Wachstum von NanodrÀhten mittels der Metallorganischen Gasphasenepitaxie
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Wachstum von NanodrÀhten mittels der Metallorganischen Gasphasenepitaxie

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Wachstum von NanodrÀhten mittels der Metallorganischen Gasphasenepitaxie

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Im Rahmen dieser Dissertation wurde das Wachstum von III/V NanodrĂ€hten mittels MOVPE entwickelt. Dabei wurde unter der Bearbeitung verschiedener Teilbereiche die Grundlage geschaffen, um elektronische und optoelektronische Nanodrahtbauelemente herzu-stellen. Auf dem Weg zu InAs Feldeffekttransistoren mit sehr hohen Beweglichkeiten und Steilheitswerten, sowie nanodrahtbasierten GaAs Leuchtdioden, musste das Wachstum der NanodrĂ€hte bezĂŒglich der strukturellen Eigenschaften, Zusammensetzungen, Erzeugung von Heterostrukturen und Dotierbarkeit untersucht und optimiert werden. Dabei wurde wĂ€hrend dieser Arbeit gerade im Bereich zur p-Dotierung von GaAs NanodrĂ€hten ein wesentlicher Beitrag geleistet. Das VLS-Wachstumsmodell, welches als Grundlage dieser Arbeit diente, wurde ausfĂŒhr-lich diskutiert. Außerdem wurden einige Methoden vorgestellt, die zeigen, wie und in welcher Form die Wachstumskeime aufgebracht und auch vorstrukturiert werden können. In dieser Arbeit wurden hauptsĂ€chlich Gold Nanopartikel verwendet, die vor dem Wachstum aus einer kolloidalen Lösung oder aus der Gasphase auf die ProbenoberflĂ€che deponiert wurden. Eben-falls wurden dĂŒnne Goldfilme als Wachstumstemplate verwendet, die aufgrund ihrer Struktu-rierbarkeit wĂ€hrend des Aufdampfprozesses Ă€ußerst interessant sind. GaAs ist das zentrale Materialsystem mit dem die meisten Wachstumsversuche durchge-fĂŒhrt wurden. Hier fanden im Laufe dieser Arbeit detaillierte Untersuchungen bezĂŒglich Wachstumsrate und Strukturform statt. Kristallfehler konnten genau wie ĂŒberlagertes Man-telwachstum, was in einigen Bereichen unerwĂŒnscht ist, nahezu unterdrĂŒckt werden. Die Ab-hĂ€ngigkeit der Wachstumsrate von Wachstumstemperatur, PartikelgrĂ¶ĂŸe und -dichte wurde mit Hilfe von diversen REM-Aufnahmen in weiten Bereichen untersucht. DarĂŒber hinaus ist es gelungen, GaAs NanodrĂ€hte mit Hilfe von Eisenpartikeln zu wachsen, wobei die Ergebnis-se belegen, dass diese Strukturen nicht durch einen VLS-Prozess entstanden sind. Innerhalb des InxGa1-xAs Materialsystems wurden NanodrĂ€hte realisiert, bei denen der In-Gehalt kontrolliert zwischen 0 % und 100 % variiert wurde und somit den gesamten Wellen-lĂ€ngenbereich zwischen InAs und GaAs abgedeckt. Zur Kompositionsbestimmung konnte die hochauflösende Röntgendiffraktometrie fĂŒr NanodrĂ€hte erfolgreich adaptiert werden. Die Ergebnisse wurden mittels hochauflösender TEM Charakterisierung inklusiver EDS Analysen bestĂ€tigt. Heterostrukturen wurden im Rahmen dieser Arbeit sowohl in axialer als auch in radialer Anordnung realisiert, wobei fĂŒr die UmhĂŒllungen der gezielte Wechsel vom VLS- zum Schichtwachstum ausgenutzt wurde. Die GrenzflĂ€chenschĂ€rfe von axialen GaAs/GaP/GaAs Überstrukturen konnte mit Hilfe von optimierten Wachstumspausen wĂ€hrend des Gruppe-V Wechsels bis an die Auflösungsgrenze der verwendeten EDS Messmethode verbessert wer-den. GaAs/InxGa1-xAs/GaAs Heterostrukturen konnten sowohl in axialer als auch radialer Richtung erzeugt werden. Dabei zeigt der axiale Materialwechsel, der ausschließlich durch den VLS-Modus erzeugt wird, keinen abrupten Übergang, was auf den Speichereffekt der Gruppe-III Elemente innerhalb der Goldpartikel zurĂŒckzufĂŒhren ist. Die radialen ÜbergĂ€nge, die hingegen durch Überlagerung mit konventionellem Schichtwachstum entstanden sind, zeigen anhand von EDS Messungen scharfe Kern-Mantel GaAs/InGaAs/GaAs ÜbergĂ€nge. Weiter konnten qualitativ hochwertige GaAs NanodrĂ€hte auf Si Substrat gewachsen werden, was anhand intensiver Photolumineszens belegt wurde. Eine bevorzugte Wachstumsrichtung war erst nach optimierter OberflĂ€chenprĂ€paration mittels