In dieser Arbeit wird, die Wechselwirkung der GrenzflĂ€chenkonvektion mit anderen Transportmechanismenam Einzeltropfen untersucht. Dabei gliedert sich die Arbeit in die zwei Schwerpunkteruhender und bewegter Einzeltropfen.Die Untersuchungen finden an den beiden flĂŒssig/flĂŒssig Systemen Wasser - flĂŒssiges CO2 und Wasser- Aceton - Toluol statt. Insbesondere wird auch der Einfluss des Drucks und die Anwesenheit eines Tensids auf den Stofftransport berĂŒcksichtigt.Der ruhende EinzeltropfenDie Untersuchungen am ruhenden Einzeltropfen ergaben, dass fĂŒr beide Systeme GrenzflĂ€chenkonvektionauftritt. Im System Wasser - Aceton - Toluol war dies jedoch nur fĂŒr die Transportrichtung aus dem Tropfen in die Umgebungsphase hinein zu beobachten und mit Schlierenaufnahmen zu zeigen.Fšur das System Wasser - CO2 wurde mit Hilfe von Tracer-Partikeln eine Hadamard-Rybzi?ski Ă€hnliche Strömung im Tropfen nachgewiesen.Die Modellierung des Stofftransports bei Anwesenheit von GrenzflĂ€chenkonvektion hat gezeigt, dass die gemessenen Kinetiken gut durch die lineare Superposition von interner Zirkulation und einemneuen, einfachen Modell fĂŒr Marangonikonvektion darstellbar sind. Bei integraler Betrachtung sinddie gemessenen VerlĂ€ufe ebenfalls gut durch ein Modell Ă€hnlich dem OberflĂ€chenerneuerungsmodellwiederzugeben.Im System Wasser - CO2 fĂŒhrt eine Druckerhöhung zu einer Beschleunigung des Stofftransports, was im System Wasser - Aceton - Toluol jedoch keinen Einfluss auf den Stofftransport hat. EineTensidzugabe fĂŒhrt im System Wasser - CO2 zu einer Beschleunigung und im System Wasser - Aceton - Toluol zu einer Hemmung des Stofftransports.Als Kriterium, ob GrenzflĂ€chenkonvektion auftritt, wurde ein dynamischer GrenzflĂ€chenexzess definiert, der aus der simultanen Messung der transienten GrenzflĂ€chenspannung und der Konzentration bestimmt werden kann. Dieses Kriterium fĂŒhrt jedoch nur fĂŒr das ternĂ€re System zu gutenErgebnissen.Des Weiteren wurde aus der simultanen Messung der transienten GrenzflĂ€chenspannung und Dichtedifferenzversucht aufzuklĂ€ren, welche Dichtedifferenz den wahren Gegebenheiten eines sich zeitlichĂ€ndernden Dichteprofils ĂŒber die Phasengrenze am nĂ€chsten kommt. Hier hat sich gezeigt, dass diesbei einer transienten Dichtedifferenz der Fall ist.Der fallende Tropfen In einem ersten Schritt wurde die Hydrodynamik des fallenden Einzeltropfens ohne Stofftransportuntersucht. Hier wurde gezeigt, was zu der Erkenntnis fĂŒhrt, dass diese gut mit den bestehenden Modellen auch unter erhöhten DrĂŒcken und unter Anwesenheit eines Tensids beschreibbar ist.In einem zweiten Schritt wurde dann der Stofftransport am fallenden Tropfen untersucht. Nach derBerĂŒcksichtigung von Tropfenbildungsphase und -koaleszenz ist festzustellen, dass die Ergebnissedes ruhenden Tropfens gut auf den fallenden ĂŒbertragbar sind.So zeigen sich die gleichen AbhĂ€ngigkeiten des Stofftransports bezĂŒglich einer Druckerhöhung undeiner Tensidzugabe.In einem Genauigkeitsintervall von 30 % lĂ€sst sich der Stofftransport wĂ€hrend der Fallphase bei Abwesenheit von GrenzflĂ€chenkonvektion gut mit einem Oszillationsmodell beschreiben. Beim Auftreten von Marangonikonvektion eignet sich am besten das integrale Modell, welches auch beim ruhenden Einzeltropfen verwendet wurde.Eine TransportrichtungsabhĂ€ngigkeit bezĂŒglich der IntensitĂ€t und der auftretenden Mechanismen konnte im System Wasser - Aceton - Toluol fĂŒr den fallenden Tropfen nicht festgestellt werden.

- 151 pages
- English
- PDF
- Available on iOS & Android
eBook - PDF
About this book
Trusted by 375,005 students
Access to over 1.5 million titles for a fair monthly price.
Study more efficiently using our study tools.
Information
Print ISBN
9783867275200
Edition
1Table of contents
- 9783867275200.jpg
- Diss1klein.pdf