Asymmetrische Allylierung von Carbonylverbindungen:
eBook - PDF

Asymmetrische Allylierung von Carbonylverbindungen:

  1. 243 pages
  2. English
  3. PDF
  4. Available on iOS & Android
eBook - PDF

Asymmetrische Allylierung von Carbonylverbindungen:

About this book

Die Allylierung von Carbonylverbindungen fĂŒhrt zu Homoallylalkoholen, die wichtige Intermediate in Totalsynthesen von komplexen MolekĂŒlen sind. WĂ€hrend zahlreiche katalytische Verfahren fĂŒr die stereoselektive Umsetzung von Aldehyden existieren, sind diese nur einge-schrĂ€nkt fĂŒr Ketone anwendbar. In der Arbeitsgruppe Tietze wurde eine Auxiliarmethode entwickelt, mit der aliphatische Ketone mit Allyltrimethylsilan in der Gegenwart eines chiralen, vom Naturstoff Norpseudoephedrin abgeleiteten Silylethers in hohen DiastereoselektivitĂ€ten zu tertiĂ€ren Homoallylethern umgesetzt werden können. Dabei wird der chirale Rest des Silylethers auf das Produkt ĂŒbertragen, kann fĂŒr anschließende Transformationen als Schutzgruppe fungieren und letzlich abgespalten werden, um den freien Alkohol zu erhalten.In der vorliegenden Arbeit wurde der Mechanismus dieser Dominoreaktion sowie der Ursprung der beobachteten StereoselektivitĂ€t aufgeklĂ€rt. Verschiedene Studien legten die Vermutung nahe, dass die Reaktion ĂŒber ein intermediĂ€res Oxocarbeniumion verlĂ€uft. Zur AufklĂ€rung des Ursprungs der StereoselektivitĂ€ten mit verschiedenen Substratkombinationen (Aldehyde oder Ketone, unsubstituierte oder ?-substituierte Allylsilane, achirale oder chirale Silylether) wurden die entsprechenden Experimente durchgefĂŒhrt sowie der Angriff des Si-lans an das Oxocarbeniumion theoretisch untersucht. Dazu wurden systematisch alle möglichen ÜbergangszustĂ€nde definiert und ihre Energien mit Methoden der Dichtefunktionaltheorie (DFT) berechnet. In allen untersuchten FĂ€llen stimmt die aus den Übergangszustandsenergien ermittelten SelektivitĂ€ten mit den experimentell gefundenen Werten nahezu ĂŒberein, womit der angenommene Mechanismus validiert wird.Im Rahmen der theoretischen Untersuchungen konnten weitergehende Erkenntnisse gewon-nen werden, die sich auf allgemeine organischchemische Reaktionen anwenden lassen: Zum einen konnte gezeigt werden, dass DFT-Methoden zur Bestimmung von SelektivitĂ€ten auch dann geeignet sind, wenn die Reaktion ĂŒber eine Vielzahl von ReaktionskanĂ€len ablĂ€uft, wobei allerdings die Einbeziehung des Lösungsmitteleffekts schon bei der Geometrieoptimierung nötig ist. Zum zweiten wurde mit DFT//AM1 ein Verfahren gefunden, mit dem sich die Relevanz von ÜbergangszustĂ€nden auf schnelle Weise abschĂ€tzen lĂ€sst. So war es z.B. möglich, von 288 möglichen ÜbergangszustĂ€nden mehr als 200 von vornherein als irrelevant auszuschließen und so eine enorme Menge Rechenzeit einzusparen. In der vorliegenden Arbeit wurden zudem neue Auxiliare entwickelt, die dem ursprĂŒnglich eingesetzten Auxiliar insbesondere in der SchutzgruppenqualitĂ€t und in der benötigten Menge Edukt ĂŒberlegen sind. Dazu wurden in einem Trial-and-Error-Verfahren grundlegende Substituenteneffekte identifiziert und die Silylether wurden anschließend gezielt fĂŒr die Allylierung von Butanon weiteroptimiert. Die relevanten ÜbergangszustĂ€nde fĂŒr drei ausgewĂ€hlte neue Auxiliare konnten mit der etablierten theoretischen Methode gefunden werden, wobei auch hier die vorhergesagten und experimentellen Werte nahezu ĂŒbereinstimmen.

Trusted by 375,005 students

Access to over 1.5 million titles for a fair monthly price.

Study more efficiently using our study tools.

Information

Year
2008
eBook ISBN
9783736925458
Print ISBN
9783867275453
Edition
1

Table of contents

  1. 9783867275453.jpg
  2. Diss2klein.pdf