Photonenaktivierte Reinigungs-und Oxidationsprozesse fĂŒr die Nanoelektronik
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Photonenaktivierte Reinigungs-und Oxidationsprozesse fĂŒr die Nanoelektronik

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Photonenaktivierte Reinigungs-und Oxidationsprozesse fĂŒr die Nanoelektronik

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Diese Arbeit beschĂ€ftigt sich mit photonenaktivierten Reinigungs- und Oxidationsprozessen fĂŒr die Nanoelektronik, bei denen ein thermisches Budget von T = (700... 750) °C nicht ĂŒberschritten wird. Dieser Temperaturbereich stellt eine kritische Obergrenze dar, ab der die Diffusion von Dotierstoffatomen sowie der mechanische Stress zwischen Schichten eine Herstellung von siliziumbasierten Halbleiterbauelementen mit StrukturgrĂ¶ĂŸen < 20 nm stark erschweren. In der gegenwĂ€rtigen industriellen Produktion werden noch Prozessschritte eingesetzt, die dieses Temperaturlimit weit ĂŒberschreiten. Eine drastische Reduzierung der Prozesstemperatur ist jedoch in Zukunft unumgĂ€nglich. Als besonders kritische Prozesse in dieser Hinsicht sind das Ausheilen und Aktivieren nach einer Ionenimplantation, die thermische Oxidation, Annealing-Schritte fĂŒr alternative Dielektrika und besonders in situ Reinigungsverfahren anzufĂŒhren. Den zuletzt genannten fĂ€llt dabei besondere Bedeutung zu. Immer wenn die Substrate wĂ€hrend der Fertigung der Umgebungsluft ausgesetzt werden, fĂŒhrt dies zur sofortigen Bildung einer natĂŒrlichen Oxidschicht und einer starken Kontamination durch adsorbierte Kohlenwasserstoffe an der OberflĂ€che. Diese Verunreinigungen mĂŒssen deshalb vor jedem Prozess in den jeweiligen Anlagen zunĂ€chst entfernt werden.Nach einer Analyse veröffentlichter Niedertemperaturprozesse, wird in dieser Arbeit ein Anlagenkonzept vorgestellt, bei dem der Strahl eines Excimerlasers parallel zur SubstratoberflĂ€che gefĂŒhrt wird. Die Photonen dienen der Fragmentierung gasförmiger Prekursoren, eine Anregung des Wafers durch den Laser wird bewusst vermieden, um SchĂ€digungen der OberflĂ€che a priori auszuschließen. Dadurch können im Vergleich zu einer direkten Bestrahlung des Substrats Photoenergie und Temperatur entkoppelt werden. Der Entwurf verfolgt außerdem das Ziel, bestehende Prozessanlagen einfach erweitern zu können, wie anhand einer Realisierung basierend auf einem UHV-Clustertools gezeigt wird.Unter Verwendung verschiedener gasförmiger Prekursoren (O2, H2, SiH4 und GeH4) werden Reinigungs- und Oxidationsprozesse entwickelt und detailiert untersucht. Mittels photodissoziiertem Sauerstoff werden dabei in weniger als einer Minute organische Verunreinigungen von der SubstratoberflĂ€che entfernt. Nach dieser Reinigung epitaktisch aufgewachsene Schichten zeigen eine deutlich bessere KristallqualitĂ€t, was sich positiv auf die elektrischen Eigenschaften von Bauelementen auswirkt.Im Rahmen dieser Arbeit durchgefĂŒhrte Versuche mit atomarem Wasserstoff widerlegen, dass mit H-Radikalen SiO2 geĂ€tzt werden kann, wie in vielen Publikationen behauptet wird. Ausgehend von einer thermodynamischen Betrachtung der chemischen Reaktion, ĂŒber Experimente mit einer katalytischen Radikalquelle wurde ein neues Modell entwickelt, das die Entfernung von Siliziumdioxid mittels Wasserstoffplasmen beschreibt. Mit atomarem Wasserstoff können die adsorbierten Kohlenwasserstoffe bei Temperaturen grĂ¶ĂŸer 500 °C entfernt werden, wie auch Versuche mit German zeigen. Es ist außerdem möglich, dicke thermische Oxidschichten mit GeH4 bei 700 °C, und somit innerhalb des gesetzten Temperaturlimits, zu reduzieren. Die Betrachtung der zugrunde liegenden chemischen Reaktion liefert eine ErklĂ€rung dafĂŒr, weshalb es bei dieser Art der Oxidentfernung zum An- und Überwachsen von Suboxiden mit Germanium kommen kann, wie in zahlreichen Veröffentlichungen berichtet wird. Neben Experimenten zur Reinigung wurde die Oxidation als weiterer, hinsichtlich des erforderlichen thermischen Budgets kritischer Prozessschritt untersucht. Dabei zielten die Versuche auf die Beantwortung der Frage, ob und mit welcher Schichtdicke die Herstellung von Oxiden mit guten elektrischen Eigenschaften durch Verwendung reaktiver Sauerstoff-Spezies bei Temperaturen von maximal 750 °C realisiert werden kann. Die Analyse der Proben erfolgte mittels Spektralellipsometer-Messungen sowie elektrischer Charakterisierung (I-V, C-V).Auf Grund des modularen Aufbaus des Anlagenkonzepts in Verbindung mit der großen Anzahl möglicher Prozessgase sind ĂŒber die im Rahmen dieser Arbeit aufgezeigten Anwendungen hinaus weitere Applikationen realisierbar, die nicht nur auf das Feld der Halbleitertechnologie beschrĂ€nkt sind. Die internationale Beachtung durch die Industrie, die den Einsatz des vorgestellten Anlagenkonzepts und der damit möglichen Prozesse auch bei der Herstellung von Carbon Nanotubes sieht, zeigt, dass diese Arbeit Relevanz fĂŒr alle Bereiche besitzt, bei denen eine OberflĂ€chenmodifikation ohne direkte Einwirkung und bei ggfs. niedrigen Temperaturen erreicht werden soll.

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Information

Year
2007
eBook ISBN
9783736923867
Print ISBN
9783867273862
Edition
1

Table of contents

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