Darstellung, Charakterisierung, Entstehungsweg und Eigenschaften

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Die Chemie und Physik von Metallverbindungen, insbesondere des Galliums, in ungewöhnlichen, subvalenten Oxidationsstufen steht im Fokus dieses Buches. Es enthĂ€lt detaillierte Beschreibungen der Darstellung und Charakterisierung neuartiger Verbindungen des Galliums, die sich durch ihre geometrische und elektronische Struktur auszeichnen. Dabei treten auch sogenannte "metalloide" Verbindungen auf, die dem metallischen Festkörper Ă€hnelnde Topologien innerhalb ihres MetallgerĂŒsts aufweisen. Diese "Cluster"-Verbindungen enthalten einen Kern aus untereinander gebundenen Metallatomen, die durch eine HĂŒlle organischer Substitueneten sterisch und kinetisch stabilisiert werden. Die StrukturaufklĂ€rung der isolierbaren Reaktionsprodukte erlaubt einen Einblick in den möglichen Entstehungsweg dieser Verbindungen aus Metallsubhalogeniden, der mit Hilfe quantenchemischer Modellierungen nachgezeichnet werden kann. Einige der beschriebenen Verbindungen lassen sich ĂŒber den Vergleich mit bekannten Spezies in die bekannte Systematik von metalloiden Galliumclusterverbindungen einreihen. Zudem kann der Kenntnisstand zu Kriterien der Entstehung von Clusterverbindungen in Lösung fundamental erweitert werden: Es gelingt der Nachweis der besonderen Stabilisierung von Clustern durch bestimmte elektronische ZustĂ€nde im Metallkern und EinflĂŒsse der Substituenten auf Strukturen und Volumina der Metallatome im Clusterzentrum.Die PrĂ€paration und Charakterisierung metalloider Verbindungen stellt nicht den Abschluss der Untersuchungen, sondern vielmehr den Beginn und die Grundlage fĂŒr detaillierte Studien an derartigen Systemen dar: Physikalische Untersuchungen an einem großen metalloiden Clustersystem liefern tiefere Einblicke in das (supra-)leitende Verhalten von Clustern im Kristall. Im Rahmen dieser Arbeit sind erstmals genaue Myonenspinresonanzmessungen an einer hochreinen Probe einer Ga84-Clusterverbindung möglich. Diese und frĂŒhere Messungen erlauben eine umfangreiche Diskussion zu Eigenschaften der Einzelcluster und des Kollektivs, die wiederum durch theoretische Modellierungen ergĂ€nzt und begleitet wird, um erstmals die besonderen temperaturabhĂ€ngigen Merkmale der grĂ¶ĂŸten metalloiden GalliumÂŹclusterÂŹspezies prinzipiell erklĂ€ren zu können. Außerdem zeigt diese Arbeit, dass durch Variation der eingesetzten Substituentspezies beziehungsweise einer Änderung der Behandlung der Stammlösungen auch ganz neue Systeme zugĂ€nglich sind.Zum einen wird eine völlig neuartige GaII-Spezies mit isolierten, nanoseparierten Spinsystemen dargestellt, charakterisiert und untersucht, die neben ungewöhnlichen Struktureigenschaften und der bisher unbekannten Form der Stabilisierung eines einzelnen zweiwertigen Galliumkations vor allem durch ihre physikalischen Eigenschaften fasziniert. So sind fĂŒr diese neben ungepaarten Elektronenspins auch Wechselwirkungen zwischen diesen einzelnen Zentren (ĂŒber 1 nm hinweg) und makroskopische MagnetisierungsÂŹphĂ€nomene im Kristall nachweisbar. Des Weiteren erlaubt die Darstellung und Isolierung eines neuartigen, funktionalisierten Galliumclusters weitgehende Einblicke in mögliche Wechselwirkungen zwischen grĂ¶ĂŸeren Metalleinheiten im Kristall. Dabei zeigt sich eine ungewöhnliche eindimensionale Anordnung durch elektronische Interaktionen zwischen Einzelclustern, die fĂŒr zukĂŒnftige Anwendungen von Interesse sein könnten. ZusĂ€tzlich kann die Bandbreite an möglichen Substitutionsreaktionen an Hauptgruppenmetallclustern durch die gezeigten Ergebnisse systematisch erweitert werden. Insgesamt lassen sich durch diese Arbeit fĂŒr neuartige Galliumverbindungen in ungewöhnlichen Oxidationsstufen zahlreiche Prinzipien, Strukturen, Bildungswege und Wechselwirkungen zwischen kleinen Metalleinheiten im Kristall besser verstehen.Damit wird auch die Grundlage fĂŒr weitere Arbeiten in diesem Gebiet gelegt, die einerseits die Strukturvielfalt durch Übertragung der gefundenen Synthesetechniken auf zusĂ€tzliche Eduktkombinationen erweitern sollten und andererseits neue Eigenschaften dieser bisher weitgehend unbekannten und auch vom physikalischen Standpunkt faszinierenden Verbindungen aufklĂ€ren sollten.

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Information

Year
2007
eBook ISBN
9783736922112
Print ISBN
9783867272117
Edition
1

Table of contents