Frequenzbasierte optische KohÀrenztomographie: Von der Strukturdarstellung zur spektroskopischen Analyse
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Frequenzbasierte optische KohÀrenztomographie: Von der Strukturdarstellung zur spektroskopischen Analyse

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Frequenzbasierte optische KohÀrenztomographie: Von der Strukturdarstellung zur spektroskopischen Analyse

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Die optische KohĂ€renztomographie (engl.: optical coherence tomography, kurz OCT, seit 1991) ist die jĂŒngste in der Medizin etablierte Variante der Bildgebung. Die GrĂŒnde dieser schnellen Entwicklung sind die dem Messprinzip inhĂ€rente DreidimensionalitĂ€t, die hohe Auflösung im einstelligen ”m-Bereich, die Kontaktfreiheit, die zu vernachlĂ€ssigende Strahlenbelastung des verwendeten breitbandigen Nahinfrarotlichtes, die Geschwindigkeit sowie die verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringen Systemkosten. Die geringe Eindringtiefe von etwa 1-2mm in stark streuendem Gewebe ist der kapitale Nachteil der optischen KohĂ€renztomographie, welcher sie in ihrer praktischen Einsetzbarkeit sehr einengt. Aufgrund aller genannten Eigenschaften eignet sich die OCT fĂŒr eine Vielzahl an Anwendungsbereichen. Insbesondere zu nennen ist der Einsatz in der Medizin, wo sie beispielsweise in der Ophtalmologie, Kardiologie und in einigen weiteren Bereichen der inneren Medizin angewendet wird. Ein neues Anwendungsfeld, die Bildgebung von Knochen, wird im Rahmen dieser Arbeit vorgestellt. Durch Bildgebung von Knochen mittels Röntgen(mikro)computertomographie (kurz: (”CT) können Ärzte und Biologen bereits verschiedenste RĂŒckschlĂŒsse ziehen. Die OCT erzielt detailreichere Bilder, allerdings ohne die Probe einer hohen Strahlenbelastung auszusetzen. Damit ist die optische KohĂ€renztomographie insbesondere fĂŒr Untersuchungen an Knochenkulturen kleinerer Abmessungen potentiell geeignet. Jedoch ist es in vielen FĂ€llen nicht möglich, anhand einer schon sehr guten Strukturdarstellung Aussagen ĂŒber die Zusammen-setzung des Gewebes oder der Substanz zu treffen. In manchen FĂ€llen ist auch unklar, um welche Strukturen es sich ĂŒberhaupt handelt. Die Strukturen in den OCT-Bildern stellen die Änderung des Brechungsindexes ĂŒber der Tiefe dar. Der Brechungsindexgradient ist aber nicht der einzige auswertbare optische Parameter von Gewebe. Weitere materialspezifische Parameter sind die wellenlĂ€ngenabhĂ€ngige Absorption und Streuung. So könnten bisher unbekannte Strukturen von Standard-OCT-Bildern spektroskopisch identifiziert, also bestimmten Substanzen zugeordnet werden, wodurch der Nutzen der Bilder erheblich erweitert wird. Dazu wurden zunĂ€chst die mathematischen Grundlagen erarbeitet, welche sowohl von einer Interferenzsimulation wie auch durch Vermessung von Filterproben experimentell bestĂ€tigt wurden. Es konnte erstmals eine objektive, weil nutzerunabhĂ€ngige, auf Spektroskopie basierende Substanzidentifikation in einem OCT-Bild demonstriert werden. Weiterhin wurde die spektroskopische Analyse auf Blutproben angewendet, die erstmals das Absorptionsmaximum von deoxygeniertem Blut bei 750nm zeigt. Die Untersuchung an einer Knochenprobe weist einen durch die spektroskopische Analyse erhöhten Bildkontrast auf und motiviert die zusĂ€tzliche spektroskopische Analyse in der OCT.

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Information

Year
2010
eBook ISBN
9783736934757
Print ISBN
9783869554754
Edition
1

Table of contents