Holz ist ein nahezu CO2-neutraler Brennstoff. Allein in Deutschland schĂ€tzt mansein Energiepotenzial auf 10 bis 17 Millionen Tonnen SteinkohleĂ€quivalent proJahr, je nachdem, wie viel BrachflĂ€che fĂŒr den Anbau genutzt wird. Man hat es alsomit einer ausbaufĂ€higen erneuerbaren Energiequelle zu tun. Andererseits wirdbei der Erhitzung von Holz in noch stĂ€rkerem MaĂ als bei Kohle brennbares Gasgebildet. Die Entgasungsgeschwindigkeit hĂ€ngt stark von zumeist schwankendenParametern wie Temperatur und StrömungsverhĂ€ltnissen ab, was die Holzverbrennungzu einem komplizierten Verfahren macht. Weil die Holzverbrennung oftnicht mit dem notwendigen verfahrenstechnischen Aufwand betrieben wird, entstehenhohe Konzentrationen von unverbrannten Kohlenwasserstoffen und Teerpartikeln.Dies fĂŒhrt in dicht besiedelten Gebieten zu Interessenskonflikten. Umden Prozess der Schadstoffbildung genauer zu untersuchen, wurden kleine kugelförmige Buchenholzproben ĂŒber eine laminare vorgemischte Flachflamme gebracht.Temperatur und Restsauerstoffgehalt des Brennerabgases wurden variiertund die zeitliche Entwicklung von drei GröĂen wurde gemessen: Massenverlust als Indikator fĂŒr den Verbrennungsfortschritt.Zusammensetzung des Pyrolysegases mittels Gaschromatographie.PartikelgröĂenverteilung mittels eines differentiellen MobilitĂ€tsanalysators.Mit dem Messaufbau konnten circa 200 Einzelstoffe nachgewiesen werden. Allerdingswird der gröĂte Teil des Pyrolysegases von wenigen Substanzen gebildet, wie Kohlenmonoxid, Propanon, Buten, Methan, Furfural und oxygeniertenAromaten wie z.B. Vanillin. Zu frĂŒhen Versuchszeitpunkten oder bei Temperaturenunterhalb von 900K besteht das Pyrolysegas hauptsĂ€chlich aus niedermolekularenStoffen. Bei spĂ€teren Zeitpunkten oder erhöhten Temperaturen werden inzunehmender Menge komplexere Substanzen nachgewiesen. Die emittierten Partikelbestehen hauptsĂ€chlich aus Teer und zu einem kleinen Teil aus RuĂ. In denMessungen zeigt sich eine bimodale Verteilung: Eine HĂ€ufung von Partikeln imGröĂenbereich um 15nm und eine weitere HĂ€ufung bei ? 100nm. MittelgroĂePartikel von ca. 35nm treten kaum auf. Des Weiteren besteht ein ausgeprĂ€gterZusammenhang zwischen der Anzahl der Partikel und ihrem Volumen.

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9783867276726
Edition
1