Modellierung und Simulation ausgedehnter Massestrukturen
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Modellierung und Simulation ausgedehnter Massestrukturen

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Modellierung und Simulation ausgedehnter Massestrukturen

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Zur Sicherstellung der elektromagnetischen VertrĂ€glichkeit innerhalb von Systemen ist diegenaue Kenntnis von Störquellen, Störsenken und deren Verkopplung notwendig. In Systemen, deren Komponenten (GerĂ€te) ĂŒber gemeinsame RĂŒckleiter bzw. einegemeinsame Masse verfĂŒgen, sind diese ein wesentlicher Koppelpfad fĂŒr Störungen. Zum Beispiel wird in der Luftfahrt zur Gewichtsersparnis hĂ€ufig der Flugzeugrumpf als gemeinsame Masse fĂŒr ganz unterschiedliche Stromkreise verwendet. Auch in anderen Bereichen werden hĂ€ufig mechanische Strukturen als Masse genutzt.Um Kosten fĂŒr den Bau von Prototypen zu senken, werden komplexe elektronische Systeme bestehend aus vielen Komponenten zunĂ€chst simuliert. Die Simulationen werdenoft mit Simulationsprogrammen, die auf Netzwerken basieren, durchgefĂŒhrt. Es ist von großem Vorteil, wenn die Störkopplung durch die gemeinsame Masse mit in diese Simulation aufgenommen werden kann, denn dadurch wird die elektromagnetischeVertrĂ€glichkeit der NetzrĂŒckwirkungen schon im Designprozess berĂŒcksichtigt.Die Voraussetzung fĂŒr die Integration der Störkopplung ĂŒber gemeinsameMassestrukturen in die Systemsimulation ist, dass ein geeignetes Modell zur VerfĂŒgungsteht: - Das Modell darf nicht zu komplex sein, denn eine wesentliche Erhöhung desSimulationsaufwands (Zeit, Ressourcen) wird von den zustĂ€ndigenSystementwicklern, die die Simulation durchfĂŒhren, nicht akzeptiert.- Das Modell sollte relativ genau sein. Störkopplungen sollen auf keinen FallunterschĂ€tzt werden, damit Entwickler nicht Entstörmaßnahmen auf Grund derSimulation fĂ€lschlich einsparen.- Das Modell sollte so flexibel sein, dass Änderungen der LeitungsfĂŒhrung oderAnschlusspunkte möglich sind.Diese Forderungen sind im Prinzip nicht miteinander vereinbar. So ist z.B. fĂŒr eine sehr genaue Wechselstromsimulation die LeitungsfĂŒhrung sĂ€mtlicher Stromkreise zu berĂŒcksichtigen. Wenn ein Wechselstrommodell eine beliebige LeitungsfĂŒhrung erlaubensoll, kann es deshalb entweder nicht genau sein, oder es muss sehr komplex sein. In dieser Arbeit werden neue Verfahren gezeigt, die, je nach tatsĂ€chlicher Gewichtung derForderungen, passende Modelle erzeugen.Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt darauf, existierende mechanische Strukturen zu modellieren. Hier sind hĂ€ufig die elektrischen Eigenschaften nicht hinreichend bekannt, weil bei der Konstruktion und Realisierung nur statische Gesichtspunkte berĂŒcksichtigtwerden. Zum Beispiel werden ohne Dokumentation manchmal Bauteile erst lackiert und dann verbunden oder umgekehrt. Klassische Verfahren sind hier auf SchĂ€tzwerte angewiesen. Alle hier vorgestellten neuen Verfahren verwenden Messdaten.Mehrere Verfahren basieren auf Ersatznetzwerken, die im Wesentlichen fĂŒr jedes Strukturteil ein oder mehrere Netzwerkelemente vorsehen. FĂŒr den Gleichstromfall wird eine Methode vorgestellt, die ein Widerstandsmodell aus einer Strukturanalyse und wenigen Messungen ableitet. FĂŒr den Wechselstromfall wird dieses Modell mitInduktivitĂ€ten erweitert. Prinzipbedingt können diese Wechselstrommodelle nur eine AbschĂ€tzung der realen Störkopplung liefern. Im Experiment zeigt sich jedoch eine gute Übereinstimmung zwischen Messung und Simulation.Eine weitere Klasse von Verfahren basiert auf speziell entwickelten MessgerĂ€ten, den modularen Netzwerkanalysatoren. Die Modelle lassen sich automatisch aus den Messdaten generieren. Das Ergebnis ist ein N-Port-Modell, das sich mit geringem Aufwand auf sehr einfache Ersatznetzwerke (Makromodelle) abbilden lĂ€sst. Es wurdenAnalysatoren im Zeit- und Frequenzbereich entwickelt.Die bekannte PEEC-Methode von A. Ruehli wird in vereinfachter Form angewendet und nach den gleichen Kriterien analysiert wie die vom Autor entwickelten Modellierungsverfahren.Alle in dieser Arbeit vorgestellten Verfahren wurden an dem gleichen Versuchsaufbau ĂŒberprĂŒft, indem je ein Modell des Aufbaus nach dem jeweiligen Verfahren erstellt wurde.Die Modelle wurden fĂŒr Simulationen im Zeit- und Frequenzbereich herangezogen und die Ergebnisse mit direkten Messungen verglichen. In allen FĂ€llen ergab sich eine gute Übereinstimmung.

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Information

Year
2008
eBook ISBN
9783736927957
Print ISBN
9783867277952
Edition
1

Table of contents