HF-Ätzschritten sowie erhöhten Ausheiztemperaturen erkennbar. Die bisher besten Ergebnisse wurde mit extern vorbereiteten Proben erzielt, auf denen bereits kurze Silizium NanodrahtstĂŒmpfe auf einem (111) Silizium Substrat mittels MBE vorgewachsen wurden. Im Vergleich zu den strukturellen Eigenschaften verschiedener HalbleiternanodrĂ€hte und Nanodrahtheterostrukturen existieren derzeit wenig Ergebnisse zur kontrollierten Dotierung. Jedoch ist die Dotierung von Halbleitermaterialien die Voraussetzung zur Herstellung von elektronischen und optoelektronischen Bauelementen. Daher war die Dotierung von Na-nodrĂ€hten ein wesentlicher Teilbereich dieser Arbeit. Um die bereits beschriebene Dotie-rungsproblematik von NanodrĂ€hten zu bearbeiten wurden unterschiedliche AnsĂ€tze verfolgt. Unter der Verwendung des p-Dotierstoffes DEZn konnten GaAs NanodrĂ€hte erfolgreich do-tiert werden. Derzeit ist davon auszugehen, dass der Zn-Dotierstoff ĂŒber das Goldpartikel in den Draht gelangt. Da Zink beliebig in Gold gelöst werden kann und daher keine feste SĂ€tti-gungsgrenze vorhanden ist, beobachtet man einen Konzentrationsgradienten entlang des Drahtes, der stark vom Zn-Angebot abhĂ€ngt. StationĂ€re LadungstrĂ€gerkonzentrationen kön-nen sich durchaus erst nach einigen ?m DrahtlĂ€nge einstellen. Durch Variation des Zink-Angebotes konnten LadungstrĂ€gerkonzentrationen zwischen 4, 6x10 18 cm -3 und 2, 3x10 19 cm -3 eingestellt werden. Eine Si (n)- bzw. C (p)-Dotierung mittels der Quellenmaterialien DitBuSi und CBr4 ist, fĂŒr die in dieser Arbeit gewĂ€hlten Wachstumsbedingungen, innerhalb des VLS-Wachstums nicht realisierbar. Im Falle von getaperten Strukturen, die bei höheren Wachs-tumstemperaturen entstehen, konnten mittels CBr4 p-dotierte NanodrahthĂŒllen realisiert wer-den. Neben den In-Situ MOVPE DotierungsansĂ€tzen wurde die Ionenimplantation als erfolg-reiche alternative Methode zur Dotierung von GaAs NanodrĂ€hten etabliert. Mittels der Im-plantation von Zn Akzeptoren und einer anschließenden Ausheizprozedur konnte die LeitfĂ€-higkeit um den Faktor 10 4 erhöht werden. DarĂŒber hinaus rekonstruiert sich die amorphisierte Struktur wĂ€hrend dieses Ausheizschrittes nahezu komplett. Rechnungen dazu zeigen, dass eine Dotierstoffkonzentration von etwa 3, 5x10 18 cm -3 erzielt werden konnte. Als erste Nanodrahtbauelemente wurden MISFETs aus InAs NanodrĂ€hten mit hervorra-gendem SĂ€ttigungsverhalten und sehr hohen Ausgangsströmen hergestellt. ZusĂ€tzlich konnte ein sehr hoher Steilheitswert extrahiert werden, was auf die exzellente MaterialqualitĂ€t der gewachsenen InAs Strukturen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Obwohl diese Strukturen nominell undo-tiert sind, wurde eine n-LeitfĂ€higkeitgerade mit Hilfe dieser Transistordaten nachgewiesen. Diese Eigenschaft konnte mit dem Fermilevelpinning innerhalb des Leitungsbandes erklĂ€rt werden, welche eine Elektronenanreicherung an der OberflĂ€che zur Folge hat. DarĂŒber hinaus kann ein weiterer Beitrag dieses Effektes auch durch eine Kohlenstoffhintergrunddotierung aus den Quellenmaterialien stammen. Durch die Kombination von p-dotierten GaAs Na-nodrĂ€hten, die auf n-GaAs Substrat gewachsen wurden, konnten pn-ÜbergĂ€nge gefertigt wer-den, die neben der zu erwartenden Diodencharakteristik eine hohe Elektrolumineszens zeigen. Die vorliegende Arbeit stellte die wissenschaftliche Materialversorgung fĂŒr eine Reihe von Projekten des Fachgebietes sicher, wie z. B. des Sonderforschungsbereiches SFB 445. Zudem trug diese Dissertation maßgeblich dazu bei, den Forschungsschwerpunkt Nanotech-nologie zu entwickeln, fĂŒr den hoch aktuelle neue Forschungsaufgaben eingeworben werden konnten. ZukĂŒnftiger Schwerpunkt bleibt somit die Dotierung und die damit verbundene Rea-lisierung von pn-ÜbergĂ€ngen innerhalb eines Nanodrahtes, um Leuchtdioden, Solarzellen und andere Bauelemente zu erzeugen.

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Information

Year
2010
eBook ISBN
9783736935242
Print ISBN
9783869555249
Edition
1

Table of contents