Chemische Abwehr bei Larven von Chrysomela tremulae (Chrysomelidae)
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Chemische Abwehr bei Larven von Chrysomela tremulae (Chrysomelidae)

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Chemische Abwehr bei Larven von Chrysomela tremulae (Chrysomelidae)

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Larven der BlattkĂ€fer (Chrysomeliden) schĂŒtzen sich durch chemische Substanzen vor Fraßfeinden. Spezies der Unterfamilie Chrysomelina produzieren Substanzen in WehrdrĂŒsen, die sich im Meso- und Metathorax sowie den sieben Abdominalsegmenten befinden. Bei Störung wird die Wehrsubstanz nach außen gedrĂŒckt, so dass auf der KörperoberflĂ€che der Larve ein Tropfen erscheint. Diese leicht flĂŒchtigen Substanzen umgeben die Larve wie eine Duftwolke, die einen Kontakt mit dem Fraßfeind verhindert.Chemische Analysen haben drei verschiedene Wehrsekret-Zusammensetzungen identifiziert. Viele Larven synthetisieren iridoide Monoterpene unabhĂ€ngig von ihrer Wirtspflanze. Die meisten Chrysomela Arten und Phratora vitellinae verwenden Phenolglucoside der Salicaceen, um Salicylaldehyd zu bilden. Die dritte Gruppe produziert Ester der Isobutter- und 2-MethylbuttersĂ€ure, um Fraßfeinde abzuschrecken.C. tremulae frisst auf Salicaceen und verwendet Salicin aus der Wirtspflanze als Vorstufe zur Bildung von Salicylaldehyd. Dabei wird Salicin in die WehrdrĂŒse aufgenommen und von einer ?-Glucosidase zu Salicylalkohol hydrolisiert, welches von einer extrazellulĂ€ren Oxidase, der Salicylalkoholoxidase (SAO), zu Salicylaldehyd oxidiert wird. Das dabei entstehende Wasserstoffperoxid wird durch eine Katalase entgiftet.In vorangegangenen Studien wurde vermutet, dass die autogene Strategie der iridoiden Monoterpene den ursprĂŒnglichen Weg darstellt. Daraus hat sich die wirtspflanzenabhĂ€ngige Strategie entwickelt, die aufgrund der Verwendung pflanzlicher Vorstufen im Gegensatz zur autogenen Strategie energetisch gĂŒnstiger ist. Um diese phylogenetische Entwicklung zu rekonstruieren, wurde in vorangegangenen Arbeiten unserer Arbeitsgruppe die SAO biochemisch charakterisiert. In der vorliegenden Arbeit haben wir eine putative SAO codierende cDNA aus C. tremulae identifiziert. Eine Katalase und eine ?-Glucosidase wurden ebenfalls gefunden.

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Information

Year
2007
eBook ISBN
9783736922976
Print ISBN
9783867272971
Edition
1

Table of contents

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