Entwicklung einer induzierten Staudinger-Zyklisierung und ihre Anwendung in der Synthese von zyklischen Peptiden und Proteinen
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Entwicklung einer induzierten Staudinger-Zyklisierung und ihre Anwendung in der Synthese von zyklischen Peptiden und Proteinen

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Entwicklung einer induzierten Staudinger-Zyklisierung und ihre Anwendung in der Synthese von zyklischen Peptiden und Proteinen

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Im Rahmen dieser Arbeit sollte auf Basis der spurlosen Staudinger-Ligation ein Methodenspektrum zur induzierten Zyklisierung von Peptiden und Proteinen entwickelt werden. Basierend auf den Arbeiten von van Maarseveen et al.[163], die anhand eines BorangeschĂŒtzten Phosphinothioesters durch basische EndschĂŒtzung eine Zyklisierung von Dipeptiden induzierten. Das Hauptaugenmerk lag hier vor allem darauf ein geeignetes System zu finden mit milden Abspaltbedingungen und dieses auf Peptidzyklisierungen anzuwenden.Außerdem sollte die BioorthogonalitĂ€t der Staudinger-Ligation nutzbar gemacht werden.Auf der Grundlage, dass Boran-Komplexe gegenĂŒber SĂ€uren nicht stabil sind wurde eine Strategie entwickelt, um das Phosphin in einem Schritt mit den AminosĂ€ure-Seitenketten zu entschĂŒtzen. Es konnte gezeigt werden, dass das S-Acetyl(diphenylphosphino-(boran))methylthiol mit TFA entschĂŒtzt werden kann. Dabei entstehen als Borverbindung unreaktive Borate die einen weiteren Reaktionsverlauf nicht beeinflussen. Nach EntschĂŒtzung und Zugabe von Base konnte ein durch die Staudinger-Ligation vermittelter Acetyltransfer auf Azidoglycin und Benzylazid zum N-Acetylglycin und N-Acetylbenzylamin mit gutenUmsĂ€tzen erreicht werden.Diese Ergebnisse wurden anschließend auf die Zyklisierung von Peptiden ĂŒbertragen. Der Vorteil gegenĂŒber der basischen EntschĂŒtzung liegt darin, dass ĂŒber Fmoc-basierte synthetisch erhaltene Peptide nach Umsetzung zum Thioester durch die SĂ€ure gleichzeitig an den AminosĂ€ureseitenketten und dem Phosphin entschĂŒtzt werden. Hierdurch wird die ChemoselektivitĂ€t der Staudinger-Ligation genutzt. Die Methode wurde auf verschiedene Peptide angewendet und man erhĂ€lt die zyklischen Produkte in guten Ausbeuten. Dabei wird eine große Bandbreite an funktionellen Gruppen in den AminosĂ€ureseitenketten toleriert.Lediglich bei Lysin- und Arginin-enthaltenden Peptiden treten aufgrund von Deprotonierung der Seitenketten Nebenreaktionen auf.Eine Lösung bietet die Einstellung des pH-Wertes in wĂ€ssrigen Puffern, um die Deprotonierungen zu minimieren. Die bei der DurchfĂŒhrung der Zyklisierung im wĂ€ssrigen Milieu erhaltenen Ausbeuten sind mit denen im organischen Lösungsmittel vergleichbar.Auch die Anwendung auf die Zyklisierung Lysin- und Arginin-enthaltender Peptide warerfolgreich.

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Information

Year
2009
eBook ISBN
9783736931145
Print ISBN
9783869551142
Edition
1

Table of contents