Befallsauftreten und Kontrolle pilzlicher Pathogene unter Bemessung des Fungizidpotentials in Bayern
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Befallsauftreten und Kontrolle pilzlicher Pathogene unter Bemessung des Fungizidpotentials in Bayern

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Befallsauftreten und Kontrolle pilzlicher Pathogene unter Bemessung des Fungizidpotentials in Bayern

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In zweijĂ€hrigen Feldversuchen (2004/2005, 2005/2006) wurde das Befallsauftreten von Pathogenen an Winterraps an vier Standorten in Bayern erfasst. Epidemiologische, wachstumsregulatorische und ertragliche Effekte des Einsatzes von Fungiziden zu differenzierten Terminierungen (Herbst, FrĂŒhjahr, vorgezogene BlĂŒte, BlĂŒte, Kombinationen) wurden analysiert.Die dominante Erregerart stellte Phoma lingam, der Erreger der Wurzelhals- und StĂ€ngelfĂ€ule dar; standortspezifische Unterschiede im Befallsauftreten konnten nachgewiesen werden. Eine Herbstbehandlung mit Fungiziden zeigte eine sehr hohe Wirkungspotenz mit einem ausgeprĂ€gten, signifikanten Reduktionseffekt auf die als hoch einzustufende BefallsstĂ€rke (BSB) an den RapsblĂ€ttern. Am Wurzelhals der Rapspflanzen war Phoma lingam erst verzögert feststellbar; nennenswerte Schadsymptome waren nicht vor dem Zeitpunkt der BlĂŒte gegeben. Der Befall stieg innerhalb von wenigen Wochen wĂ€hrend der Abreife in der unbehandelten Kontrolle auf maximale Befallswerte von 7, 2 (2004/2005) bzw. 6, 9 (2005/2006) bei der Abschlußbonitur an. Innerhalb der Fungizidvarianten zeigten Strategien mit einer Herbstbehandlung (H/HF/HFB) die stĂ€rkste befallsreduzierende Wirkung am Wurzelhals. FrĂŒhjahrsbehandlungen (F/HF/HFB) gewĂ€hrleisteten die stĂ€rkste fungizide Kontrolle von Phoma lingam am StĂ€ngel. Ein Befallsauftreten der WeißstĂ€ngeligkeit, verursacht durch den Erreger Sclerotinia sclerotiorum, wurde nur in geringem Maße festgestellt. Zu BBCH 85 konnten in der unbehandelten Kontrolle maximal nur Werte von 16 % (2004/2005) bzw. 22 % (2005/2006) BHB dokumentiert werden. Die QuantitĂ€t der Apothecienbildung erwies sich als ein nur sehr ungenaues Kriterium zur Prognose des spĂ€teren Befallsgrades.Verticillium longisporum war an allen Standorten anhand spezifischer Mikrosklerotien nachzuweisen, zwischen den einzelnen Versuchsorten differierte das Befallsniveau aber deutlich. Standorte mit engerer, d. h. dreigliedriger, Fruchtfolge wiesen die höchsten Befallswerte auf. Fungizide BekĂ€mpfungseffekte auf Verticillium longisporum waren nicht festzustellen. Wachstumsregulatorische Effekte bezĂŒglich der EinkĂŒrzung der SprossachsenlĂ€nge waren bei allen im Herbst mit Fungiziden behandelten Varianten nachzuweisen. In beiden Versuchsjahren fĂŒhrte eine Herbstbehandlung zu höheren Überwinterungsraten. Die Effizienz fungizider Maßnahmen hinsichtlich Erregerkontrolle, pflanzenmorphologischer Auswirkungen und der Erregertoleranz von Sorten wird im Zusammenhang der Wirt-Parasit-Interaktion diskutiert.

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Information

Year
2008
eBook ISBN
9783736928299
Print ISBN
9783867278294
Edition
1

Table of contents