Autodisplay von Nitrilasen zur Umsetzung von Nitrilen zu CarbonsÀuren
eBook - PDF

Autodisplay von Nitrilasen zur Umsetzung von Nitrilen zu CarbonsÀuren

  1. 164 pages
  2. English
  3. PDF
  4. Available on iOS & Android
eBook - PDF

Autodisplay von Nitrilasen zur Umsetzung von Nitrilen zu CarbonsÀuren

About this book

Im Rahmen dieser Arbeit wurde die putative Nitrilase aus Saccharomyces cerevisiae (NitSc), die Nitrilase aus Klebsiella pneumoniae subsp. ozaenae (NitKp) und die Nitrilase aus Alcaligenes faecalis subsp. faecalis (NitAf) als Autodisplay-Passagiere auf der ZelloberflĂ€che von Escherichia coli prĂ€sentiert. Die OberflĂ€chenstĂ€ndigkeit der PassagierdomĂ€ne der erzeugten Autodisplay-Fusionsproteine NitSc-AT, NitKp-AT und NitAf-AT konnte mittels ProteasezugĂ€nglichkeitstest nachgewiesen werden. FĂŒr das lediglich aufgrund von Sequenzhomologien zur Enzymklasse der Nitrilasen zĂ€hlende Enzym NitSc ist bisher noch kein Substrat bekannt. Zum Nachweis einer NitrilaseaktivitĂ€t wurde deshalb eine reprĂ€sentative Auswahl an aliphatischen, aromatischen und arylaliphatischen Verbindungen als Substrat getestet. Mit der getroffenen Auswahl war es fĂŒr NitSc-AT tragende E. coli BL21(DE3) Zellen nicht möglich eine NitrilaseaktivitĂ€t nachzuweisen. DemgegenĂŒber konnte fĂŒr NitKp-AT tragende E. coli BL21(DE3) Zellen eine NitrilaseaktivitĂ€t nachgewiesen werden. Dabei akzeptierte NitKp-AT, wie das freie Enzym NitKp, Bromoxynil, Chloroxynil und Ioxynil als Substrat. Desweiteren konnte fĂŒr NitKp-AT das Substratspektrum mit 3-Fluor-4-hydroxybenzonitril und 3, 5-Dimethyl-4-hydroxybenzonitril auch auf fluorierte und nichthalogenierte Verbindungen ausgeweitet werden, die bisher noch nicht als Substrate fĂŒr das freie Enzym NitKp beschrieben wurden. Durch die Expression des Autotransporter Fusionsproteins NitAf-AT in E. coli BL21(DE3) konnte zum ersten Mal das Autodisplay eines multihomomeren Enzyms gezeigt werden, das aus bis zu 14 identischen Untereinheiten bestehen kann. Der erzeugte Ganzzell-Biokatalysator akzeptierte Phenylacetonitril und MandelsĂ€urenitril als Substrat, wobei Phenylacetonitril fĂŒnf Mal schneller umgesetzt wurde als MandelsĂ€urenitril. Die bei 37 °C erzeugte MandelsĂ€ure wies einen EnantiomerenÂŹĂŒberschuss von 99, 2 % fĂŒr das R-Enantiomer auf. Nach fĂŒnf zyklisch wiederholten 24-stĂŒndigen Umsetzungen in Tris-HCl pH 7 bei 30 °C konnte eine RestaktivitĂ€t von 58 %, bezogen auf die MandelsĂ€ureproduktion im ersten Reaktionszyklus, nachgewiesen werden. Der mit MandelsĂ€urenitril als Substrat fĂŒr NitAf-AT ermittelte Km-Wert lag in der gleichen GrĂ¶ĂŸenordnung wie der aus der Literatur bekannte Km-Wert fĂŒr das freie Enzym NitAf. Bei der Kultivierung von NitAf-AT tragenden Zellen im Fermenter konnte eine maximale Trockenzellmasse von 6, 8 g L-1 erzielt werden. Die nachfolgende Umsetzung von MandelsĂ€urenitril zu R-MandelsĂ€ure im Fermenter fĂŒhrte zu einer durchschnittlichen Raum-Zeit-Ausbeute von 0, 31 g L-1 d-1 MandelsĂ€ure. Im Vergleich zur Umsetzung mit SchĂŒttelkolbenkulturen bedeutete dies eine Verdopplung der MandelsĂ€ureproduktion. Der EnantiomerenĂŒberschuss fĂŒr die im Fermenter bei 45 °C erzeugte R-MandelsĂ€ure lag bei 95, 8 %. Somit konnte zum ersten Mal die generelle Eignung eines Autodisplay-Ganzzell-Biokatalysators zur Kultivierung im Fermenter sowie der anschließenden Umsetzung von MandelsĂ€urenitril im 2 L-Maßstab belegt werden.

Trusted by 375,005 students

Access to over 1.5 million titles for a fair monthly price.

Study more efficiently using our study tools.

Information

Year
2011
eBook ISBN
9783736936164
Print ISBN
9783869556161
Edition
1

Table of contents