Verbesserung der Dokumentation von Anforderungen auf Basis von Erfahrungen und Heuristiken
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Verbesserung der Dokumentation von Anforderungen auf Basis von Erfahrungen und Heuristiken

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Verbesserung der Dokumentation von Anforderungen auf Basis von Erfahrungen und Heuristiken

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Auch 40 Jahre nach der Software-Krise haben Organisationen Schwierigkeiten, funktionierende Software zu liefern, die die KundenwĂŒnsche in ausreichender QualitĂ€t erfĂŒllt. Dies ist zu einem betrĂ€chtlichen Teil auf mangelhaftes Requirements Engineering zurĂŒckzufĂŒhren: Wenn wichtige Aspekte der Anforderungen nie geklĂ€rt oder sogar missverstanden werden, fĂŒhren offene Fragen dazu, dass Entwickler durch deren KlĂ€rung aufgehalten werden oder die LĂŒcken durch eigene Annahmen schließen. Beides kann zu spĂ€ten, grundlegenden Änderungen, einem hohen Mehraufwand und schlimmstenfalls zu einem fĂŒr den Kunden unbrauchbaren Produkt fĂŒhren. Auf diese Weise scheitern Projekte, verspĂ€ten sich oder ĂŒberschreiten ihr Budget deutlich. Systematische und prĂ€zise Dokumentation von Anforderungen hilft, weil sie eine intensive Analyse der Anforderungen erfordert. HĂ€ufig können so versteckte WidersprĂŒche entdeckt werden, die sonst erst bei der Implementierung oder Inbetriebnahme aufgefallen wĂ€ren. Gute Anforderungsdokumentation erleichtert es QualitĂ€tsmanagern zu prĂŒfen, ob alle Anforderungen erfĂŒllt sind. Projektmanager schĂ€tzen den Aufwand und kontrollieren den Fortschritt auf Basis dokumentierter Anforderungen. Vor allem erlaubt gute Anforderungsdokumentation den Entwicklern, sich auf die Umsetzung zu konzentrieren, statt LĂŒcken mit dem Kunden zu klĂ€ren – eine Aufgabe, fĂŒr die sie meistens nicht ausgebildet sind. Trotz der SchlĂŒsselfunktion von Anforderungen wird das Requirements Engineering oft vernachlĂ€ssigt. Möglichst schnell wollen Kunden Ergebnisse sehen und Manager mit der Erstellung der Lösung beginnen. Die AufgabenklĂ€rung wird zu wenig als Teil der Lösungserbringung gesehen. KĂŒrzere Releasezyklen und Time-to-Market bauen zusĂ€tzlichen Zeitdruck auf. Organisationen mĂŒssen unter hohem Zeitdruck und mit beschrĂ€nkten Ressourcen die Anforderungen immer komplexerer Systeme in hoher QualitĂ€t dokumentieren. Erfahrung ist bei diesem Ziel einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Viele Organisationen greifen daher auf erfahrene externe Berater zurĂŒck, oder lassen ihre Erfahrung und Reife formal bestimmen und verbessern. Diese Arbeit zeigt einen systematischen Ansatz, wie Organisationen vorhandene Erfahrungen mit dem etablierten Dokument-und Vorgehensmodell besser nutzen und ausbauen können. Dazu wird untersucht, wie Computer die Erstellung natĂŒrlichsprachlicher Anforderungsdokumente unterstĂŒtzen können, die sich etablierten Verfahren wie Model-Checking oder Simulation verschließen. Dabei wird kein spezielles Dokument-oder Vorgehensmodell vorausgesetzt. Die Arbeit belegt eine Korrelation zwischen QualitĂ€t von Anforderungsdokumenten und Projekterfolg: Projekte mit schlechten Anforderungen scheitern öfter. Meistens gibt es fĂŒr inhaltliche Probleme der Anforderungen syntaktische Indikatoren. Computer sind in der Lage, diese Indikatoren automatisch zu nutzen und dem Analysten mit entsprechenden Hinweisen zu helfen, möglicherweise vorliegende inhaltliche Probleme zu erkennen und zu beheben. Das Konzept, syntaktische Indikatoren automatisch auszunutzen um einen hilfreichen Hinweis zu geben, wird in dieser Arbeit als heuristische Kritik bezeichnet. Heuristische Kritiken erlauben es, die Erfahrungen einer Organisation abzubilden und sind ein Weg, um Erfahrungen computerbasiert bei der Dokumentation von Anforderungen anzuwenden. So können relevante Erfahrungen effizient gefunden, aktiviert und um neue Erfahrungen ergĂ€nzt werden. Die Arbeit zeigt die wichtigsten Eigenschaften solcher erfahrungsbasierter Werkzeuge des Requirements Engineering. Jede dieser Eigenschaften wird empirisch evaluiert. Die BeitrĂ€ge dieser Dissertation sind i) ein konzeptionelles Modell ĂŒber den Zusammenhang von computerbasierter Analyse natĂŒrlichsprachlicher Anforderungen und Erfahrungsmanagement, ii) eine Strategie zur empirischen Untersuchung dieses Zusammenhangs und iii) wichtige Datenpunkte zum Potential dieses Ansatzes.

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Information

Year
2010
eBook ISBN
9783736935938
Print ISBN
9783869555935
Edition
1

Table of contents