OLEDs (engl.: Organic Light Emitting Diode) haben in den letzten Jahren einen rasanten Entwicklungsfortschritt durchlaufen und sind mittlerweile als Beleuchtungs- und Anzeigeelemente kommerziell erhĂ€ltlich. Neben ihrer extrem flachen Bauweise und hohen erreichbaren Transparenz zeichnen sie sich gegenĂŒber anderen etablierten Technologien, wie z. B. FlĂŒssigkristall-Displays (LCD), vor allem durch einen geringen Energieverbrauch aus. Letzterer konnte durch die Entwicklung phosphoreszenter Emitterfarbstoffe weiter gesenkt werden.WĂ€hrend fĂŒr den roten und grĂŒnen Spektralbereich bereits langzeitstabile, phosphoreszente OLEDs mit einer geeigneten FarbsĂ€ttigung realisiert wurden, so fĂ€llt die Lebensdauer bei effizienten, tiefblau emittierenden Bauteilen noch zu niedrig aus. Sowohl fĂŒr Bildschirmanwendungen als auch fĂŒr die Erzeugung eines als angenehm empfundenen WeiĂlichts ist die Miteinbeziehung der dritten KomplementĂ€rfarbe jedoch unabdingbar.In dieser Arbeit steht die Untersuchung tiefblauer OLEDs in Bezug auf eine hohe Effizienz, Farbreinheit und insbesondere Lebensdauer im Vordergrund. Vom Projektpartner wurden diesbezĂŒglich die Emitterfarbstoffe, basierend auf der Materialklasse der Iridium-Carben-Komplexe, sowie geeignete Wirtsmaterialien entwickelt und hergestellt.Um kommerziell erhĂ€ltliche Verbindungen und neu entwickelte Substanzen zunĂ€chst im Hinblick auf ihre Ladungstransporteigenschaften zu charakterisieren werden Methoden zur Bestimmung der LadungstrĂ€gerbeweglichkeit eingefĂŒhrt. BezĂŒglich der Lochbeweglichkeit ermöglicht der Einsatz von Ăbergangsmetalloxiden dabei die Bildung eines fĂŒr alle Methodenerforderlichen ohmschen Injektionskontakts, selbst fĂŒr Materialien mit tiefem Ionisationspotential. FĂŒr die Bestimmung der Elektronenbeweglichkeit hat sich der Injektionskontakt Cs2CO3-Ca-Al als gĂŒnstig erwiesen.Potentielle Emitter- und Wirtsmaterialien werden im Folgenden dahingehend untersucht, gegenĂŒber welcher Belastung sie Degradationstendenzen aufweisen. Basierend auf den Ergebnissen des Ladungstransports und durch weiterfĂŒhrende Experimente an realisierten OLEDs wird ein besseres BauteilverstĂ€ndnis bezĂŒglich der LadungstrĂ€gerverhĂ€ltnisse sowieder Rekombinations- und Emissionszonenverteilung gewonnen, woraufhin eine gezielte Anpassung der Bauteilarchitektur im Hinblick auf eine lange Lebensdauer vorgenommenwerden kann. Auf diese Weise wird eine externe Quanteneffizienz von 9, 5 % und eine Lebensdauer von 75 Stunden erreicht, jeweils gemessen bei einer Leuchtdichte von 300 cd/m2. Letztere entspricht einer Steigerung um den Faktor 13 500, verglichen mit dem anfĂ€nglichen Aufbau.

- 151 pages
- English
- PDF
- Available on iOS & Android
eBook - PDF
About this book
Trusted by 375,005 students
Access to over 1.5 million titles for a fair monthly price.
Study more efficiently using our study tools.
Information
Print ISBN
9783869551456
Edition
1